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Verfasst: 2. Dez 2006, 15:26
von Tim Feddern
Hallo,
zu aller Erst: Wie heißt du denn mit Vornamen?
Warum möchtest du ein 70-300er Objektiv haben, obwohl du Oberflächen abfotografieren willst?
Als Makroobjektive eignen sich im allgemeinen Festbrennweiten, also keine Zooms.
Die D50 ist meiner Meinung Nach durchaus geeignet. Selber habe ich das Tamron 90mm Makro. Vielelicht würde auch schon ein 50mm reichen.
Welche Oberflächen möchtest du denn fotografieren? Steinmauern, Kiselstrukturen oder Härchen?
Mal abwarten was meine "Nachfolger" zu meinen sehr verallgemienerten Aussagen sagen

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Gruß
Tim

Verfasst: 2. Dez 2006, 16:00
von Tim Feddern
Hallo Dominik,
unter welchen Bedingungen wirst du fotografieren (im Freien oder mit Kunstlicht)? Denn davon hängt stark ab ob du ein Stativ brauchst.
Könntest du mal ein paar kleine Vorschaubilder hier anhängen, damit wir sehen was du meinst?! Pilze? Blumen? Moos? Erde? Steine? Oder etwas ganz anderes? Welche Dimensionen? Welche Lichtart?
Verfasst: 2. Dez 2006, 16:14
von Tim Feddern
Wenn du einigermaßen Englich beherrscht (Schulenglich +
www.leo.org) sollest du hier
www.photozone.de einen Endruck über die Objektivpalette bekommen. Grundlegend stell sich die Frage, ob ein Bildstabilisator benötigt wird (bei wenig Licht), denn dieser treibt die Kosten des Objektivs mächtig in die Höhe.
Für die Nikon D50 musst du die angegebene Brennweite eines Objektives mit 1,5 multiplizieren (Crop) um die effektive Brennweite zu bestimmen. Der Crop resultiert aus dem kleineren Chip (im Verhältnis zum Kleinbildfilm). Beispiel: 90mm * 1,5 = 135mm. So lassen sich Brennweiten vergleicehn.
Verfasst: 2. Dez 2006, 17:51
von 01af
Dominik, die Nikon D50 ist für deine Zwecke sehr gut geeignet. Doch ich denke, wenn's eine Nikon der Einsteigerklasse werden soll (und nichts spricht dagegen), dann solltest du doch eher die neuere D40 ins Visier nehmen. Warte bis nach Weihnachten, dann werden die Preise noch fallen.
Das Objektiv, das du dir da ausgesucht hast, ist hingegen völlig ungeeignet. Nimm lieber ein richtiges Makroobjektiv. So ein 70-300-Telezoom wäre zwar vielseitiger für die allgemeine Fotografie, ist aber ungeeignet für die Makrofotografie, selbst wenn es die Bezeichnung "Macro" im Namen tragen sollte.
Es gibt eine Menge verschiedener echter Makroobjektive. Welches für dich am geeignetsten ist, hängt von deinen Aufgabenstellungen ab. Am besten, du malst dir einmal auf ein Blatt Papier ein Rechteck mit etwa 15 x 23 mm Größe. Dinge, die so groß sind, daß sie gerade in dieses Rechteck hineinpassen, würdest du mit einer Nikon D50 oder D40 oder einer ähnlichen D-SLR-Kamera im Abbildungsmaßstab 1:1 aufnehmen. Diese Größe ist eine wichtige technische Grenze; sie zu überschreiten, ohne an Abbildungsleistung zu verlieren, erfordert einen gewissen Aufwand. Bis 1:1 hingegen ist alles recht einfach.
Sind die kleinsten Dinge, die du je aufnehmen willst, also nicht kleiner als dieses Rechteck, dann kauf dir ein Makroobjektiv mit 90, 100 oder 105 mm Brennweite, z. B. von Tamron, Tokina oder Sigma.
Möchtest du aber noch kleinere Dinge groß ins Bild setzen können, d. h. den Abbildungsmaßstab von 1:1 überschreiten, dann kauf dir ein Makroobjektiv mit 50 mm (z. B. Sigma) oder 55 mm Brennweite (Nikon), und dazu einen Satz Zwischenringe und einen Umkehrring. Falls du nicht weißt, was das ist -- der Fotohändler deines Vertrauens weiß Bescheid ... oder Google.
-- Olaf
Verfasst: 2. Dez 2006, 18:59
von 01af
Marchioni hat geschrieben:Ich möchte auf alle Fälle Kleineres fotografieren. Und ich hatte mir auch zuerst die D40 ausgesucht, aber aufgrund verschiedener Berichte ist sie wieder vom Wunschzettel gestrichen. Anscheinend gibt es für diese Kamera nur sündhaft teurre Objektive ...
Au Mann, ja richtig! "Nur sündhaft teure" Objektive ist zwar eine Übertreibung -- aber für deine Absicht, Abbildungsmaßstäbe auch größer als 1:1 für wenig Geld anzustreben, ist die D40 tatsächlich nahezu ungeeignet. Daran hatte ich gar nicht gedacht; das ist ein starkes Argument gegen die D40 (ansonsten ein prima Gerät).
Bei deinem knappen Budget würde ich also am ehesten zu einer gebrauchten D70, D70s oder D100 raten. Diese Kameras haben zwar "nur" sechs Megapixel, doch sei versichert: das ist mehr als genug! Dafür sind diese Kameras z. Z. sehr günstig zu haben, bieten erstklassige Bildqualität und hohen Bedienkomfort und erlauben auch -- was für dich entscheidend ist -- den Anschluß älterer und damit günstiger (auch ungekuppelter) Objektive, Zwischenringe und Balgengeräte.
Auch sehr gut geeignet wäre eine gebrauchte Pentax *istD oder *istDs. Allerdings ist bei Nikon das aktuelle Objektivangebot größer.
-- Olaf
Verfasst: 2. Dez 2006, 19:20
von 01af
Willst du über 1:1 gehen, so muß ich vom Canon-EOS-System abraten. Die blendenringlosen Canon-EF-Objektive lassen sich in Umkehrstellung nicht bzw. nur mit teurem Sonderzubehör einsetzen. Das ist im Prinzip dasselbe Problem, das du dir mit der Nikon D40 einhandeln würdest -- aber bei Canon EOS betrifft's gleich das gesamte System. Du brauchst ein System, dessen Objektive Blendenringe haben. Ich wiederhole noch einmal: nimm eine Nikon (aber nicht die D40) oder eine Pentax.
-- Olaf
Verfasst: 2. Dez 2006, 19:53
von 01af
Ich sagte doch bereits: Ein 50er oder 55er Makroobjektiv von Sigma oder Nikon, einen Satz Zwischenringe (Hersteller egal, z. B. Soligor oder Kenko) und einen zum Objektiv passenden Umkehrring (auch Retroring genannt).
DIe meisten Makrofotografen bevorzugen ein mittleres (90, 100, 105 mm) oder ein langes Makroobjektiv (150, 180, 200 mm). Diese sind vorteilhaft, wenn man in freier Natur Insekten oder anderen scheuen Kleintieren nachsteigen will. Warum rate ich dir dann zu einem kurzen Makroobjektiv? Weil das besser geeignet ist, auch Maßstäbe über 1:1 zu erreichen. Mit längeren Makroobjektiven geht das nicht oder nur mühsam; über 1:1 sind kurze Brennweiten besser.
Ideal wären natürlich zwei (oder mehr) Makroobjektive für die unterschiedlichen Zwecke und Bereiche, und dazu noch allerlei Spezial- und Sonderzubehör ... Balgengerät, Einstellschlitten, Lupenfotoobjektive, Ring- oder Zangenblitzgeräte usw. usf. Aber das gibt dein Budget grad nicht her.
Ach ja -- ein gescheites Stativ wirst du auf jeden Fall noch brauchen. Falls du noch keins hast, so rechne mit mindestens 100 Euro für das Stativ und nochmal 100 Euro für einen brauchbaren Stativkopf. Hüte dich an dieser Stelle vor Billigkram, oder du kaufst zweimal.
-- Olaf
P.S. Informiere dich, ob die Kamera deiner Wahl eine Spiegelarretierung oder Spiegelvorauslösung besitzt. Wenn nicht, dann wird's bei richtig großen Abbildungsmaßstäben voraussichtlich Probleme mit dem Spiegelschlag geben.
Verfasst: 2. Dez 2006, 20:11
von Tim Feddern
Zur
SVA (Spiegel-Vor-Auslösung) kann ich sagen, dass die D50, die D70 und die D70s diese Funktion nicht unterstützen. Die D200 allerdings schon.
Verfasst: 2. Dez 2006, 20:26
von Tim Feddern
Hallo Dminik,
entschuldigung, ich vergaß. Die D80 bietet die
SVA!
Sicherlich kennst du schon
www.dpreview.com, oder?! Dort gibts unter Reviwes nahe zu alle aktuellen
DSLR-Kameras. Aber auf Englisch

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Verfasst: 2. Dez 2006, 20:47
von 01af
Die Pentax K10D wäre die Kamera meiner Wahl (für Makro und auch generell), wenn ich heute frisch in ein Kamerasystem einsteigen würde.
-- Olaf