Stenoria analis - Seidenbienen-Ölkäfer, Schwarzer Pelzbienen-Ölkäfer

In Deutschland kommen 13 Arten der Familie vor. Weltweit sind bis 2500 Arten bekannt. Der Name ist von einer giftigen Abwehrsubstanz abgeleitet, die die Käfer bei Bedrohung aussondern. Die Entwicklung ist stark an solitäre Bienenbestände gekoppelt, an denen die Larven parasitieren. Zu ihnen gehören die gedrungen wirkenden Maiwürmer (Meloe) mit verkürzten Flügeldecken und einem teils gewaltigen Hinterleib.

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Stenoria analis - Seidenbienen-Ölkäfer, Schwarzer Pelzbienen-Ölkäfer

Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:18

Stenoria analis - Seidenbienen-Ölkäfer, auch Schwarzer Pelzbienen-Ölkäfer



Familie:
FAMILIE
Gattung:
GATTUNG
Art:
ART







Wissenswertes:
Wie bei fast allen Ölkäfern leben die Larven bei ihrer Entwicklung parasitisch in Wildbienennestern (Vergleich Entwicklungsbeschreibung Meloe violaceus). Dabei ist der Seidenbienen-Ölkäfer auf die Efeu-Seidenbiene (Colletes hederae) spezialisiert. Anders als andere Ölkäferarten legt das Weibchen seine Eier in trockenen Gräsern und Kräutern ab. Die Triungulin-Larven verbleiben in einem Knäuel am Halm. Neue Studien deuten darauf hin, dass in dieser Art die Larven die Männchen ihrer Wirtsbiene gezielt durch Sexualpheromone anlocken. Bei dem Versuch, sich mit dem Knäuel zu paaren gelangen die Larven auf die Bienen, die die Käferlarven an die Weibchen weiter verbreiten. So gelangen sie in die Brutröhren, wo sie sich vom gesammelten Nektar und Blütenpollen ernähren.
Merkmale:
Halsschild, Kopf, Fühler und Beine sind schwarz. Die Bauchseite ist rotbraun. Die Flügeldecken sind bis auf die schwarzen Spitzen ebenfalls rotbraun. Unter ihnen ragen die häutigen Flügel hervor. Der Käfer wird etwas über 1cm groß.
Verwechslungsarten:
Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit anderen Arten.
Lebensraum:
Der Seidenbienen-Ölkäfer ist von der iberischen Halbinsel, Mitteleuropa bis in den Süden Russlands, die Türkei, Italien und Kroatien gemeldet. Nachweise sind dabei sehr lückenhaft, was zum Teil auch der unauffälligen Lebensweise geschuldet sein dürfte, durch die die Käfer nur kurzzeitig im Jahr zu beobachten sind. Da die Wirtsbiene des Käfers auf blühenden Efeu angewiesen ist, müssen alte Efeubestände (Efeu blüht erst nach ca. zwei Jahrezehnten) ebenso wie sandige Niststellen vorhanden sein.
Aktivitätsmaximum:
Ab Mitte August kann die Paarungen beobachtet werden. Die Käfer sind nur über einen kurzen Zeitraum im Jahr aktiv.
Gefährdung:
Die Art galt in Deutschland lange als verschollen. Derzeit sind Meldungen aus Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bekannt.
Besonderheiten:
Durch die enge Bindung an ihren Wirt, die Efeu-Seidenbiene, können die Seidenbienen-Ölkäfer nur in Habitaten vorkommen, die von der Biene besiedelt werden. Entsprechend folgt die zunehmende Ausbreitung des Ölkäfers dem sich nach Westdeutschland ausdehnenden Ausbreitungsschema der Seidenbiene.


Artenbeschreibung: Ajott (AGEID6829)





Fotograf:
Cyberspider (AGFID2750)
Aufnahmeland:
Deutschland
Bundesland/Kanton:
Baden-Württemberg
Habitat:
Streuobstwiese
Aufnahmedatum:
16.08.2013
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Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:18





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Deutschland
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Habitat:
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Aufnahmedatum:
25.08.2013
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