Grossformat Objektiv

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Beitragvon Guppy » Mi Apr 12, 2017 18:53

Hallo

Für meine Makro Bilder (1:1 bis etwa 8:1) verwende ich gute Vergrösserungsobjektive und Grossformat Objektive.
Nun habe ich das Grossformat Objektiv Schneider-Kreuznach Symmar-S 5.6/150mm an meine Nikon D600 Vollformat so angeschlossen dass ich damit auch
im verkleinernden Massstab fotografieren kann, z.B. Bildbreite 14cm (1:4) und bin von der Bildleistung begeistert.
Das ist was für geduldige Fotografen, die Zwischenringe und Balgen besitzen und wenige hundert Euro die sie los werden möchten.
Die analoge Grossformat Fotografie, zum Beispiel mit Negativformat 120mm x 120mm ist nicht mehr so verbreitet,
entsprechend sind Objektive, die einst mehrere tausend Euro kosteten, inzwischen im Gebrauchtmarkt für wenig Geld zu erhalten.
Schliesst man ein Grossformat Objektiv mit einem Bildkreis von z.B. 170mm an eine digitale Vollformat Kamera an, die eine Chipdiagonale von 43mm besitzt,
kommt man in den Genuss des Sahnehäubchens betreffend Bildqualität, vor allem in den Ecken ist die Auflösung so gut wie in der Bildmitte und CA's sind absolut keine zu sehen.
Das Auflösungsvermögen in der Bildmitte ist minim geringer wie bei modernen Kleinbildobjektiven, doch nicht so kontrasthart.
Anbei Bilder, wie man ein Schneider-Kreuznach Symmar-S 5.6/150mm an einer Nikon D600 anschliessen kann.
Die Blende 5.6 ist nicht gerade lichtstark, doch sie kann mit bester Abbildungsleistung verwendet werden.
Grossformat Objektive, zeigen nicht ihre beste Leistung, wenn sie um 2 Blenden geschlossen werden, sondern bei maximal geöffneter Blende.

Wer selber schon Erfahrungen sammeln konnte, oder Interesse an weiteren Informationen hat, ist herzlich willkommen.

Anbei noch ein Bild und ein Ausschnitt vom Bild.

Kurt
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DSC07220_01.JPG (236.25 KiB) 362 mal betrachtet
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Ausschnitt
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_DSC3267_05_Ausschnitt.JPG
Zuletzt geändert von Guppy am Mi Apr 12, 2017 19:07, insgesamt 1-mal geändert.
Eine Theorie stimmt nur, wenn sie sich in der Praxis bestätigt.
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Beitragvon hawisa » Mi Apr 12, 2017 20:31

Hallo Kurt,

da scheinst du ja was gutes zu haben.
Ich bewundere immer, was ihr hier für einen technischen Aufwand betreibt.

Die Detailaufnahme des Blütenkörbchen sieht doch schon sehr gut aus.

Dann freue ich mich schon auf Bilder, die du mit diesem Objektiv machst.
Liebe Grüße und immer "Gut Licht"
Willi

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Beitragvon komet » Do Apr 13, 2017 10:31

Hallo Kurt,

ich habe dieses Objektiv auch. Es wäre in Normalposition sehr gut für den Maßstab 1:4 geeignet. Warum verwendest Du es in Retrostellung?
Schneider empfiehlt 2 Stufen abzublenden, sogar bis zu 3 Stufen. Ich habe Tests gemacht und ca. eineinhalb Blendenstufen als guten Kompromiss gesehen. Aber gegen ein modernes 4,5/90mm Apo-Digitar oder Apo-Componon hat es keine Chance.
Wahrscheinlich liegt es daran, daß es für 9x12cm gerechnet wurde und mit meiner D800 nicht so gut harmoniert.

Gruß, Martin
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Beitragvon Guppy » Do Apr 13, 2017 11:37

Hallo Martin

Die Retrostellung verwendete ich, weil es sich so einfacher montieren liess.
Inzwischen habe ich es normal montiert.

" Das Auflösungsvermögen in der Bildmitte ist minim geringer wie bei modernen Kleinbildobjektiven, doch nicht so kontrasthart."

Ich habe da eine Fehlüberlegung gemacht und die Auflösung mit dem Symmar an der Nikon D600 mit Messungen von Kleinbildobjektiven an der Nikon D810 verglichen.
Die Nikon D600 löst nicht so hoch auf wie die D810.

" Schneider empfiehlt 2 Stufen abzublenden, sogar bis zu 3 Stufen."

Dies trifft sicher bei Gebrauch an einer Grossformat Kamera zu, da abgeblendet, die Randauflösung nicht so stark abfällt. Also ein ausgeglicheneres Bild ergibt.
Da ich mit einer Kleinbildkamera den Randbereich des Objektivs nicht abbilde, kann ich mich auf einen kleineren Bildkreis beschränken
und da zeigt sich bei offenster Blende von 5.6, in der Bildmitte die höchste Auflösung und der Randbereich am Kleinbildformat weist eine Auflösung auf,
die minim, weniger wie 5%, geringer ist.

Es ist natürlich auch eine Kostenfrage. Das Schneider-Kreuznach Symmar-S 5.6/150mm ist für etwa 150.- Euro zu erhalten, die Apo-Digitar für mehrere tausend Euro.

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Beitragvon komet » Do Apr 13, 2017 18:06

Hallo Kurt,

mein Denkfehler war, das Objektiv im Nahbereich einzusetzen. Es ist zwar gutmütig, aber bei 1:1 ist die Bildqualität nicht mehr akzeptabel.
Und der Auszug ist sehr lang. Mein Makro-Symmar HM 120/5,6 ist von 4:1 bis 1:4 optimal und auch bei größeren Entfernungen besser.

Gruß, Martin
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Beitragvon Guppy » Do Apr 13, 2017 19:29

Hallo Martin
Schau hier:
Das Schneider Kreuznach Symmar S 150mm f/5.6 bei 2:1 an der Nikon D810
viewtopic.php?f=149&t=122664

Kurt
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Beitragvon komet » Do Apr 13, 2017 20:13

Guppy hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Hallo Martin
Schau hier:
Das Schneider Kreuznach Symmar S 150mm f/5.6 bei 2:1 an der Nikon D810
viewtopic.php?f=149&t=122664

Kurt


Sieht gut aus, Gruß, Martin
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Beitragvon komet » Fr Apr 14, 2017 10:11

Hallo Kurt,

wie hast Du den langen Balgenauszug bewältigt?

Gruß, Martin
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Beitragvon Guppy » Fr Apr 14, 2017 10:23

Hallo Martin

Das Objektiv ist vorerst mit Heissleim an einem Zwischenring montiert, hält gut und ist absolut reversibel.
Als Blende ist ein schwarzes Papier am Objektiv befestigt.

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Beitragvon manni53 » Sa Apr 15, 2017 13:38

Hallo Kurt,

da an Bildkreisdurchmesser kein Mangel herrscht, :wink:
machen sich hier auch die Apo Ronare (sehrGut+Günstig) prima.
Bei "kleinstmöglichem" Gewicht lassen sich mit der Sinar Norma
beliebig viele Balgen über Hilfsstandarten verbinden.
Alles wie gehabt - einfach nur das Rückteil durch die Platte mit der DSLR ersetzen.

Gilt für Fotografen eigentlich ein Kopftuch-Verbot? :wink:
Freundlichen Gruß, Manfred

Vorne hui - hinten pfui ?
Naturschutz hinter der Kamera !

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