Heilpflanze 2020 — Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus)
Verfasst: 27. Okt 2019, 18:51
Hallo, zusammen,
ich möchte euch mit diesem Beitrag die Heilpflanze des Jahres 2020 vorstellen.
Die Wegwarte wächst mit ihren himmelblauen Blüten bevorzugt an Weg- und Straßenrändern und gilt als Pionierpflanze. Sie liebt es trocken und warm. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 140 cm erreicht. Sie besitzt eine tiefreichende Pfahlwurzel.
Blütezeit ist von Juni bis Oktober. Die auffälligen Blütenstände sind nur vormittags und jeweils nur für einen Tag geöffnet. Sind die Blüten geschlossen, wird die Pflanze sehr unscheinbar und man kann sie leicht übersehen. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, vor allem durch Bienen und Schwebfliegen.
Kulturformen sind Chicorée, Zuckerhut (Fleischkraut), Radicchio, Schnittzichorie und die Wurzelzichorie.
Die Gewöhnliche Wegwarte wird spätestens seit dem Mittelalter zur Arzneimittelherstellung verwendet. Paracelsus empfiehlt sie bereits als schweißtreibend, Kneipp bei Magen-, Darm- und Lebererkrankungen. Dies hat auch heute noch Gültigkeit, und Magen-, Leber- und Galletees verzichten nicht auf die Wegwarte als wichtigen Bestandteil. Gerne wird sie auch bei Appetitlosigkeit und als Kräftigungsmittel verwendet. Die Pflanzenheilkunde empfiehlt die Wegwarte zur Stimulierung und zur Heilung von Milz, Leber und Galle, aber auch zur allgemeinen Reinigung bei Hautkrankheiten und Ekzemen. Unter dem Namen "Chicory" ist die Wegwarte auch eine der Bachblüten.
Blüten und Blätter der Wegwarte pflückt man im Juli und August, die Wurzel wird im Spätherbst ausgegraben.
Die Hauptwirkstoffe sind Inulin (ein Ballaststoff, der die gesunde Darmflora stärkt) und Cholin (ein vitamin-ähnlicher Stoff, der die Ablagerung von Fett im Körper vermindert und unter anderem blutdrucksenkend wirkt). Der Bitterstoff Intybin regt Speichelfluss und Magensekretion an und wirkt galle- und harntreibend.
Weitere Namen der Wegwarte: Blaue Distel, wilder Endifi, Hartmann, Hasenmilch, Rauher Heinrich, Hundsläufte, Irenhart, Kaffeekraut, Sonnendraht, Sonnenwirbel, Arme-Sünder-Blume, Wasserwart, Wegleuchte, Zichori, Zigeunerblume, Zigori.
Ich mag die Wegwarte wegen ihrer leuchtend blauen Blüten und wenn die Straßenränder mit dieser Pflanze geschmückt sind, dann ist der Sommer perfekt.
In der Makrofotografie erlebe ich die Wegwarte als regelrechten Schwebfliegen-Magneten. Manchmal ist es so, dass man kaum eine Wegwartenblüte ohne Schwebfliege sieht. Aber auch Bienen besuchen diese Blüten gerne und – wie man an meinen Bildern in dieser Dokumentation sehen kann – auch Käfer und Bläulinge suchen, wenn auch selten, diese Blüten auf. Ich habe mal zusammengesucht, was ich in meinem Fundus an Bildern der Wegwarte hatte, allzuviel ist es nicht und vielleicht hat ja die/der ein oder andere Lust, weitere Bilder zu ergänzen.
In der Artengalerie findet ihr die Wegwarte HIER
ich möchte euch mit diesem Beitrag die Heilpflanze des Jahres 2020 vorstellen.
Die Wegwarte wächst mit ihren himmelblauen Blüten bevorzugt an Weg- und Straßenrändern und gilt als Pionierpflanze. Sie liebt es trocken und warm. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 140 cm erreicht. Sie besitzt eine tiefreichende Pfahlwurzel.
Blütezeit ist von Juni bis Oktober. Die auffälligen Blütenstände sind nur vormittags und jeweils nur für einen Tag geöffnet. Sind die Blüten geschlossen, wird die Pflanze sehr unscheinbar und man kann sie leicht übersehen. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, vor allem durch Bienen und Schwebfliegen.
Kulturformen sind Chicorée, Zuckerhut (Fleischkraut), Radicchio, Schnittzichorie und die Wurzelzichorie.
Die Gewöhnliche Wegwarte wird spätestens seit dem Mittelalter zur Arzneimittelherstellung verwendet. Paracelsus empfiehlt sie bereits als schweißtreibend, Kneipp bei Magen-, Darm- und Lebererkrankungen. Dies hat auch heute noch Gültigkeit, und Magen-, Leber- und Galletees verzichten nicht auf die Wegwarte als wichtigen Bestandteil. Gerne wird sie auch bei Appetitlosigkeit und als Kräftigungsmittel verwendet. Die Pflanzenheilkunde empfiehlt die Wegwarte zur Stimulierung und zur Heilung von Milz, Leber und Galle, aber auch zur allgemeinen Reinigung bei Hautkrankheiten und Ekzemen. Unter dem Namen "Chicory" ist die Wegwarte auch eine der Bachblüten.
Blüten und Blätter der Wegwarte pflückt man im Juli und August, die Wurzel wird im Spätherbst ausgegraben.
Die Hauptwirkstoffe sind Inulin (ein Ballaststoff, der die gesunde Darmflora stärkt) und Cholin (ein vitamin-ähnlicher Stoff, der die Ablagerung von Fett im Körper vermindert und unter anderem blutdrucksenkend wirkt). Der Bitterstoff Intybin regt Speichelfluss und Magensekretion an und wirkt galle- und harntreibend.
Weitere Namen der Wegwarte: Blaue Distel, wilder Endifi, Hartmann, Hasenmilch, Rauher Heinrich, Hundsläufte, Irenhart, Kaffeekraut, Sonnendraht, Sonnenwirbel, Arme-Sünder-Blume, Wasserwart, Wegleuchte, Zichori, Zigeunerblume, Zigori.
Ich mag die Wegwarte wegen ihrer leuchtend blauen Blüten und wenn die Straßenränder mit dieser Pflanze geschmückt sind, dann ist der Sommer perfekt.
In der Makrofotografie erlebe ich die Wegwarte als regelrechten Schwebfliegen-Magneten. Manchmal ist es so, dass man kaum eine Wegwartenblüte ohne Schwebfliege sieht. Aber auch Bienen besuchen diese Blüten gerne und – wie man an meinen Bildern in dieser Dokumentation sehen kann – auch Käfer und Bläulinge suchen, wenn auch selten, diese Blüten auf. Ich habe mal zusammengesucht, was ich in meinem Fundus an Bildern der Wegwarte hatte, allzuviel ist es nicht und vielleicht hat ja die/der ein oder andere Lust, weitere Bilder zu ergänzen.
In der Artengalerie findet ihr die Wegwarte HIER
