Hambach-Idyll

Landschaftsfotos sowie Fotos aus Flora und Fauna, die keine Makrofotos sind, also einen Abbildungsmaßstab < 1:15 haben.
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wwjdo?
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Beitragvon wwjdo? » 1. Okt 2018, 17:12

Hallo,Uli,

ein Bild/Thema, das einmal mehr die Zerissenheit unseres Landes symbolisch aufnimmt.

Mittlerweile hat sogar ein Mensch sein Leben verloren...

einige Km weiter sollen anscheinend die Bagger rollen, um Platz für Windräder zu schaffen...

Was soll man dazu nur sagen? :(
Liebe Grüße
Matthias
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Beitragvon ULiULi » 2. Okt 2018, 09:40

wwjdo? hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Was soll man dazu nur sagen? :(

Hallo,

zum Beispiel kann man am kommenden Samstag - 6. Oktober - mit tausenden Menschen für den Wald auf die Straße gehen: https://www.stop-kohle.de/

LG / ULi
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Beitragvon manni53 » 4. Okt 2018, 12:52

. . . und natürlich RWE-Aktien verkaufen ;-)
. . . und den Stromanbieter Wechseln ;-)
. . .
viewtopic.php?f=7&t=147793

;-)
Freundlichen Gruß, Manfred

Vorne hui - hinten pfui ?
Naturschutz hinter der Kamera !
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Beitragvon Belgier » 7. Okt 2018, 23:01

Ich hau jetzt einfach mal das Bild hier rein, damit ihr Euch einen Eindruck machen könnt, wie Natur in Vollendung aussieht.
Wenn fehl am Platze oder unerwünscht bitte sagen - oder einfach löschen!
Wie ich gehört habe, waren mehr als 50.000 Menschen auf der "Kundgebung", eine friedliche Aktion, die die Polizei aus "Sicherheitsgründen" verbieten wollte, per Gerichtsbeschluss aber zugelassen werden musste...
Dateianhänge
Kamera: Canon EOS 450D
Objektiv:
Belichtungszeit:
Blende:
ISO:
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ:
---------
Aufnahmedatum:
Region/Ort: Jüchen RWE Kohle-Abraumgebiet
vorgefundener Lebensraum: Naja...nix mehr
Artenname: Provitgeier
kNB
sonstiges:
IMG_0113-IMG_0120_ff_HDR_ff.jpg (486.18 KiB) 313 mal betrachtet
IMG_0113-IMG_0120_ff_HDR_ff.jpg
LG aus Ostbelgien
Jürgen
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Beitragvon kabefa » 8. Okt 2018, 10:18

Werner Buschmann hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Hallo ULi,

aussagekräftiges Bild.
Traurig, was da passiert:

Profit über Vernunft.
Profit über Nachhaltigkeit.
Profit gegen Natur.
Profit gegen den Menschen.


Hallo Uli...
meine Antwort ist die von Werner...
mit dem Fazit:
somit sind weitere Naturkatastrophen vorprogrammiert
und unsere Enkel und Urenkel müssen es ausbaden.
LG Karin
Zuletzt geändert von kabefa am 8. Okt 2018, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.
Never give up... :-)
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Beitragvon ULiULi » 8. Okt 2018, 23:23

Belgier hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Wenn fehl am Platze oder unerwünscht bitte sagen

Hi Jürgen,

:)

freue mich über Dein Foto (und darüber, mal wieder von Dir zu lesen).
An diesen "Landschaften" vorbei zu fahren ist für mich schon immer sowohl irgendwie faszinierend als auch gruselig. Der kleine Rest vom Hambacher Forst würde in das aktuelle Loch sicher einige dutzend mal reinpassen. Die Ausmaße sind schon gewaltig, das wird auf Deinem Foto deutlich.

Unter den 50.000 waren übrigens mindestens zwei langjährige User des Makro-Forums. In vielen Medien wird es als "Feier" oder gar "Party" bezeichnet. Diesen Eindruck kann ich überhaupt nicht bestätigen. Das war ganz und gar keine Spaßveranstaltung - auch wenn sich wohl jeder der dort aus Überzeugung Anwesenden über die OVG-Entscheidung gefreut hat. Bei dem Versuch, in die Nähe von Buir bzw. des Hambacher Forsts zu kommen hatte ich den Eindruck, dass die RWE-Polizei ganz gezielt die Demonstranten durch weiträumiges Absperren sabotiert hat. In einem Umkreis von rund fünf bis sieben Kilometern vom Ort des Geschehens wurden praktisch keine PKW mehr hinein gelassen. Einige Züge und S-Bahnen, die in Buir halten, fuhren nicht. Man war genötigt, weite Fußwege auf sich zu nehmen. Innerhalb dieses Umkreises gab es nur wenige parkende Autos an den Straßenrändern. Außerhalb des Kreises herrschte gewolltes Chaos, das sicher noch sehr viele Demonstranten zur Umkehr bewogen hat. Die angeblichen Sicherheitsgründe waren reine Fiktion und einmal mehr der mit Händen greifbare Versuch der Exekutive, sich über eine Gerichtsentscheidung hinweg zu setzen. Wir müssen nicht nur die Umwelt schützen, sondern auch die staatliche Gewaltenteilung!

Bei der Gelegenheit - danke an alle für die vielfältigen Kommentare.

Eine kleine Fotostrecke gibt's hier: http://www.uliuli.de/Hambibleibt/index.html

LG / ULi
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Beitragvon Belgier » 11. Okt 2018, 00:05

Danke Uli - und sorry, dass ich Dich nicht persönlich angesprochen habe.
Ich habe zu dem "Ganzen" auch eine dezidierte Meinung, die aber hier sicherlich den Rahmen sprengen würde...
Bei dem "Unzusammenspiel" zwischen Legislative und Executive bin ich auf jeden Fall bei Dir! :DH:
In diesem "Fall" war es für mich der Versuch einer Demonstration (nomen est omen) der Macht...
Ist ja immerhin "RWE"...das soll dem Steuerzahler auch gerne mal 1.000.000 (Mann-)Stunden Polizeieinsatz wert sein...für 200 ha Wald... reduziert auf den von Marktwert ca. 2,5 Mio.
Es geht aber nicht um den Marktwert des Waldes, oder den noch viel höheren Betrag der Ausschöpfung des Geländes durch Kohle-Abraum - sondern einfach nur um die Erhaltung eines (wenn auch kleinen) Biotops.
Das dass so viele Menschen (in unserer Gegend) mobilisiert hat, das hätte ich nicht gedacht.
Freut mich! Aber vielleicht macht das Urteil eines "völlig unabhängingen" Richters, in nächster Instanz das alles wieder rückgängig???
So weit ich weiß, ist geplant, das riesige Baggerloch , nach dem Abraum, mit Wasser zu fluten. Das würde dann der größte Binnensee Deutschlands :shock: -allerdings dauert das Fluten ca. 50 Jahre :arrow:
Hatte mal die Gelegenheit, mit einem Bürgermeister der anliegenden Gemeinden zu reden...Der sagte, dass alle Grundstücke in unmittelbarer - zu erwartender Seenähe - schon verkauft seien....sicherlich nicht an Normalverdiener!!
Was soll's...wenn unser (absolut sicheres) Thiange hochgeht, dann wächst da auch kein Gras mehr...
LG aus Ostbelgien

Jürgen
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Beitragvon piper » 11. Okt 2018, 10:09

Hallo Uli,

ich habe ja viele Jahre meines Lebens live erleben dürfen, was
Kohleabbau bedeutet!
Ein Erlebnis aus dieser Zeit habe ich nicht vergessen.
Ich fuhr mit einem Arzt aus Algerien im Notarztwagen an den großen
Mondlandschaften vorbei, die sich rechts und links der Straße bis zum Horizont erstreckten
und er fragte mich mit entsetztem Blick, was das denn sei...
Damals gab es für die DDR kaum Alternativen zur Kohle. Heute schaut das
jedoch anders aus.

Inzwischen ist zwar zum Teil die Natur mit vielen Seen zurückgekehrt, aber
die über Jahrhunderte gewachsene ursprüngliche Natur kann sie nie ersetzen....
Dazu die Dörfer, die die Kohle auch verschlungen hat.
Außerdem haben die Seen das Klima in der Region verändert. Seitdem haben die
Niederschläge in Leipzig erheblich abgenommen, vor allem im Sommer :-(
Liebe Grüße Ute


Die Freude am Kleinen ist die schwierigste Freude, denn es gehört ein großes Herz dazu.
Rainer Maria Rilke

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