Forum:	Das Arbeitsgerät
Téma:	Sigma 105 oder Sigma 150?
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Humanist:
Ich werde mir in nächster Zeit einMakroobjektiv kaufen.
Ich schwanke zwischen Sigma 105 und Sigma 150. Ich versucht, die Unterscheide zwischen den Objektiven etwas zu vergleichen. Für das 105 spricht sein Preis, für das 150 der etwas größere Abstand zum Objekt. 
In meinem Interessensgebiet liegen sowohl Pflanzen als auch Kleintiere/Insekten. Mich würde nun ein Punkt besonders Interessieren: In wieweit erleichtert der Größere Abstand zum Motiv das Photografieren tatsächlich, bzw. um wieviel weiter kann man sich mit dem 150 im Vergleich zum 105 vom Motiv tatsächlich entfernen?
MFG Humanist.

Prachtkäfer:
Zitat von HumanistIn wieweit erleichtert der Größere Abstand zum Motiv das Photografieren tatsächlich, 
Der wesentliche Unterschied besteht meiner Meinung nach dann, wenn man aus größerer Entfernung (also nicht 1:1) fotografiert. 
Bei 1:1 hast du nur ein paar cm Unterschied. Vor allem, wenn du beim 150er die Streulichtblende verwendest (beim 105er überflüssig, da die Frontlinse sowieso weit hinten im Tubus liegt. Ich glaube nicht, dass diese wenigen cm entscheidend auf das Fluchtverhalten wirken. Dagegen gewinnst du bei etwas größeren Motiven (Schmetterlinge, Libellen etc.) wirklich spürbar Abstand!

zakkroger:
Hallo!
Ich stand vor ein paar Monaten auch vor der
selben Entscheidung und habe mich für das
150er entschieden! 
Ausschlaggebend war die grössere Fluchtdistanz
und ich habe meine Entscheidung nicht bereut.
Obwohl das Handling mit Freihand schon etwas schwierig 
ist - Cropfaktor ( D90)! Stativ meist unverzichtbar!
Ansonsten tolle Linse mit Stativschelle, Innenfokus
und superscharf! Nur zu empfehlen!
Naheinstellgrenze lt. Hersteller:
105er - 31,3cm und sicherlich auch eine tolle Linse.
150er - 38 cm
Noch viel Spass bei Deiner Entscheidung!

Severus:
Wenn finanziell der Schuh nicht drückt, würde ich das 150er nehmen.
Bei mir hat er damals gedrückt, also habe ich mich für das 105er entschieden. Die Linse ist sehr sehr gut.
Einzig eine Stativschelle würde ich mir wünschen. Im Urlaub freihand im Schmetterlingsgarten war ich dann aber froh über das geringere Gewicht und die besseren Freihandeigenschaften.
Mit einem (stabilen) Stativ ist das 150er aber die bessere Wahl, mMn.

Kitai:
Ich kann mich der Meinung von Sören nur anschließen.
Wie auch er habe ich mich damals für das 105er entschieden, was ich bei weitem nicht bereuht habe.
Allerdings hat das 150er auch so seine Reize.

So wäre ein weiterer Unterschied zwischen dem 105er und dem 150er, das man an dem 150er 
einen Teleconverter anbringen kann um so die Brennweite zu erhöhen (mal 1,4 oder 2,0 möglich).
Das geht mit dem 105er nicht.

Egal wie du dich entscheidest, es wird keine Fehlentscheidung sein ;)

lg
Sebastian

Humanist:
Das 150 ist also stativgebunden? Dies wäre für mich doch eher ein Hinderniss, da Ich eher dem freihändigen fotografieren anhängig bin.
Eine Frage hätte Ich noch: Die meisten Insektenfotos, die Ich in diesem Forum sehe wurden mit dem 150 gemacht. Einge (gute) Fotos wurden jedoch auch mit dem 105 oder dem Tamron 90 mm gemacht. Die führt mich nun zur Frage: Wie sind die Erfahrungen mit dem 105 im bereich Insektenfotografie? Inwieweit ist dieses Objektiv für diesen bereich geeignet?

SunTravel:
Ich würde das 150er nehmen, bringt 50% mehr Abstand und besser aufgelöste HGs als das 105er. Ist auch vom Bokeh her besser, hat eine Stativschelle und einen schnelleren AF, der Freihand von Vorteil ist.
Das das 150er nicht Freihandtauglich ist halte ich für Unsinn, braucht lediglich 50% kürzere Zeiten als ein 100er, das macht gerade mal eine halbe Blendenstufe aus.
Alternativ käme für mich als Budget und 100er Lösung nur das 90er Tamron in Frage, weil es ein aus meiner Sicht ein viel schöneres Bokeh hat und auch rundere Flares macht als das Sigma.
Gruß
Uwe

Freddie:
Hallo, 
wenn dein Geld reicht, würde ich das Sigma 150 oder auch das Tamron 180 nehmen.
Freihandaufnahmen sind mit dem relativ schweren Objektiv schon möglich. Aber man braucht neben einer kurzen Belichtungszeit unbedingt einen stabilen Stand. Also wenn man nur so gerade auf einem Bein steht mit ausgestreckten Armen, klappt es sicher nicht.
Ich benutze auch bei freihand das Stativ. Das klingt jetzt zwar irritierend, aber es funktioniert bei mir gut. Mit einer Hand an einem eingefahrenen Stativbein, mit der anderen Hand das Gehäuse, so kann ich die Kombi stabiler halten als wenn ich nur das Kameragehäuse halte. Zur Info: Ich habe nur das kleine Tripod von Slik.

orest:
Kauf dir das Sigma 105mm.

SunTravel:
Zitat von orestKauf dir das Sigma 105mm.
Warum sollte er?
Weil Du es auch hast, aber weder das 150er Sigma noch das 90er Tamron je getestet hast?
Gruß
Uwe

André Neumann AN:
Ich habe seit Juli letzten Jahres mit dem 105er fotografiert und habe im Bereich Makrofotografie sicherlich noch viel lernen müssen. Im Februar diesen Jahres bin ich allerdings auf das 150er umgestiegen um die Fluchtdistanz zu erhöhen und weil aus meiner Sicht die Schärfe knackiger ist. Freihand zu fotografieren haben ich mir spätestens an dem Tag abgewöhnt, als ich die Schärfe gesehen habe, die ich mit einem Stativ hinbekommen habe.
André

Milky2911:
Ich habe mir das Sigma 70-200 2,8 Makro gekauft. Heißt das das bei einem Abbildungsmaßstab von 1:3,5 keine Makrobilder möglich sind? Oder was ist zu beachten, oder anders zu machen als mit einem 105 oder 150 von Sigma?
Bin im Forum neu und fange erst an, sich mit der Materie zu befassen
Tilman

jphackermann:
Hallo Humanist, 

bis vor 3 Wochen hatte ich auch staendig die &quot;Qual der Wahl&quot; in meinem Kopf und mich in verschiedenen Foren umgesehen und auch Linsen von Kollegen getestet. Letztlich habe ich mich fuer das Sigma 150er entschieden, da es in den meisten Besprechungen mit am Besten wegkam. Der ausschlaggebende Grund war allerdings die Innenfokussierung und der etwas laengere Arbeitsabstand. Mir waere zwar das Nikon 105er lieber gewesen, aber das kostet dann bereits ca. 800,-- EUR. 
Bisher habe ich es nicht bereut - allerdings nur Erfahrung aus ca. 3 Wochen. Bei meinen ersten Makroversuchen habe ich ein Dreibein verwendet und zum Fokussieren die Vergroessserungsfunktion im Live-View. Zusaetzlich noch Spiegelvorausloesung und die IR-Fernbedienung. Klappt prima! Auch habe ich im &quot;Standard-Tele-Modus&quot; problemlos aus der Hand fotographieren koennen.

Gruesse aus Muenchen und VIEL SPASS/ERFOLG bei der Entscheidung, Joerg

rocky7:
Zitat von KitaiSo wäre ein weiterer Unterschied zwischen dem 105er und dem 150er, das man an dem 150er 
einen Teleconverter anbringen kann um so die Brennweite zu erhöhen (mal 1,4 oder 2,0 möglich).
Das geht mit dem 105er nicht.
Warum soll ein Konverter am 105er nicht funtzen?

*jörg*:
Hallo Humanist,
Ich habe ein 50er Makro (Canon), ein 100 Makro (Tokina) und seit wenigen Wochen auch ein 150er (Sigma).
Punkte wie eine längere Fluchtdistanz usw. wurden ja bereits angesprochen. Das spricht schon für das 150er. Auch wurde die bessere Auflösung des HG genannt. Vom gestalterischen Gesichtspunkt aus, muss dies nicht immer besser sein. Mir geht es zumindest so. Jedes der von mir genannten Objektive hat seine Vor- und Nachteile. Ich empfehle dir, wenn es dir möglich ist, teste ein 90/100/105er (je nach Hersteller) und ein 150er.
Jeder hat seine Eigenheiten beim Fotografieren und so kann man zwar grundsätzlich die Linsen empfehlen aber letztendlich machst DU die Bilder auf deine Art und kommst eventuell mit dem Einen besser klar als mit dem Anderen. Im Moment nutze ich das 150er und das 50er (Verhältnis 80:20) bin aber froh, wenn mein 100er wieder aus der Reparatur (Stativ ist umgekippt) zurück auf meine Kamera findet. Ich mache gerne Aufnahmen des gleichen &quot;Objekts&quot; mit verschiedenen Objektiven um die Wirkung der verschiedenen Objektive zu sehen.
Aus technischer Sicht sind alle von mir genannten Objektive sehr gut. Eine klare Empfehlung welches Objektiv du nehmen sollst, will und kann ich dir nicht geben. Dazu kenne ich nicht deine Art zu fotografieren und ich weiß auch nicht, wohin du dich entwickeln magst/wirst.
Ich denke du wirst dich richtig entscheiden, denn soooo viel kannst du mit diesen Objektiven nicht falsch machen.
:-)

Gisbertino:
Hallo Humanist,
ich würde dir auch zum 150er raten, und zwar weil ich das 105er habe:D .
Ist seit einem Jahr im Einsatz bei mir, gefühlte Lichtstärke F 6.3 statt 2.8, schwammige Schärfe bei fast allen Aufnahmen und egal welcher Einstellung und deshalb auch mal grad bei Sigma zur Kontrolle. Ich kann nur für Olympus sprechen, und im Vergleich dazu ist z. B. das 50er OLY-Makro mMn um Längen besser. 
Die angesprochene Fluchtdistanz halte ich für eher nebensächlich, da die meisten Insekten nach meiner Erfahrung eher die Schnelligkeit und Art der Annäherung interessiert und nicht der Entfernungsunterschied zwischen 15 oder 20 cm.
LG Conny

Benny:
hi,
ich würde die wahl der brennweite nicht an dingen festmachen wie fluchtdistanz, freihandtauglich etc.
Was wirklich ausschlaggebend ist, sind die unterschiedlichen bildwirkungen die die unterschiedlichen brennweiten erzeugen. 
Jede brennweite hat seine berechtigung sei es 50mm, 70mm, 90mm, 100mm, 150mm, 180mm.
Ich zum beispiel liebäugel im moment mit einem 180er makro, da mir mein 90er für viele dinge am kb zu weitwinklig ist. Hätte aber auch gern ein 50mm, oder 35mm.

Alan:
Hallo,
Zitat von rocky7Warum soll ein Konverter am 105er nicht funtzen?
Das würde mich auch mal interessieren. Spricht imA nichts dagegen...

Zitat von Gisbertino[...]gefühlte Lichtstärke F 6.3 statt 2.8, schwammige Schärfe bei fast allen Aufnahmen und egal welcher Einstellung[...]
Das kann ich so nicht stehenlassen ;). Ausser bei Offenblende ist mein Sigma 105 knackscharf.
Edit: Die ColorFoto hatte das Sigma 105 zB als eines der besten Objektive für die 450d getestet.
Am KB schlägt es sich imA auch nicht schlecht, wobei ich denke, daß die Canon 100er einen Tick
besser sind...

Ich selbst würde ein Objektiv mit Stativschelle vorziehen. Die fehlt mir wirklich, weil 100% meiner
Aufnahmen vom Stativ gemacht werden und Änderungen am Bildaufbau ohne Stativschelle oftmals
hohen Frustfaktor mit sich ziehen...

rocky7:
^^Kann meinem Vorschreiber nur Recht geben.
Auch mein 105er ist sehr scharf und kann diese oben gemachte Aussage nicht nachvollziehen.
Auch ein Konverter &quot;KENKO 1.5 funtzt bestens an dieser Linse und das Ergebniss, leider noch nicht im Makroeinsatz getestet&quot; ist für meinen Eindruck sehr gut. Wie sich der Kenko im Makroeinsat gibt, wird sich noch zeigen.

matthifant:
Ich finde diese Seite immer wieder interessant und hilfreich.
Ich habe mich aus finanziellen Gründen für ein Makro der 100-er Klasse entschieden (hätte gern das 150-er Sigma genommen) und aufgrund dieser Seite dann für das Tamron und gegen das Sigma.
Ich habe es nicht bereut, das Tamron ist auch jenseits der Makrofotografie schon bei Offenblende knackscharf.

Speed1966:
Hallo auch von mir noch ein Hinweis. Ich bin hier im Forum neu und bin vor ca. 4 Monaten auf den Makro-Zug aufgesprungen. Deshalb kann ich viel zu den Problemen als Neuling sagen und das ist unabhängig vom Objektiv!!!
1. Anders als bei der normalen Fotografie ist beim Makro nicht das Zittern der Hand bei Freihandaufnahmen das Problem, sonderen das normale Schwanken (vor/zurück von wenigen Millimetern) des stehenden/hockenden Fotografen das größte Problem (Schärfe sitzt dann falsch). Das Sigma ist in der Hand wirklich schwer und ich bekomme ohne Stativ freistehend kein perfektes Foto hin. (Da sind auch noch die Probleme Licht, Wind, Hintergrund, Wegfliegen:lol: usw....
2. Jeder Neuling sollte nicht hoffen, auf Anhieb auch nur im Ansatz die Schärfe/Klarheit/ Ausgewogenheit der Profis hier im Forum zu erreichen. Ich habs trotz vieler hundert Fotos noch nicht geschafft. 
3. Makrofotografie ist super, man kann jeden Tag im kleinsten Garten auf Fotojagd gehen, aaaber es ist auch mit Wind, Licht, Hintergrund, Stativ und Schlitten ein ziemliches Gefuzel, da sind 2 - 3 Stunden schnell mal weg. Also wer mal schnell ein Makro machen will, wird selten etwas brauchbares erreichen. Ich habe in den paar Monaten mehr über den Zusammenhang, Blende, Schärfe, Zeit, ISO gelernt als in vielen Jahren vorher. 
Es geht nicht um das Objektiv, sondern um den ganzen &quot;Sport&quot;, wer also überlegt welches Objektiv sollte immer überlegen, ob er das alles auch wirklich will. Ich finde es auf jeden Fall super und Danke an alle die mit Ihren Superfotos immer ein Ansporn sind, das auch zu schaffen. 
Viele Grüße Frank
