Neues Makro mit mehr Brennweite gesucht aber welches

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Neues Makro mit mehr Brennweite gesucht aber welches

Beitragvon JungevonderOstsee » So Jun 11, 2017 20:49

Hallo zusammen,

ich habe seit ca. 1,5 Jahren das Canon EF 100mm f/2,8L IS USM Macro und bin damit auch sehr zufrieden.
Aber irgendwie hätte ich gerne zusätzlich mehr Brennweite um besser an Insekten ranzukommen, bzw. sie nicht so schnell zu verschrecken.
Mit der Option Frühs oder Abends die Kollegen zu besuchen wo sie nicht so aktiv sind hatte ich hier in Hamburg noch nicht so richtig Glück, sie waren einfach nicht zu finden.
Jetzt ist die Frage der Frage welches Objektiv soll das 100er ergänzen.

Konnte am Samstag mal ein Sigma 150mm f/2,8 EX DG Makro testen und war von den Ergebnissen nicht so begeistert. Kein Plan ob es ein Montagsmodel war, aber der Autofokus hat meistens ordentlich gepumpt und begrenzt auf die kürzte Distanz hatte er richtig zu tun. Aber auch die Bildqualität fand ich schlechter als bei meinen Canon. Da macht mein 100er Makro von Canon (Affiliate) definitiv mehr Spaß.

Ist hier zufällig jemand unterwegs der schon mit dem Sigma 150mm f/2,8 EX DG Makro und dem Sigma 150mm f/2,8 APO EX DG OS HSM Makro gearbeitet hat und kann sagen ob das qualitätstechnisch noch mal einen bemerkbaren Sprung gab? Oder sollte man lieber gleich zum 180er von Canon greifen, obwohl das natürlich preislich noch mal ein Unterschied ist.

Wie gesagt, ich würde gerne die schreckhaften Tierchen aus etwas mehr Entfernung ablichten. Obwohl es vermutlich auch nur ein paar Zentimeter sind.
Gegen die Möglichkeit der besseren Freistellung hätte ich natürlich auch nichts einzuwenden. Wäre aber auch nicht schlecht wenn es für den Makrobereich erstmal für die nächsten Jahre
das letzte Objektiv wäre, was ich mir zulege. Hab früher auch öfters im Zoo mit dem Makro fotografiert, obwohl das jetzt wohl nicht mehr so notwendig ist, da ich mir dieses Jahr das 70 -200 von Canon gegönnt habe.

Also wenn ihr ein paar Tipps für mich hättet oder mir Eure Erfahrungen die ihr vielleicht mit den verschieden Objektiven sammeln konnte mitteilen würdet, wäre ich Euch sehr dankbar!
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Beitragvon kundenbetreuer » So Jun 11, 2017 23:30

Hallo Sascha,
Sorry für den Off-Topic:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein 150mm Makro von Sigma von der Bildqualität signifikant schlechter sein soll als dein Canon 100mm.
Wie du auch schon selbst erwähntest gewinnst du mit einer längeren Brennweite nur ein paar Zentimeter.
Nimm es mir nicht übel, aber ich denke du solltest evtl. deine Herangehensweise überdenken bevor du dir ein neues Objektiv gönnst.
Ich finde Makrofotografie am Tage bei Sonnenschein viel frustriernder, als morgens oder abends. Hier sitzt selten etwas so lange still bis du erst einmal mit deiner Einstellung zufrieden bist.
Hinzu kommt das oft harsche Tageslicht, welches meiner Meinung nach ein Bild komplett ruinieren kann.

Ich fotografiere nur noch morgens nach Sonnenaufgang (und das ausschließlich in Hamburg und mit dem 100mm von Canon). Zu finden gibt es immer etwas. Auch wenn es nicht die ersehnte Libelle oder Schmetterling ist.
Mit der Zeit hat entwickelt man ein Auge dafür wo sich Insekten verstecken. Zwar hat man auch dann nicht immer Glück, aber es erhöht die Chancen ungemein wenn man etwas über die Tiere weiß die man ablichten möchte.

Viele Grüße
Dan
Zuletzt geändert von kundenbetreuer am So Jun 11, 2017 23:43, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon JungevonderOstsee » Mo Jun 12, 2017 09:08

Ich hatte wie gesagt nicht das Gefühl, dass ich mit diesen Objektiv einen Mehrwert hatte der den Kauf rechtfertigt. Und unter den Testfotos war halt nichts dabei was mich begeistert hat.
Auf der anderen Seite sind aber auch viele mit den "längeren" Objektiven unterwegs und da sind bestimmt nicht alle mit 150/180mm eingestiegen.

Ich hatte mein Glück mehrfach in den Borberger Niederungen versucht und da wo sonst tagsüber einiges los war, war früh morgens nicht wirklich was zu finden.
Aber vielleicht muss ich es einfach noch mal probieren. Wo bist Du den sonst so immer unterwegs?
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Beitragvon kundenbetreuer » Mo Jun 12, 2017 10:26

Hallo Sascha,
ich kann nur sagen, dass 100mm eine wirkliche Allround-Brennweite ist. Die Naheinstellgrenze ist mit mehr als 30cm für mich persönlich vollkommen ausreichend, zudem sind auch noch Freihandaufnahmen möglich.
Eine lange Brennweite bietet sicherlich noch andere Vorteile weshalb sich viele für ein 180mm entscheiden. Aber ich denke mit 100mm kann man sehr gut arbeiten, besonders am frühen morgen.
Würde dir wirklich raten mit dem zu arbeiten was du gerade hast, denn du besitzt da wirklich ein Top-Objektiv.

Ich bin auch oft in den Boberger Dünen. Und ich kann deinen Frust auch verstehen. Erst neulich war ich am Nachmittag dort und haben massig Libellen, Kuckkucksbienen, Raubfliegen und der gleichen gesehen. Am nächsten morgen fand ich dort nichts von dem was ich gerne gefunden hätte. Allerdings ein paar andere schöne Tiere. Eine große Wespe, eine schönen Nachtfalter usw. usf.
Ich bin gerade auf der Suche nach Ammophila sabulosa. Nix gefunden. Aber so ist das in der Makrofotografie. Geduld ist absolut erforderlich.

Ansonsten kann ich dir empfehlen mal Waldwiesen mit kleinen Tümpeln zu besuchen. Und dann heisst es; suchen, suchen, suchen.

Viele Grüße
Dan
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Beitragvon Mietzilis » Mo Jun 12, 2017 14:12

Hallo Sascha,

kann es sein, dass Du vom 150 er Sigma nur den Autofokus getestet hast?
Ich habe zwar auch "nur" das 100 er von Canon - weil ich nicht genug Geld habe, um mir das 150er von Sigma zu kaufen, aber ich hätte es schon gerne, um nicht so nah an die Insekten ran zu müssen, aber ich fotografiere nur mit der manuellen Einstellung und nie mit dem Autofokus und ich möchte wetten, dass hier fast alle das so machen, weil es bei den meisten Kameras die Fokuslegung nicht der Kamera überläßt, sondern ganz gezielt gesetzt werden kann.

Liebe Grüsse
Brigitte
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Beitragvon fossilhunter » Mo Jun 12, 2017 19:22

Hi Sascha,

also mein Vorschlag wäre, stell doch einfach mal das eine oder andere Bild ein und dann kann man fundiert darüber diskutieren, ob es ein Problem gibt und welches. Denn auch ich kann mir vorstellen, dass du mit Autofokus an die Makrofotografie rangehst ... und das führt doch eher im Bereich der Makrofotografie zu häufig unbefriedigenden Ergebnissen ... unabhängig vom Objektiv.

lg

Karl
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Beitragvon JungevonderOstsee » Mi Jun 14, 2017 12:19

Mietzilis hat geschrieben:Hallo Sascha,

kann es sein, dass Du vom 150 er Sigma nur den Autofokus getestet hast?
Ich habe zwar auch "nur" das 100 er von Canon - weil ich nicht genug Geld habe, um mir das 150er von Sigma zu kaufen, aber ich hätte es schon gerne, um nicht so nah an die Insekten ran zu müssen, aber ich fotografiere nur mit der manuellen Einstellung und nie mit dem Autofokus und ich möchte wetten, dass hier fast alle das so machen, weil es bei den meisten Kameras die Fokuslegung nicht der Kamera überläßt, sondern ganz gezielt gesetzt werden kann.

Liebe Grüsse
Brigitte



Hallo Brigitte,

ja Du hast recht, dass ich nur mit dem Autofokus unterwegs war. Wenn die Kamera auf dem Stativ sitzt kann ich mir das gut vorstellen mit den manuellen Fokus,
oder meintest Du auch, dass die meisten Freihand auch manuell fokussieren? Wenn ja müsste ich das vielleicht auch mal probieren, wird aber wohl auch eher bei trägen Tierchen Spaß machen.

Zwecks 150mm würde mich jetzt auch mal die tatsächliche länge an Abstand interessieren, welche man damit gewinnt.
Wenn es dann nur 10cm sind lohnt sich das ganze wohl eher doch nicht.


@Karl Ich guck mal ob ich die Fotos noch auf der Karte habe.
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Beitragvon kundenbetreuer » Mi Jun 14, 2017 14:36

Moin Sascha,
Naheinstellgrenze Sigma 150mm: 38cm
Naheinstellgrenze Canon 100mm: 30mm

Durch kurzen Blick auf die Herstellerseiten hättest du das schnell selbst rausgefunden.

Zum Autofokus: Ich habe noch niemals für ein makro den Autofokus benutzt. Weder am Stativ, noch Freihand. Der ist viel zu ungenau. Ich denke, dass die meisten hier das so handhaben.

Viele Grüße
Dan
Zuletzt geändert von kundenbetreuer am Mi Jun 14, 2017 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Mietzilis » Mi Jun 14, 2017 20:58

Hallo Sascha,

Mit Zahlen zu jonglieren liegt mir nicht - mag sein, dass rein rechnerisch das 8 oder 10 cm sind, aber ich kann Dir sagen, dass es doch schon ein erheblicher Unterschied ist.
Ich konnte für ein paar Tage das 150 er meiner Schwester ausprobieren und das war schon ein Unterschied für mich. Du musst für einiges schon ein wenig weiter weg gehen und was in meinen Augen viel wichtiger ist - Du musst nicht so dicht ran und das hat nu nix mit der Naheinstellgrenze direkt zu tun.

Liebe Grüsse
Brigitte
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Beitragvon kundenbetreuer » Do Jun 15, 2017 00:54

Hallo Brigitte,
Klar ist jeder cm den man sich weiter vom Motiv entfernen kann bemerkbar und auch komfortabel. Jedoch scheint das Problem welches Sascha hat nicht nur an der Brennweite zu liegen, sondern an der Herangehensweise. Ein richtig eingesetzes 100mm (heißt früh morgens arbeiten und manuell fokussieren) genauso zufriedenstellend sein kann, als ein Objektiv mit längerer Brennweite. Ich würde immer noch dazu raten mit den 100mm zu arbeiten und nicht einen Haufen Geld für ein neues Objektiv zu investieren. Das sage ich aus eigener Erfahrung. Ich habe in den letzten 3-4 Jahren ganze 6 Objektive besessen und bei jeder Anschaffung war ich fester Überzeugung, dass ich jetzt bessere Fotos machen werde. Das war natürlich nicht der Fall. Will sagen: man kann mit jedem Objektiv gute Ergebnisse erzielen wenn man es richtig einsetzt. Hätte ich das früher eingesehen hätte ich ne Menge Kohle gespart.

Ist nur mein Tipp an Sascha.

Viele Grüße
Dan
Zuletzt geändert von kundenbetreuer am Do Jun 15, 2017 00:55, insgesamt 1-mal geändert.

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