Hallo,
anhand von Freddies und Herberts Kommentaren, und bitte versteht das jetzt nicht falsch,
sieht man die Gefahr, wenn man es gewöhnt ist, in einem Schwerpunkt (hier Makrofotografie)
zu fotografieren.
Hier im Forum wird (zurecht) sehr auf die Bildqualität geachtet. Dazu wird stark in das
jeweilige Bild eingezoomt und Fehler, die bei Detailwichtigkeit, wie sie in der Makrofotografie
herrscht, werden oft an wenigen Pixeln erkannt und benannt.
In der (abstrakten) Landschaftsfotografie wirkt halt manches "unscharf" oder wie hier
eventuell auch "bearbeitet", besonders dann, wenn man es "näher betrachtet" nach
Maßstäben, die man in der Makrofotografie zurecht anwendet.
Ich selbst habe solche Bilder wie das hier gezeigte auch schon gemacht. Und sie
wirkten ähnlich wie dieses hier. Abhängig von der Kombination aus Wind, Wellenschlag
und Belichtungszeit können dann solche Effekte einfach zustande kommen.
"Schlechte Bearbeitungsqualität" ist hier aus meiner Sicht überhaupt nicht feststellbar.
Da sind keine Artefakte. Da ist Bewegung und Farbvermischung.
Und woran Herbert die "künstliche Verfremdung" fest macht (hoffentlich nicht nur am
Kürzel
kNb, welches aus Versehen verwendet wurde, wie Joachim schreibt), ist mir ein
Rätsel. Wenn man diese künstliche Verfremdung erwähnt, wäre es sicher konstruktiv,
auch zu sagen, woran man glaubt, diese zu erkennen.
Ich will hier gar nicht mit dem Finger auf Freddie oder Herbert zeigen. Ich finde
nur, dass es wichtig ist, dass der Unterschied der Bildwirkung bei bewegten, abstrakten
Motiven, im Vergleich zu starren (sei es durch tatsächliche Unbewegtheit oder durch
kurze Verschlusszeit) Makros mit bedacht werden sollte, und die Detailprüfung schlichtweg
nur schwer valide Ergebnisse zeigen wird.
Ich hoffe, dieser Kommentar wird nicht als Stänkerei, sondern vielmehr als ein
Versuch des Aufzeigens von unterschiedlichen Anforderungen beim Bewerten
unterschiedkicher Fotothemen verstanden.
Liebe Grüße