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Nicht immer gewinnt der Größere

Verfasst: 11. Nov 2018, 15:30
von Corela
Hallo,

wir haben unseren großen Gartenteich nun schon 12 Jahre.
Die Flora und Fauna wächst und gedeiht und überrascht mich immer wieder.
Ich habe eine sehr gute Antenne für Alles, was mit Libellen zu tun hat,
aber das habe ich noch nie gesehen.
Als ich diese Schönheit gesehen habe,
war der Schlupf schon lange abgeschlossen, aber einige schöne Bilder habe ich mir doch noch erhofft.
Die Kamera liegt immer bereit, also Bauchlage und los geht es.
Kamera: Canon EOS 5D Mark IV
Objektiv: Canon 100/2.8 Makro @ 100mm
Belichtungszeit: 1/250s
Blende: f/4.5
ISO: 100
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ: Sirui
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
---------
Aufnahmedatum: 21.07.2018
Region/Ort: Rheinland
vorgefundener Lebensraum:
Artenname:
kNB
sonstiges:
20180721_363-Bild1.jpg (393.37 KiB) 478 mal betrachtet
20180721_363-Bild1.jpg

Mir fiel auf einmal auf, dass sie sich schüttelte, ganz ungewöhnlich.
Kamera vom Auge und da sah ich die Attacken, Wespen hatten es direkt auf die Augen abgesehen.
Kamera: Canon EOS 5D Mark IV
Objektiv: Canon 100/2.8 Makro @ 100mm
Belichtungszeit: 1/350s
Blende: f/3.5
ISO: 100
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ: Sirui
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
---------
Aufnahmedatum: 21.07.2018
Region/Ort: Rheinland
vorgefundener Lebensraum:
Artenname:
kNB
sonstiges:
20180721_368-Bild2.jpg (367 KiB) 478 mal betrachtet
20180721_368-Bild2.jpg

Sie hat sich tapfer gehalten, aber irgendwann fiel sie ins Wasser.
Dann konnte ich mich nciht mehr raushalten und habe ihr einen Halm hingehalten,
den sie auch ergriffen hat.
Dann erst habe ich sehen, dass die Augen und auch Flügel schon massiv beschädigt waren
und habe endlich der Natur ihren Lauf gelassen,
mit Tränen in den Augen und zitternden Händen.
Kamera: Canon EOS 5D Mark IV
Objektiv: Canon 100/2.8 Makro @ 100mm
Belichtungszeit: 1/180s
Blende: f/4.5
ISO: 100
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ: Sirui
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
---------
Aufnahmedatum: 21.07.2018
Region/Ort: Rheinland
vorgefundener Lebensraum:
Artenname:
kNB
sonstiges:
20180721_409-Bild3.jpg (480.65 KiB) 478 mal betrachtet
20180721_409-Bild3.jpg

Die Wespen kamen in kleinen Gruppen, haben das Hinterteil vom Thorax getrennt
und das Innenleben mitgenommen.
Kamera: Canon EOS 5D Mark IV
Objektiv: Canon 100/2.8 Makro @ 100mm
Belichtungszeit: 1/250s
Blende: f/4.5
ISO: 100
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ: Sirui
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
---------
Aufnahmedatum: 21.07.2018
Region/Ort: Rheinland
vorgefundener Lebensraum:
Artenname:
kNB
sonstiges:
20180721_439-Bild4.jpg (487.57 KiB) 478 mal betrachtet
20180721_439-Bild4.jpg

Das Schlimme für mich war, dass sich die Flügel immer noch bewegt haben.
Kamera: Canon EOS 5D Mark IV
Objektiv: Canon 100/2.8 Makro @ 100mm
Belichtungszeit: 1/180s
Blende: f/8
ISO: 100
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ: Sirui
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
---------
Aufnahmedatum: 21.07.2018
Region/Ort: Rheinland
vorgefundener Lebensraum:
Artenname:
kNB
sonstiges:
20180721_540-Bild5.jpg (490.25 KiB) 478 mal betrachtet
20180721_540-Bild5.jpg

Ich konnte irgendwann nicht mehr hinschauen und bin rein.
Als ich einige Zeit später wieder raus kam,
lag nur noch ein einsamer Flügel an einer unübersichtlichen Stelle.
Die Natur läßt nichts ungenutzt.

Nicht immer gewinnt der Größere

Verfasst: 11. Nov 2018, 15:49
von Harald Esberger
Hi Conny

Wenn man Libellen mag ist das eine nicht so schöne Situation, mir ginge es

wohl ähnlich wie dir. Andererseits gehen Libellen mit ihren Opfern auch nicht

zimperlich um, sind halt Räuber.

Sehr interessante Doku, ich hab so etwas noch nie gesehen.

Wie viele Wespen waren es denn, die Libelle ist ja nicht gerade klein.

Vielleicht war sie aber auch wegen der Attacken auf die Augen nicht mehr wehrhaft.




VG Harald

Nicht immer gewinnt der Größere

Verfasst: 11. Nov 2018, 16:15
von Corela
Harald Esberger hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Wie viele Wespen waren es denn

Hallo Harald,

das kann ihc so nicht sagen, auf einem Bild max.2, aber die waren immer so schnell wieder zurück,
dass wohl mehrere daran beteiligt waren.
Ihc versuche mihc auch immer emotional rauszuhalten,
aber hier ist es mir nicht gelungen,
auch weil die Libelle sich noch so heftig bewegt hat bis zum Schluß.
Man kann jetzt sagen das waren nur elektrische Impulse,
aber es war gruselig.
Sie sind Jäger und er wurden zum Gejagten, die Naur ist halt so und das ist gut so.
Das einzige Lebewesen, das häufig zum Spaß jagd ist der Mensch.

Nicht immer gewinnt der Größere

Verfasst: 11. Nov 2018, 16:35
von Harmonie
Hallo Conny,

da graust mir schon beim Lesen......
Ja...was macht man da......ich denke, du hast genau das Richtige gemacht.
Denn ein Stich einer Wespe hätte wahrscheinlich schon gereicht, das die Libelle keine
Chance hat.
Das die Flügel sich hinterher noch bewegten, können auch evtl. nur die Nerven noch gewesen sein.
brrrrrr..................... nicht schön so etwas zu beobachten.
Danke, dass du dieses, wenn auch nicht schöne Erlebnis, mit uns geteilt hast.
Denn die Wenigsten werden so etwas mal mitbekommen.

LG
Christine

Nicht immer gewinnt der Größere

Verfasst: 11. Nov 2018, 16:57
von frank66
Hallo Conny,

wow, was für eine Story mit atemberaubenden Bildern verpackt.
Die Natur ist genau so wie du es uns hier zeigst, immer wieder
überraschend und manchmal auch grausam. Ähnliches habe ich beobachtet
bei Hornissen wenn sie Bienen jagen aber mit einer Libelle habe ich
so etwas auch noch nie gesehen. Kann ich gut nachvollziehen das das
gruselig war aber du hast es super auf den Chip gebracht.

LG frank

Nicht immer gewinnt der Größere

Verfasst: 11. Nov 2018, 17:15
von HST
Hallo Conny,

ich besitze Bilder da killt ne blau/grüne eine Wespe, sie wurde mit Stumpf und Stiel gefressen, es ist ebenso!
Deine Serie zeigt genau das Gegenüber aber die Libelle war noch wehrlos,..wurde also Opfer!
Deine Bilder sind aber gut gemacht und gefallen mir!

Grüße
Siegfried

Nicht immer gewinnt der Größere

Verfasst: 11. Nov 2018, 17:22
von ji-em
Hallo Conny,

Welch eine eindrückliche Serie Bilder ...
So aus dem Leben gegriffen ... so aus dem Leben verrissen ...
Hart, kompromisslos ...

Tja, wenn man Libebellenfan ist, dann ist es fast unausstehlich, so'n Szene zu erleben.
Ich denke, das hätte mir auch Tränen gekostet ... :-(

Das erste Bild ist eine sehr schöne Erinnerung ...
Trost bringt nur die Gedanken, dass in einige Monate, alles wieder von vorne anfängt ... :-)

Lieber Gruss,
Jean

Nicht immer gewinnt der Größere

Verfasst: 11. Nov 2018, 17:25
von jo_ru
Hallo Conny,

offensichtlich wussten die Angreifer sehr genau, was wann wie zu tun ist.
Sehr gute und spannende Doku, gut bebildert, Danke fürs Zeigen.

Nicht immer gewinnt der Größere

Verfasst: 11. Nov 2018, 18:43
von Corela
Harmonie hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Denn ein Stich einer Wespe hätte wahrscheinlich schon gereicht

Hallo Christine,
das war das Merkwürdige, ich habe hier keine Wespe gesehen,
die stechen wollte. Sie haben immer gleich zugebissen.
frank66 hat geschrieben:Quelltext des Beitrags bei Hornissen wenn sie Bienen jagen

Hallo Frank,
die Hornissen haben den Wespen in den Trauben regelrecht aufgelauert.
viewtopic.php?f=15&t=147214
Die Wespen waren manchmal auch einfach zu betrunken,
um etwas zu merken.
ji-em hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Trost bringt nur die Gedanken, dass in einige Monate, alles wieder von vorne anfängt ..

Ja, das stimmt, es war ja "nur" ein Männchen.
Insgesamt kamen viele Weibchen wieder zurück und haben ihre Eier gelegt
jo_ru hat geschrieben:Quelltext des Beitrags offensichtlich wussten die Angreifer sehr genau, was wann wie zu tun ist.

Ja, das war das Gruselige.
Sie sind zuerst auf die Augen und als die Libelle lag, haben sie direkt den Körper zerlegt.
Als wüssten sie ganz Genau, was zu tun ist.
Ich war sehr nah dran, obwohl ich vor Wespen Angst habe.
Aber nur am Terassentisch beim Essen sind sie anscheinend für Menschen gefährlich.

Nicht immer gewinnt der Größere

Verfasst: 11. Nov 2018, 20:41
von Freddie
Hallo Conny,

dein Beitrag fängt mit einem wunderbaren Klassiker an und setzt sich dann so unerwartet dramatisch fort.
Es ist schon erstaunlich, dass die kleinen Wespen hier so schnell die Oberhand bekommen.
Eine tolle Doku, die ich mir sehr interessiert angesehen habe. Danke fürs Zeigen.