Schärfe-Problem

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Sylke Burkart
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Schärfe-Problem

Beitragvon Sylke Burkart » So Sep 18, 2016 19:58

Hallo liebe Forumsmitglieder,

mich beschäftigt seit längerer Zeit ein Problem. Ich fotografiere mit einer Sony SLT A65 und dem Tamron 90mm f/2,8.
Bei Makroaufnahmen und Blümchenbildern bin ich mit der Bildschärfe einigermaßen zufrieden.
Aber wenn ich Vögel fotografiere, habe ich das Gefühl, sie sind alle unscharf.
Heute habe ich wieder einen Test gemacht, um es Euch mal zu zeigen.
Der Abstand von Kamera zum Motiv war ca. 1,5m. Kamera stand auf Stativ und Bildstabi aus.
ISO400, f/2,8, 1/80s, RAW.
Okay, das Wetter war mies, es hat geregnet und Licht war nicht wirklich vorhanden.
Das Bild ist nicht beschnitten, nicht bearbeitet, nicht geschärft, nur von RAW auf jpg umgewandelt.

Von einigen Fotografen habe ich gehört, daß man mit Sony SLT grundsätzlich keine schärferen Bilder bekommt, was ich nicht glauben kann.
Da ich aber über eine Neuanschaffung eines Tamron 150-600 nachdenke, bin ich nun auch unsicher, ob ich nicht gleich ne andere Kamera kaufen sollte.
Ist von einem APSC-Sensor nicht mehr zu erwarten? Sollte ich auf Vollformat umsteigen?
Ich wäre Euch sehr dankbar für hilfreiche Tips und Infos.
viele Grüße Sylke
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Kamera: SonyAlpha 65
Objektiv: Tamron 90mm f/2,8
Belichtungszeit: 1/80
Blende: 2,8
ISO: 400
Beleuchtung: ohne Blitz
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ: Cullmann Magnesit 525
---------
Aufnahmedatum: 18.09.16
Region/Ort: Chemnitz
vorgefundener Lebensraum: eigener Garten
Artenname: Kohlmeise
kNB
sonstiges: keine Bearbeitung, kein Beschnitt
DSC07949.jpg (458.27 KiB) 976 mal betrachtet
DSC07949.jpg
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Schärfe-Problem

Beitragvon ji-em » So Sep 18, 2016 20:22

Hoi Sylke,

Bei 1/80 Sek ... besteht immer ein Risiko von Verwacklung durch den Auslösefinger ...
Der bekannter Zwick ... !

Hast du schon mal mit eine Draht- oder Fernauslöser versucht ?

Hast du schon mal mit Spiegelhocklappen erst und dann Auslösen probiert ?

Beim Nikon muss ich sogar auf 1. Vorhang für's Belichten schalten um
wirklich scharfe Bilder zu erzielen ... Lästig ... sehr sogar, weil das Auslösen
dadurch recht verzögert wird.

Mal alles ausprobieren ...


Gruss
Jean
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Mein Kommentar wiederspiegelt nur meine momentane, bescheidene, persönliche Meinung.
Bitte, auf kein Fall, persönlich auffassen auch wenn ich mich irreführend mitgeteilt habe.
Ich lese lieber 2-3 aufrichtige, negative Kommentare ... als gar keine ! :-)
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Schärfe-Problem

Beitragvon Harald Esberger » So Sep 18, 2016 21:18

Hi Sylke

Bei 1/80 glaube ich gerne das nicht alle Bilder scharf werden.

Das 150 -600 hat eine Lichtempfindlichkeit von F5 - 6,3, damit wird

das Problem nicht besser. Bei sonnigen Wetter ist das Objektiv klasse,

nur hier wäre das Ergebnis schlechter gewesen.

Da hilft nur ein Lichtempfindlicheres Objektiv, und/oder eine Kamera

die höhere ISO besser wegsteckt.





VG Harald
Zuletzt geändert von Harald Esberger am So Sep 18, 2016 21:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon derflo » So Sep 18, 2016 21:20

Hi Sylke,

mit deiner Cam sind "bumsscharfe" Bilder möglich. Lass Dir keinen Quatsch erzählen.
Ich hab selber lange mit der a77 geknipst und habe jetzt eine a7II. Bei beiden ist die
Schärfe nie das Problem. Außerdem wird die Schärfe eher durch das Objektiv beeinflusst als
durch die Cam.

Bewegungsunschärfe ist hier ehr das Problem. Knips mal ein paar Testbilder bei gutem Licht mit 1/200.
Können ja Blätter sein. Und schau Dir das Ergebnis mal an.

Ich fand aber das 90er Tami auf Entfernung auch nie so super toll. Aber scharf ist es sich auf jeden Fall.

lg
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Beitragvon Harald Esberger » So Sep 18, 2016 21:25

Hallo

Habe ich ganz vergessen... bei genügend Licht macht deine Kamera

knackscharfe Bilder, es liegt nur an der Bewegungsunschärfe, zu lange

Belichtungszeit!!






VG Harald
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Beitragvon rincewind » So Sep 18, 2016 21:37

Hallo,

nimm doch einfach mal ein ganz fein struktriertes unbewegliches Motiv und ein Stativ.
Dann siehst Du was die Kamera kannbzw. wie die äußeren Bedingungen auf das Ergebnis einwirken.

LG Silvio
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Beitragvon Sylke Burkart » So Sep 18, 2016 22:19

danke Euch für die Hinweise und die Motivation, daß es nicht an der Technik liegt.
Stimmt natürlich, die Belichtungszeit ist etwas lang. Ich werde auf besseres Wetter warten und mal ein paar Tests machen.
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Beitragvon krimberger » Di Sep 20, 2016 13:46

Hallo Sylke,
neben der Bewegungsunschärfe gibt es bei Vögel noch ein zweites Problem. Das ist der Fokuspunkt. Genau wie bei deinem Meisenbild ist bei den meisten Klein-Vogelaufnahmen sehr viel Wirrwarr in der Umgebung des Tieres. Ich weiß nicht wie das bei der Sony geht aber bei der Olympus kann ich unterschiedlich große Fokusfelder voreinstellen. Wenn ich nicht das kleinstmögliche einstelle, habe ich das Problem, dass das Ästchen kurz davor oder dahinter für den Fokus verwendet wird und nicht die Augen oder das Gefieder. Der Kontrast der Äste in der Umgebung ist meist stärker als der vom Vogel selbst.

Grüße
Kurt
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Beitragvon makropolus » Di Okt 04, 2016 22:01

Es kann zum einen sein, dass du durch die 1/80 unscharfe Bilder und Verwacklungen bekommst. Es kann jedoch auch ein, dass der AF des Tamrons zu langsam ist und nicht richtig fokussiert, wodurch eine Unschärfe erzeugt wird. Ich kenne das Tamron nicht, habe aber mit dem Sigma 105mm ART fotografiert und sehr gute Bildergebnisse erhalten, wobei ich lieber auf Nummer sicher gehe und eine Verschlusszeit von 1/125 nehme.

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