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Verhalten von Schrecken

Verfasst: 19. Sep 2016, 11:52
von geggo
Grüßt Euch,

im August viel mir ein seltsames Verhalten der Schrecken auf. Das Vorkommen in dem Gebiet sind Italienische Schönschrecke, Rotflüglige - und Blauflügliche Ödlandschrecke.
Die Schrecken sahsen auf erhöhtem Ansitz wie zb. wilde Möhre. teils war jede Dolde besetzt, teils auch mehrere nah beieinander.
Manche waren noch frisch mit glasigen Augen, teilweise war der Kopf abgefressen, teilweise der Hinterleib.

Das Verhalten kann ich mir nicht erklären. Mir viel aber ein, dass ich von einem Parasiten gelesen hatte. Dieser lebt in Ameisen und zwingt diese auf die höchste Stelle von Grashalmen zu wandern um dann von Schafen gefressen zu werden, in denen der Parasit dann weiterlebt. Über den Kot geht der Kreislauf dann weiter.

Kann es hier ein ähnlicher Vorgang sein?
Wär schön, wenn jemand da eine Erklärung hätte.

Schöne Grüsse ,..

Verhalten von Schrecken

Verfasst: 26. Sep 2016, 22:24
von Gabi Buschmann
Hallo, Gerhard,

ich weiß nur, dass bei Pilzbefall die Heuschrecken nach oben
wandern, von wo der Pilz, wenn er sich im Insekt ausgebreitet hat,
sich besser in der Luft verteilen kann. Einen Pilzbefall kann man
bei deinen Bildern nicht mehr erkennen, ich weiß aber auch nicht,
wie die zurückgelassenen Hüllen aussehen, wenn der Pilz sich irgendwann
wieder entfernt hat.
Ein andere Erklärung habe ich nicht parat.

Verhalten von Schrecken

Verfasst: 26. Sep 2016, 23:18
von gelikrause
Hallo Gerhard, das sieht ja schon etwas gruselig aus, keine Ahnung was das sein könnte. Danke für's zeigen.

Verhalten von Schrecken

Verfasst: 6. Okt 2016, 11:50
von Ajott
Hi Gerhard,

du warst schon auf der richtige Spur und Gabi hats nochmal bestätigt. Der Schuldige ist hier wirklich ein Pilz, der die Schrecken dazu veranlasst hohe Gefilde aufzusuchen und dort zu versterben. Die Pilzsporen lassen sich dann mit dem Wind verbreiten. Wenn du in der Bildersuche z.B. Entomophaga grylli eingibts, wirst du ganz ähnliche Bilder sehen. In feuchtwarmen Jahren kann das solche umfangreichen Ausmaße annehmen wie du sie gesehen hast.
Die von dir gezeigten Schrecken scheinen alle schon etwas länger tot zu sein, sie wirken schon recht trocken und bei vielen waren schon die "Aufräumer" am Werk und beseitigen das Totenlager so langsam. In der nAtur verkommt natürlich nichts, auch keine verpilzten Schrecken. Wespen, Wanzen und ähnliches Getier macht sich über die Überreste her.
Auf jeden Fall hast du hier ein interessantes Phänomen festgehalten, danke fürs Teilen.

liebe Grüße
Aj

Verhalten von Schrecken

Verfasst: 7. Okt 2016, 07:36
von hawisa
Hallo Gerhard,

so etwas habe ich noch nicht beobachten können. Sieht schon gruselig aus.
Aber so ist die Natur.
Danke für's Zeigen.

Verhalten von Schrecken

Verfasst: 8. Okt 2016, 17:06
von Harmonie
Hallo Gerhard,

wirkt fast wie ein Gruselkabinett.
Schön, dass der Grund für dieses Phänomen geklärt werden konnte.
ich habe das noch nicht real gesehen und finde die Info's und bidler dazu daher besonders gut.

LG
Christine

Verhalten von Schrecken

Verfasst: 25. Okt 2016, 03:45
von Werner Buschmann
Hallo Gerhard,

Danke für diese Beobachtungen
und für Anjas genaue Erklärung.

Verhalten von Schrecken

Verfasst: 15. Jan 2017, 16:36
von piper
Hallo Gerhard,

solche Threads sind immer wieder sehr lehrreich.
Immer wieder faszinierend wie clever die Natur ist, auch wenns
manchmal grausam ist.
Danke für die Bilder und Anja herzlichen Dank für die
Erläuterung.