Donacia semicuprea - Schilfkäfer

Oft farbenfroh oder metallisch schimmernd und 1 bis 18 Millimeter groß. Ernähren sich rein pflanzlich und oft sehr wirtsspezifisch. Für die Bestimmung kann die vorgefundene Wirtspflanze daher sehr hilfreich sein. Sie sind oft eiförmig gewölbt mit Fühlern, die meist deutlich kürzer als der Körper sind. Mit 35 000 bekannten Arten, davon 520 in Deutschland, sind sie eine der artenreichsten Käferfamilien weltweit.

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Donacia semicuprea - Schilfkäfer

Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:18

Donacia semicuprea - Schilfkäfer



Familie:
FAMILIE
Gattung:
GATTUNG
Art:
ART








Wissenswertes:
Im Hochsommer kann man an der Futterpflanze die Paarung der Käfer beobachten, welche anschließend ihre Eipakete auf Höhe des Wasserspiegels ablegen. Während die Käfer Landbewohner sind, leben ihre Larven unter Wasser, wo sich sich von Pflanzenwurzeln ernähren. Um sich mit Sauerstoff zu versorgen stechen diese das Aerenchym (ein Luft transportierendes Gewebe) von Wasserpflanzen an und entziehen ihnen die Gase. Auch die Verpuppung findet unter Wasser in einem trockenen, luftdichten Kokon statt. Die neue Generation schlüpft bereits im Herbst aus der Puppe, verbleibt aber über den Winter im Kokon.
Merkmale:
Die Käfer werden etwa 5 bis knapp 10 mm groß. Der Habitus ist ähnlich den Bockkäfern auffällig schlank und langgestreckt. Auch das Halsschild ist deutlich länger als breit. Die Färbung variiert von kupfrig bis grünlich, wobei ein Tier oft auch mehrere Farben zeigt. Die Flügeldecken weisen zwei leicht eingedrückte Stellen im vorderen Bereich auf, wobei die vorderste nur sehr schwach ausgeprägt ist.
Verwechslungsarten:
Es gibt mehrere sehr ähnliche Arten, die im Deutschen alle als Schilfkäfer bezeichnet werden.
Lebensraum:
Die Käfer kommen vom südlichen Norden Europas bis ins südliche Mitteleuropa vor und benötigen feuchte Stellen, an denen ihre Futterpflanze zu finden ist. In der Regel handelt es sich dabei um Uferzonen von Süßgewässern wie Bächen, Gräben und Seen.
Aktivitätsmaximum:
Anfang Mai bis Oktober
Nahrungspflanzen:
Wasserschwaden (Glyceria notata und Glyceria maxima, auch Riesensüßgras)
Gefährdung:
Die Art ist nicht selten und steht nicht unter Schutz.
Besonderheiten:
---


Beitragsersteller: Ajott (AGEID6829)
Artbeschreibung: Ajott (AGEID6829)





Fotograf:
hsbonn (AGFID3949)
Aufnahmeland:
Deutschland
Bundesland/Kanton:
NRW
vorgefundener Lebensraum:
Nahe Gewässer
Aufnahmedatum:
25.05.2014
Dateianhänge
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20140525_5250255_bearbeitet_131.jpg
Zuletzt geändert von Ajott am 8. Okt 2017, 05:49, insgesamt 4-mal geändert.

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