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Zebraspringspinne Salticus scenicus

Verfasst: 22. Jun 2019, 09:57
von Mikro-Lothar
Hallo Zusammen,

hatte heute nochmal Zeit. Die Spinne hab ich bereits vor Wochen gefunden und im Gefrierfach aufbewahrt.

Heute morgen aufgetaut, eingeweicht und dabei Ultraschall durchgeführt, geputzt und nach dem Stacking mit PS lange nachgearbeitet. Die Augen waren teilweise ziemlich rissig. Hier half der Matter-Machen Filter.

Grüße

Lothar

Zebraspringspinne Salticus scenicus

Verfasst: 22. Jun 2019, 16:18
von Mikro-Lothar
Hallo Achim,

die Öffnung im Diffusor hat die Form eines Torbogen. Also ein längliches Rechteck mit Rundem Abschluss oben. Genau diesen "Torboden" Sieht man in jedem Auge.

Eine Spiegelung ganz abzustellen dürfte nicht möglich sein.

Du müsstest alles, nicht weise, komplett abdecken. Ist kaum möglich. Die Linse wird auf alle Fälle sichtbar.

Auf den Diffusor verzichten (2 mm starke Diffusor platten (8x8 cm) direkt vor der LED bringt 3 Lichtbereiche auf jedes Auge.

Sieht natürlicher aus, mit der Gefahr diese Bereiche komplett zu überstrahlen.

Viele Grüße

Lothar Alb

Zebraspringspinne Salticus scenicus

Verfasst: 23. Jun 2019, 09:19
von Hans.h
Hallo Lothar,

Ein schöner Stack, aber nicht ganz so sauber wie bei der Schwebfliege..
Die Freistellung ist etwas kritisch und manche Bereiche sind nicht ganz durchgestackt.
Ja, bei sehr guten Bildern guckt man halt genauer hin... :pleasantry:
Spiegelungen in den Augen finde ich nicht schlimm, es kann im Gegenteil sogar sehr gut aussehen.
Es ist ein guter und auch schöner Stack geworden, aber mit kleinen Unschönheiten.

Hans. :)

Zebraspringspinne Salticus scenicus

Verfasst: 23. Jun 2019, 13:14
von Mikro-Lothar
Jaja, leider sind mir diese Punkte auch aufgefallen. Irgendwie stören mich einige Dinge. der Stack ist einfach nicht ganz stimmig. Ich wollte auch nur den Kopfbereich, da die Hintere Seite der Spinne nicht mehr sehr aktraktiv ist.

Ist schon ein Unterschied ob mit einem "normalen" Objektiv wie dem Laowa oder einem Mikroskop-Objektiv fotografiert wird. Der Unterschied im Schärfebereich ist extrem.

Ich setze eine Tabelle für den Schärfebereich ein. Beim Mitutoyo bin ich nicht sicher ob diese passt. Laut Tabelle hat das 10x Objektiv mit 0,25 Aperture = 0,0085 mm Tiefe. Das Mitutoyo hat 0,28 Apert. Also etwas weniger Tiefe.

Das Laowa hat bei 5x und Blende 2.8 noch immer ca. 0,048 mm Schärfentiefe. Beim MacroRail Vorschub gebe ich hier 0,028-0,030 an. Also grob ca. 1/10 wie beim Mitutoyo.


Eventuell sind 0,003 oder 0,004 mm zu große Schritte beim Mitutoyo. Bei 0,002 mm wären wir beim Spinnenfoto jedoch bereits bei 700 Bilder. Das kann ich mir auch nicht vorstellen. Hier hab ich noch viel Test- Übungsbedarf.

Freigestellt wurde nicht. Ist der Hintergrund der Fotografie. Aber der sehr kleine Schärfebereich überfordert das Stackingprogramm. Und bisher weigere ich mich, die Nachbearbeitung der Schärfeebene im Helicon durchzuführen. Dazu fehlt mir die Geduld. Vor allem bei 400-500 Bilder erst das richtige auszuwählen (zu finden)

Grüße

Lothar

Zebraspringspinne Salticus scenicus

Verfasst: 23. Jun 2019, 13:18
von Adalbert
Hallo Lothar,
mir gefallen die Augen aber sehr gut.
Danke und Gruß, ADi

Zebraspringspinne Salticus scenicus

Verfasst: 24. Jun 2019, 07:58
von Mikro-Lothar
Hallo Adi,

danke. Habe gestern aufgrund der Meldungen einen Versuch gemacht. An meinem Mikroskop Tubus wurde eine Lamellenblende angebaut.

Angeregt wurde ich durch die Aperturblende. Zum einstellen des bestmöglichen Kompromiss Auflösung/Kontrast/Schärfentiefe.

Das Spinnenporträt ganz oben zeigt an den Übergängen zur Unschärfe deutlich, dass eine Hochaufgelöste Unschärfe schlechter ist als ein weniger Hoch aufgelöster kontrastreicher Übergang.

Das Bild unten wurde mit 4 verschiedenen Blendenstellungen gemacht. Aus Zeitgründen nur in JPG. Sind fast 1300 Bilder. Leider hat die einfache Lamellenblende keine Einstellungen. Man muss auf die Belichtung der Kamera vertrauen. Die Zahl zeigt die Reduzierung in Blendenschritten (Halbierung der Belichtungszeit)

Der Schritt zu einer Blende ist in diesem Fall optimal. Der Kontrast steigt deutlich. Die Schärfentiefe verdoppelt sich in etwa. Die Schärfe und Auflösung zeigt keine Unterschiede.

Werde dieses Instrument zukünftig genauer untersuchen. Auch mal wie beim Mikroskop vor dem Mitutoyo (Wie beim Mikroskop)

An den Bilder wurden nur Weißabgleich und Schärfe durchgeführt (Lightroom Syncronisation - also alle genau gleich). Dann dieselben Bereiche Freigestellt und in PS zusammengefügt.

Grüße

Lothar

Zebraspringspinne Salticus scenicus

Verfasst: 25. Jun 2019, 11:07
von Adalbert
Hallo Lothar,

tolle Arbeit, wichtiges Thema!

In meinem Harley (Tubus mit DCR-150) habe ich auch eine Blende.
Die nutze ich aber nur beim Untersuchen des Objekts
bzw. während der Suche nach den interessanten Stellen (Fotomotiven).
Dadurch kann man das Objekt kontrastreicher und schärfer sehen.
Beim Fotografieren öffne ich die Blende um die maximale Auflösung zu bekommen.
Du schreibst: „Die Schärfe und Auflösung zeigt keine Unterschiede“.
Jetzt stellt sich die Frage welche Auswirkung hat die Blende auf die Auflösung,
und wie soll/kann man es messen.
Ich habe auch einige Tests durchgeführt und bei mir war das so,
dass mit dem Schließen der Blende die Auflösung schlechter wurde (das konnte ich mit dem bloßen Auge sehen).

BTW, die Blende befindet sich bei mir zwischen dem Objektiv und der Tubus-Linse:
viewtopic.php?f=1&t=144359

Danke und Gruß,
ADi

Zebraspringspinne Salticus scenicus

Verfasst: 27. Jun 2019, 15:01
von piper
Hallo Lothar,

bei den hinzugefügten Bildern schauen die
Augen viel besser und klarer aus. Ich war beim ersten
ein wenig irritiert, weil sie da doch etwas matschig rüberkamen.
Alles andere passt.