Kurzes Hallo - Empfehlung Kamera

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MakroMaulwurf
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Beitragvon MakroMaulwurf » 19. Sep 2021, 20:05

Hallo zusammen,

Als Neuling in diesem Forum kurz zu mir: Ich heiße Bernd, bin bald 50 und möchte in die Makrofotographie einsteigen. Bislang habe ich Astrophotos gemacht, bin aber an einer Grenze angekommen, an der ich richtig investieren muss. Also suche ich neue Motive, die es in der Natur gibt, die man nur nicht mal eben sehen kann.

Zu den Motiven, die ich photographieren möchte, gehören insbesondere Insekten: Spinnen, Fliegen, Heuschrecken,...Mein Ziel ist es auch eines Tages fliegende Insekten abzubilden.

Zur Ausrüstung: Derzeit Null. Meine Astrokamera ist zwar eine EOS 1000D, deren Chip ist aber umgebaut. Bei meinen Recherchen habe ich wahrgenommen, dass Systemkameras sehr gut geeignet sind, da sie keinen Spiegel haben und somit schneller sind (habe ich das richtig verstanden?). Hier in der Gallerie ist mir immer wieder die Olympus OM-D E-M1 aufgefallen, die meinen ursprünglichen preislichen Rahmen zwar sprengt, aber die Bilder überzeugen mich. Nun zu meinen Fragen:
    Welche anderen vergleichbaren Kameras könnt ihr in der Preislage (oder billiger) empfehlen?
    Gibt es Möglichkeiten Lichtschranken als Auslöser an die E-M1 anzuschließen? Oder gibt es heute ganz andere Techniken fliegende Insekten abzulichten?
    Ist die Brennweite 60mm für einen Anfänger geeignet oder sollte es besser ein Zoom sein?
    Wenn ich mir Kamera und Objektiv kaufe, was sollte ich direkt dazu kaufen, weil es ansonsten keine guten Ergebnisse gibt?

Aus meinen Astronomieanfängen weiß ich, dass manch Anfängerfragen zeigen, dass man auf dem Holzweg ist. Also sagt mir bitte auch, wenn ich die falschen Fragen stelle und anders denken muss!

Nun freue ich mich auf eure Antworten!

Viele Grüße

Bernd
Viele Grüße
Bernd
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Beitragvon mischl » 19. Sep 2021, 21:21

Hallo Bernd,

willkommen hier im Forum. Kamera-Empfehlungen finde ich immer schwierig, weil jeder etwas anders arbeitet und andere Vorlieben hat, z.B. auch was Menu-Führung angeht.
Entscheidend ist sicher die Sensorgröße, FF - APSC - MFT. Wie groß sind meine Motive, wieviel ST brauche ich, der kleinere Sensor bringt mehr ST das kann sich je nacht Motiv auszahlen aber evtl. auch etwas hinderlich sein. Auch das Gewicht der Ausrüstung sollte nicht vernachlässigt und in die Entscheidung mit eingebunden werden.
Dann stellt sich vielleicht auch die Frage, wann du auf Fototour gehen wirst, ehrer früh morgens wenn die Tiere noch ruhen, oder tagsüber wenn sie aktiv sind. Davon hängt dann vielleicht ab, ob du ein Stativ benötigst oder vielleicht mit Blitzlicht arbeiten möchtest.
Das waren nun sicher keine Antworten auf deine Frage, sondern eher neue Fragen, sorry.

Ich habe eine Nikon FF für das Fotografieren vom Stativ, wenn die Insekten noch ruhen. Gründe für diese Cam waren bei mir u.a. ISO-Fähigkeit, gute Auflösung, geringe ST bei Offenblende
Zudem nutze ich aber auch sehr viel die EM-1 für aktive Insekten und Spinnen und für größere ABM sehr kleiner Tierchen. An ihr kommt mir die Handlichkeit zugute und der kleinere Aensor mit der höheren ST, da ich meist noch eine zusätzliche Vergrößerungslinse nutze, was die ST verringert

Vielleicht hilft dir das ja schon mal was weiter für deine Überlegungen
Lieben Gruß
Mischl
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Beitragvon Freddie » 19. Sep 2021, 21:59

MakroMaulwurf hat geschrieben:
    Ist die Brennweite 60mm für einen Anfänger geeignet oder sollte es besser ein Zoom sein?
Bernd


Herzlich willkommen, Bernd.

Die Olympus M1 ist sicher keine schlechte Wahl und wird häufig hier benutzt.
Ebenso ist das 60er Makro hier sehr beliebt.
Trotzdem muss diese Kombi nicht zwangsläufig auch für dich passen.

Ich fotografiere ja auch mit einem MFT-Modell (Panasonic G9), aber das 60er Makro hat mir persönlich viel zu wenig Brennweite.
Weil Oly keine größere Makro-BW anbietet, benutze ich stattdessen lieber ein adaptiertes Sigma 150.
Letztlich musst du selber einschätzen, ob du mit der so kleinen BW von 60 mm z. B. aktive Falter oder Libellen erwischen kannst.
Meine Kritiken spiegeln nur meine persönliche Ansicht wider.
Sie sollen helfen, sind aber völlig unverbindlich und keinesfalls böse gemeint.
Alle hier von mir gezeigten Bilder dürfen ungefragt für die Artengalerie verwendet werden.
Liebe Grüße und allzeit Gut Licht, Friedhelm.

Hier könnt Ihr meine Homepage besuchen: http://freddies-makro-blog.blogspot.de/
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Beitragvon Werner Buschmann » 19. Sep 2021, 22:14

Hallo Bernd,

es gibt keine Kamera, die eine eierlegende
Wollmilchsau ist.

Wie es Mischl bereits sagte, willst Du auch ganz kleine
Motive fotografieren, z.B. Kugelspringer oder Springspinnen,
dann ist eine Kamera mit MFT-Sensor von Vorteil, durch den 2fach Crop
gegenüber Vollformat.
Nachteil ist sicherlich das höhere Rauschen von MFT gegenüber den modernen spiegelfreien
Vollformatsensor.
Ein ganz wichtiger Punkt ist sicherlich die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit des
Autofokus, da liegt sicherlich Olympus ganz weit vorne.
Ich könnte Dir im Augenblick nicht aus vollem Herzen ein bestimmtes
Kamerasystem empfehlen, denn letztlich geht es darum, die Entscheidung für
ein bestimmtes Kamerasystem, wo letztlich die Objektive die höchsten Kosten
verursachen werden.
________________
Liebe Grüße, passt auf Euch auf und vergesst das Lächeln nicht!
Werner
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im Forum gezeigten Bilder.
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Beitragvon Harald Esberger » 19. Sep 2021, 22:53

Hi Bernd

Dem schon geschriebenen kann ich mich anschliessen.

Ich selbst fotografiere gerne am Morgen vom Stativ aus,

der etwas kleinere ABM ist mein Ding, dazu ist sicher eine

FF Kamera die richtigste Wahl. Solltest du andere Vorlieben

haben würdest du dich mit meinem System schwer tun.


VG Harald
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: durch Nachdenken ist der edelste, durch Nachahmen der einfachste, durch Erfahrung der bitterste.

Konfuzius


ich freue mich wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.

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Beitragvon Benjamin » 20. Sep 2021, 19:27

MakroMaulwurf hat geschrieben:... Hier in der Gallerie ...


Servus Bernd,
wenn Du Bilder wie in der Galerie machen willst, brauchst Du für die meisten ein Stativ mit möglichst geringer Mindesthöhe, einen ausreichend stabilen Kugelkopf oder Getriebeneiger und idealerweise einen Makroschlitten.
Am besten alles mit Arca-kompatibler Klemme, das ist zwar anfangs teuer, spart aber langfristig Geld, weil Du eben nicht 2x kaufst (so wie ich als Anfänger). Ein Fernauslöser (Kabel o. Funk), ein Faltreflektor und eine Pflanzenklammer gehören für die Stativknipserei auch dazu.
Auch wichtig: Ein penetranter Wecker. :DD

Gerade wenn das Budget knapp ist, ist mFT sicher eine gute Wahl. Der Gebrauchtmarkt im DSLR-Forum ist da hilfreich.
Wenn die EM-1 das Budget sprengt, tut es auch eine Oly EM-5 II o. was äquivalentes von Panasonic.
Die Kamera sollte auf alle Fälle schon stacken können, sonst verzichtest Du auf einen großen Vorteil des Systems.
Einen sensorbasierten Stabi sollte sie auch haben, keine Ahnung wie es damit bei Panasonic ausschaut.
Das 60/2,8 von Olympus ist mMn def. das beste native Makro für mFT, längere Brennweiten (adaptiert oder als natives Tele) sind eine gute Ergänzung (die aber auch schnell richtig ins Geld geht).
Zur Lichtschranke: Google-Suche nach Olympus und Lichtschranke spuckt aus https://eltima.de/olympus.html
Scheint zu gehen. Ob das die richtige für Deine Bildideen ist, mußt Du selbst entscheiden.

Täusche Dich aber nicht, die allermeisten Bilder hier im Forum kannst du mit jeder halbwegs modernen Systemkamera machen.
Ob DSLR oder DSLM macht da für's Bild keinen Unterschied.
Wenn Du noch ein paar Canon-Objektive hast, ist eine gebrauchte EOS vielleicht die günstigere Wahl.
50D/60D/70D oder gar eine 5D II oder III kriegst Du mittlerweile fast hinterhergeworfen.
Ein 90er/100er Makro drauf und Du bist da auch gut dabei.
Viele Grüße,
Benjamin
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Beitragvon hawisa » 20. Sep 2021, 20:10

Hallo Bernd,

herzlich willkommen hier im Forum.

Werner hat es schon auf den Punkt gebracht: Es gibt nicht "die" Kamera oder "das" System.

Ich habe mir eine Olympus-Kamera gekauft, weil sie für mich handlich, klein und relativ wenig Gewicht hatte.
Hatte keine Lust mehr, so viel Gewicht mit mir rumzuschleppen.
Erst ein E-M5 Mark 1 dann eine E-M1 Mark 1. Die E-M1 hatt mehr Bedienungsknöpfe, war noch handlicher und hatte mehr Funktionen.

Habe mir in diesem Sommer eine E-M1 Mark III gekauft, da sie einen noch beserern Autofokus und Stabi hat als die Mark I.
Der Kamera-Stabi führt dazu, dass ich alle möglichen Fremdobjektive benutzen kann und auf den Stabi nicht verzichten muss.

So viel ich weiß, hat Panasonic keinen Kamera-Stabi sonder verbaut die Stabis in den Objektiven.

Ja, dass 60er Makro ist auch etwas für Anfänger.
Ich benutze aber auch das 40 - 150 Pro von Olympus für die Makrofotografie insbesondere für Frösche und Libellen.
Habe festgestellt, dass die Freihandaufnahmen mit der neuen Kamera bessere Ergebnisse bringen. Da kann ich so manches Mal auf ein Stativ verzichten.

Ein gutes Stativ ist aber sehr empfehlenswert.
Einen Auslöser benutze ich nicht mehr, da ich diese Funktion über mein Smartphone steuere.

Schau dich mal auf den Gebrauchtmarkt um.
Eine E-M5 II oder E-M1 bekommst du schon relativ preisgünstig.

Ob andere Kamerasysteme oder einzelne Kameras besser oder schlechter, handlicher oder nützlicher sind, kann ich nicht beurteilen, da ich sie nicht habe. :D
Liebe Grüße und immer "Gut Licht"
Willi

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Beitragvon MakroMaulwurf » 20. Sep 2021, 20:57

Hallo zusammen,

vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Anregungen. Jetzt habe ich erst einmal viel zu bedenken und zu recherchieren, insbesondere welche Brennweite für mich in Frage kommt und was ich dafür ausgeben möchte . Ein Stativ wird dann wohl zur Erstausstattung gehören, Makroschlitten sollte wohl schnell folgen. Die Lichtschranke hat dann noch Zeit...
Mein erstes gelungenes Bild werdet ihr dann zusammen mit meiner Entscheidung für die Ausrüstung sehen.

Viele Grüße
Bernd
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Bernd
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Beitragvon Freddie » 21. Sep 2021, 07:10

hawisa hat geschrieben:
So viel ich weiß, hat Panasonic keinen Kamera-Stabi sonder verbaut die Stabis in den Objektiven.



Hallo Willi,

wie kommst du darauf????
Selbstverständlich haben auch die Panasonic-Modelle seit Jahren schon einen Gehäusestabi.
Er funktioniert auch sehr gut.
Meine Kritiken spiegeln nur meine persönliche Ansicht wider.
Sie sollen helfen, sind aber völlig unverbindlich und keinesfalls böse gemeint.
Alle hier von mir gezeigten Bilder dürfen ungefragt für die Artengalerie verwendet werden.
Liebe Grüße und allzeit Gut Licht, Friedhelm.

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Beitragvon hawisa » 23. Sep 2021, 21:02

Freddie hat geschrieben:Quelltext des Beitrags
hawisa hat geschrieben:
So viel ich weiß, hat Panasonic keinen Kamera-Stabi sonder verbaut die Stabis in den Objektiven.



Hallo Willi,

wie kommst du darauf????
Selbstverständlich haben auch die Panasonic-Modelle seit Jahren schon einen Gehäusestabi.
Er funktioniert auch sehr gut.


Hallo Friedhelm, Hallo Bernd,

da war ich falsch informiert.

:admin: Friedhelm für die Richtigstellung
Liebe Grüße und immer "Gut Licht"
Willi

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