Meyer Görlitz Trioplan 100mm
Verfasst: 29. Mär 2021, 17:35
Vor Wochen habe ich mir ein solches Objektiv (ältere Bauweise) mit EXA-Anschluss gegönnt. Die Ernüchterung war gross, da ich in dieses Objektiv und in mich selbst fürs Erste zu viel erwartet habe. Die schönen Kringel fallen ja nicht einfach so vom Himmel. Lichtverhältnisse, Abstand, Reflektionen und vieles muss passen, damit sich solche Aufnahmen überhaupt bewerkstelligen lassen. Es braucht viel Zeit, Erfahrung und vor allem Geduld. Der Umgang damit ist nach ersten Aufnahmen ziemlich anspruchsvoll. Auf MFT adaptiert (Panasonic GH5) war ich mit der Bildqualität unzufrieden. Dies liegt an meiner eigenen Unfähigkeit, am kleinen Sensor und am schwierigen Umgang mit der exakten Fokussierung (Fokus Peaking). Mein Frust liess sich fürs Erste dadurch kompensieren, indem ich diese Linse an meine Nikon D810 (Vollformat) adaptiert habe. So war eine saubere Fokussierung für mich möglich. Obwohl das Auflagenmass nicht genau stimmt, war mir dies egal. Ich wollte ja nur im Nahbereich fotografieren. Mit dem Resultat, dass selbst im Nahbereich und bei Blende 2.8 diese runden scharfen Kringel nicht mehr umsetzbar sind. Ich bin fürs Erste sehr frustriert, möchte aber nicht die Flinte ins Korn werfen. Für mich ist es im Moment fraglich, was diese Optik an Bildqualität bietet und wo die optischen Grenzen liegen. Auf MFT fotografiert sind die Tonwerte nicht ausgewogen (die Lichter sind ausgefranst), Farbsäume etc. Für mich sind die Preise und der Hype um dieses Objektiv (auch ältere Bausweise) fürs Erste nicht nachvollziehbar. Die Preise auch nicht. Es möge ich jemand bitte korrigieren, wenn andere Erfahrungen zu anderen Ergebnissen führen.
Liebe Grüsse
Martin
Liebe Grüsse
Martin