Wie Volker schon schrieb, muss es nicht zwingend ein Makroobjektiv sein. Im Nahbereich sind diese aber sichtbar schärfer als z.B. Zoomobjektive welche sich mit dem Zusatz "Makro" schmücken (oft bei Sigma und Tamron zu finden)
Schmetterlinge oder andere Insekten lassen sich sehr gut mit dem 90mm Macro Fotografieren. Realistisch ist dieses auch. Ich habe schon viele erstklassige Schmetterlings-Makros gesehen welche mit einem 90mm Tamron oder 105mm Sigma gemacht wurden. Mit einem 90mm Objektiv muss man sich halt etwas vorsichtiger dem Falter nähern, oder man nutzt die kühleren Morgenstunden.
Hier mal eine kleine Liste über die Vor- und Nachteile der beiden Makroobjektive.
Neutral:
Der Abbildungsmaßstab ist bei beiden gleich. Das heisst, eine Insekt wird mit beiden Objektiven gleich gross abgebildet.
Die Abbildungsleistung ist identisch. Beide Objektive liefern sehr scharfe Bilder.
Die Schärfentiefe ist bei beiden vergleichbar.
Pro 90mm:
Der Preis. In anbetracht dessen, dass der Abbildungsmaßstab & Abbildungsleistung gleich sind, steht der Preis in keinem Verhältnis (Tamron UVP 180mm 949,- EUR - 90mm 499,- EUR)
Das Handling. Aufgrund der geringeren Brennweite, ist das Kamerasystem etwas weniger anfällig für Erschütterungen. Auch lässt sich das lichtstärkere Objektiv etwas universeller einsetzten z.B. für Portrait etc. sowie für Aufnahmen ohne Stativ, da es deutlich leichter ist.
Pro 180mm:
Die Naheinstellgrenze. Diese ist bei 180mm grösser und erlaubt es, bei gleichem Abbildungsmaßstab, weiter vom Motiv entfernt zu sein (Fluchtdistanz).
Die Stativschelle. Diese ermöglicht einen schnellen Wechsel in dem Hochformat.
Fazit:
Ein 180mm Makroobjektiv ist schon sehr speziell. Dieses kann ich nur dann empfehlen, wenn man sehr oft Insekten fotografiert welche eine grosse Fluchtdistanz haben...oder man hat zuviel Geld.
Das Makroobjektiv...