Mein Grasfrosch - Shooting in Bildern....Ergänzung !!

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gelikrause
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Beitragvon gelikrause » Do Mär 02, 2017 21:42

Hallo Stefan, wieder eine tolle Doku, danke :) Vieleicht klappt dieses Jahr mal, etwas mehr umzusetzen...
LG Angelika

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Beitragvon schaubinio » Fr Mär 03, 2017 00:00

Hey Enrico ein sensibles Thema. Der Teich an dem das Shooting entstand ist ein Ententeich der
über eine Wiese rundum zugänglich ist.

Neben Kurgästen die Enten füttern, spielen auf der Wiese Kinder, und eine Klinik bietet dort auf der
Wiese Bogenschießen an.

Der Uferbereich ist teils mit einer Steinpackung umlegt, die Kamera steht abseits der Gelege.

Bei dem gezeigten Habitat stand ich auf einer Wiese, auf der Jugendliche im Sommer grillen.

Wichtig auch, ich wate nicht mit Gummistiefel durch das Wasser. :wink: Ein Stativ mit einer punktuellen Standfläche von wenigen mm. dürfte keinen Schaden am Gewässergrund verursachen.

Bleibt der berechtigte Kritikpunkt das ich die Frösche stören könnte ?
Dazu soviel : im Gegensatz zu Schlangen sind Frösche weniger störempfindlich.

Sie erledigen ihr Laichgeschäft unabhängig von äußeren Einflüssen ungestört weiter.

Im Gegenteil, Kröten und Frösche reagieren auf Erschütterungen und schwimmen
auf den Urheber zu, um sich in der Annahme es wäre ein Artgenosse, mit ihm einzulassen.

Ich werde mich von keiner Schuld freisprechen wollen, bleibt aber die berechtigte Frage : Dürfen wir überhaupt noch in der Natur fotografieren ?

Ein umgehbarer Teich in einem Kurpark gehört für mich noch zur Wegerandfotografie,
genauso wie ein Teich an dem gegrillt, geangelt oder gezeltet werden darf.

Auch Angelteiche sind Habitate die Wegerandfotografie auf Amphibien zulassen.

Anders bei NSG.s die in unzugänglichen Territorien liegen.

Enrico, ich möchte, wie man hier auch deutlich herauslesen kann, dazu beitragen
das man eben nicht mit Gummistiefel durchs Wasser waten muss ,um gute Bilder zu
machen.

Mein Stativ ist der einzige Berührungspunkt zum Habitat. Ich weise im Text darauf hin ,das man
von Laichballen fernbleiben soll.

Durch mein Verhalten wird auch kein Bakterium übertragen, das übrigens hauptsächlich dem Feuersalamander gefährlich werden könnte. :wink:

Ich hoffe meine Doku. trägt dazu bei, wie man schonend und eigenverantwortlich gute Amphibienbilder machen kann.

Im übrigen wurde mein Stativ nur einmal positioniert. Ich hoffe das ich Deine Bedenken nun
etwas entkräften konnte.

Wenn jemand davon profitieren kann, dann sind es die Amphibien selbst.

Ich muss nicht mitten im Wald einen Tümpel aufsuchen, wenn es doch so viele Angel und Ententeiche
gibt, die man über Wege gefahrlos erreichen kann ohne große Schäden zu verursachen.
Zuletzt geändert von schaubinio am Fr Mär 03, 2017 01:04, insgesamt 2-mal geändert.
L.g Stefan, der mit dem -f-

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Beitragvon Sven A. » Fr Mär 03, 2017 00:17

Moin Stefan,
wieder ein sehr gut gemachtes Tutorial :-)

Enrico hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Das wird aber nicht angesprochen.
Warum ? Weil der ein oder andere von diesem Beitrag profitieren kann ?

Moin Enrico,
das klingt etwas harsch aber gut, dass du das ansprichst :-)
Ich möchte Stefan an dieser Stelle etwas in Schutz nehmen, weil ich ihn kenne und er weiß was er tut.
Richtig ist, dass man bei diesen Anleitungen immer darauf hinweisen sollte, dass man und wie man behutsam beim Shooting vorgeht.
Im Prinzip gilt das Gleiche wie in der Wiese. Wenn ich ein paar Schritte ins Wasser gehe, sollte man sich langsam bewegen,
damit Tiere im Schlamm auch flüchten können. Ebenso sollte man darauf achten, die Vegetation nicht "platt zu machen".
Frösche und Kröten, welche geflüchtet bzw. abgetaucht sind, kommen bald wieder und wenn man sich dann nicht oder nur sehr langsam bewegt,
dann registrieren sie einen nicht und bleiben. Frösche zu traktieren, zu fangen und in Pose zu setzen verbietet sich selbstverständlich.
Ich erwähne dass, obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass man mit solchen Versuchen überhaupt Erfolg hat.
Natürlich hinterlässt man Spuren, auch wenn man sehr behutsam vorgeht.

Um solche Bilder machen zu können, suche noch immer ein geeignetes Habitat, wo man mit dem Tele vom Land aus fotografieren kann.
Die Störung der Tiere halte ich bei behutsamen Vorgehen für kaum relevant, sofern man weiß wie man sich verhalten muss.

Enrico hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Desweiteren besteht die Gefahr das Du den fiesen Pilz
verschleppst, der tödlich für Amphibien ist.


Es geht dabei um den Chytridpilz der für ein weltweites Amphibiensterben verantwortlich ist.

Das ist sicher dein wichtigster Hinweis! Hier würde sich ein Thread in der Plauderecke anbieten, um das zu diskutieren.
Da tragen wir vermutlich eine große Verantwortung an den Schuhen mit uns rum.
Vor zwei Jahren war ich vermehrt in verschiedenen Feuchtgebieten unterwegs und habe danach nicht nur die Schuhe mit Wasser gereinigt,
sondern auch desinfiziert, später dann nochmals mit klarem Wasser nachgespült.
Ob das eine wirkungsvolle Behandlung war oder ob man besser anders vorgeht, wäre noch zu besprechen.

Dass das bisher hier nicht angesprochen wurde liegt sicherlich daran, dass wir "alten Hasen" diese Dinge schon so oft diskutiert und verinnerlicht haben.
Aber du hast absolut recht, dass besonders in einer Anleitung für Anfänger klar und deutlich darauf hingewiesen werden muss!

Viele Grüße
Sven (der zur Zeit, keine selbige hat)
Zuletzt geändert von Sven A. am Fr Mär 03, 2017 00:33, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon schaubinio » Fr Mär 03, 2017 01:00

Hey Sven, Danke für den Link :sm2:

Ergänzend bitte ich darum, das ihr Euch mit diesem untenstehenden Thema


:blush2:
https://de.wikipedia.org/wiki/Chytridpilz


eingehend befasst.



Es geht um einen Pilz der durch Verschleppung von einem Waldgebiet zum anderen
eine Gefahr für manche Lurche birgt.

Sven erklärte schon richtig, das man durch Reinigungsmaßnahmen der Schuhe ein gewisses
Übertragungsrisiko mindern kann.

Danke Enrico und Sven für diesen sehr wichtigen Hinweis. :admin:
L.g Stefan, der mit dem -f-



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Beitragvon Enrico » Fr Mär 03, 2017 06:26

Sven A. hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Moin Stefan,
wieder ein sehr gut gemachtes Tutorial :-)

Enrico hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Das wird aber nicht angesprochen.
Warum ? Weil der ein oder andere von diesem Beitrag profitieren kann ?

Moin Enrico,
das klingt etwas harsch aber gut, dass du das ansprichst :-)
Ich möchte Stefan an dieser Stelle etwas in Schutz nehmen, weil ich ihn kenne und er weiß was er tut.


Hallo Sven,

Du musst Stefan gar nicht in Schutz nehmen.
Ich kenne ihn zwar nicht persönlich, aber schätze ihn anhand der Texte, die er hier verfasst, schon so ein, das er sein Hobby
sehr gewissenhaft ausübt.
Mein Text richtete sich auch gar nicht gegen ihn persönlich. Mich hat nur gewundert, das die Vorgehensweise generell nicht angesprochen wurde.
So als wäre es für jedermann selbstverständlich und auch voll in Ordnung in die Gewässer zu steigen, oder zumindest sein Stativ dort zu platzieren.
Ohne hier zur Hetze aufrufen zu wollen, hat es mich nur gewundert, das diese Vorgehensweise, in keinster Weise angesprochen wurde.
Habe gestern abend einfach nur mal laut gedacht und musste die Zeilen einfach verfassen. :mail1:
LG Enrico


Ein Kind zu lehren, nicht auf eine Raupe zu treten
ist ebenso wertvoll für das Kind, wie für die Raupe.

-Bradley Miller-
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Beitragvon TU » Fr Mär 03, 2017 06:32

Hi Stefan,
eindrucksvolle Doku.
Ich hätte wohl nie versucht, an einem solch verkrautetem Tümpel
solche Bilder zu machen. Wie man sieht ist das ein großer Fehler.
Danke für deine Mühe!

@Enrico:
Hi Enrico,
vielleicht hat bis jetzt auch noch keiner etwas dazu geschrieben,
wie und ob man ein Stativ oder die Füße ins Wasser stellen darf oder kann,
weil alle Leser bisher davon ausgehen, dass jeder hier anwesenden Naturfotografen,
dies selbstverständlich mit der größtmöglichen Sensibilität tun?!
Ich bin kein Verfechter oder Liebhaber des erhobenen Zeigefingers
und auch der Meinung, dass hier schon viel zu oft und zu schnell dieser erhoben wurde.
Für deinen Hinweis mit dem Pilz bin ich dir allerdings dankbar,
das war mir bisher weder bekannt noch bewusst.
Werde mich deshalb jetzt mal näher damit beschäftigen.
Zuletzt geändert von TU am Fr Mär 03, 2017 06:42, insgesamt 1-mal geändert.
LG Torsten.
Ich seh´ die Welt, wie ich sie seh´!
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Beitragvon Harmonie » Fr Mär 03, 2017 08:08

Hallo Stefan,

tolle Doku, keine Frage.
Deine Kamera so extrem einzusetzen.......mutig kann ich da nur sagen. Da brauch nur mal der Boden ein klein wenig nachgeben und dann wars das.
Ich ginge so ein Risiko nicht ein.
Die Fragen, die Enrico stellte, gingen mir auch beim Lesen deines Eingangstextes und Betrachten der Bilder durch den Kopf.
Ich setze da auch voraus, dass du verantwortungsbewußt vorgegangen bist.
Ich pers. würde das nicht so machen.
Zum einen möchte ich keinen Tauchgang meiner Kamera provozieren, das wären mir die Bilder dann nicht wert -
und zum anderen: du mußt ja zum Scharfstellen, wenn ein/e Forsch/Kröte auftaucht, ja an die Kamera ran und betrittst dann das Gewässer und
wühlst den Untergrund samt der darin befindlichen Lebewesen damit auf.
Oder wartest du, bist ein Frosch etc. direkt vor deinem eingestellten Fokusbereich sitzt?
Naja, dass muß jeder für sich selbst entscheiden.
Ich bin eh nicht der Lauerfotograf sondern eher gehe ich auf Entdeckungstouren.
Aber alle Achtung und Dank für deine Mühen für diesen guten, mit Bilder untermalten, Bericht.

LG
Christine
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Beitragvon schaubinio » Fr Mär 03, 2017 09:21

Hey Freunde,ich fahre heute mittag nochmal zum Habitat, mache ein Bild des Ufers
und versuche damit aufzuklären, das ich nicht einen Tritt ins Wasser machen musste.

Meine Kamera bediene ich ausschließlich von einer Steinschüttung aus.

Ich kann irgendwie gerade nicht folgen,weshalb mir bei einigen Beiträgen dies unterstellt wird :roll:

Wenn ich so vorgehen würde,hätte dieser Beitrag seinen Sinn verfehlt :wink:
Das fotografieren geht auch vom Ufer aus, ohne dabei nasse Füsse zu bekommen :yes4:
L.g Stefan, der mit dem -f-



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Beitragvon schika » Fr Mär 03, 2017 09:53

Hallo Stefan,
vielen Dank für die ausführliche und anschauliche Beschreibung. Ich finde es immer sehr spannend, wie andere Fotografen arbeiten,
wie sie sich den besten Weg zurechtlegen und was man für sich da alles lernen kann.
Dass du das Stativ so versenkst, war mir nicht bewusst :-) und nachdem ich die Serie gesehen habe, vermisse ich schon das Klappdisplay...
ich liege nämlich immer dann genau in dieser Pfütze und versuche die Kamera am Bohnensack im Wasser ruhig zu halten... :sorry: .
Meine Arbeitsweise muss ich diesbezüglich wohl noch überdenken :-D
Liebe Grüße
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Beitragvon Harmonie » Fr Mär 03, 2017 10:27

Hallo Stefan,

schaubinio hat geschrieben:Ich kann irgendwie gerade nicht folgen,weshalb mir bei einigen Beiträgen dies unterstellt wird :roll:


ich denke, das wollte und will niemand, aber das Fragen auftauchen ist eigentlich normal.
Du beantwortest sie ja auch gleich und das ist prima so.
Wir sind nicht vor Ort und noch so viele Bilder können einfach nicht das wiedergeben, was du vor Ort siehst.
Vllt. nimmst du mal jemanden mit, der dich dabei fotografiert.... :lol: :wink:

schaubinio hat geschrieben:Wenn ich so vorgehen würde,hätte dieser Beitrag seinen Sinn verfehlt :wink:


Da gebe ich dir recht und das du die Sache ernst nimmst und bewußt vorgehst, geht aus deinem Bericht und deinen anschließenden
Antworten auf Fragen ja hervor.
Also....alles gut....

LG
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