Blaukehlchen Doku
Verfasst: 22. Jun 2009, 00:32
Wie versprochen noch ein paar Aufnahmen von der Smaragdeidechse:
Bild 1: Der alte Veteran, über den ich fast gestolpert wäre, lag gelangweilt im Sonnenspot auf einem schattigen Waldweg. Ich stand praktisch senkrecht über ihm, ließ das Uniloc aus der Hand gleiten und "knipste" mit einer Hand senkrecht nach unten. Dabei bewegte ich mich äußerst langsam, da ich ja nicht wusste wie scheu das Tier sein würde!
Gut zu erkennen ist aus der Perspektive, dass dem Oldie ein Stück des Schwanzes fehlte. Er hatte ihn wohl bei seiner letzten gefährlichen Begegnung mit einem Freßfeind abgeworfen. Diese Fähigkeit besitzen ja allen heimischen Echsen; sie ist oft die letzte Möglichkeit das Leben auf Kosten eines entbehrlichen Körperteiles zu retten!
Der abgeworfene Schwanz zappelt übrigens noch ne Weile um den Fressfeind abzulenken.
Bild 2. Zur Paarungszeit trägt das Männchen der Smaragdeidechse eine intensive Blaufärbung im Kehlenbereich. Blau kommt zwar auch außerhalb dieser Zeit und auch beim Weibchen vor, ist aber beim Männchen während der Balzzeit am kräftigsten. Die Art Lacerta viridis kommt von Nordspanien bis nach Südrussland und von der Normandie bis Sizilien vor. In Deutschland lebt sie bevorzugt in Wärmegebieten an Rhein, Mosel und Donau. Häufig lebt sie auch am Kaiserstuhl.
Bild 3: Hat man eine gewisse Fluchtdistanz unterschritten, kann man sich in der unmittelbaren Nähe der Echse zwar langsam, aber problemlos und unerkannt bewegen. Man wird nicht mehr als Bedrohung gedeutet und kann sich ihr bis auf wenige Zentimeter nähern.
Bild 4: Lediglich ein gelangweiltes Öffnen des Maules hatte die Echse für meinen Annäherungsversuch übrig, der gedämpfte Blitz mit dem ich alle Bilder am lichtschwachen Waldboden im Unterholz machte störte sie nicht im geringsten. Gut zu erkennen war ein intensiver Zeckenbefall, am Auge und in den Ohrlöchern, saßen ca 15 der Quälgeister. Trotzdem denke ich nicht, dass die Zecken den Echsen gefährlich werden, der alte Veteran mag als Beispiel dienen. Lästig sind sie aber allemal!
Bild 5: Nach ca 10 Aufnahmen kletterte die Echse gemächlich den Feldahornstrauch hinauf, wo dann auch die Bilder in der Galerie und das letzte hier entstanden sind. Klettern ist für Smaragdeidechsen eine alltägliche Fortbewegungsart, am Kaiserstuhl hatte ich auch schon manche viridis auf Robinienstämmchen gesehen.
Alles in allem für mich eine schöne und spannende Begegnung!
LG Jürgen
Bild 1: Der alte Veteran, über den ich fast gestolpert wäre, lag gelangweilt im Sonnenspot auf einem schattigen Waldweg. Ich stand praktisch senkrecht über ihm, ließ das Uniloc aus der Hand gleiten und "knipste" mit einer Hand senkrecht nach unten. Dabei bewegte ich mich äußerst langsam, da ich ja nicht wusste wie scheu das Tier sein würde!
Gut zu erkennen ist aus der Perspektive, dass dem Oldie ein Stück des Schwanzes fehlte. Er hatte ihn wohl bei seiner letzten gefährlichen Begegnung mit einem Freßfeind abgeworfen. Diese Fähigkeit besitzen ja allen heimischen Echsen; sie ist oft die letzte Möglichkeit das Leben auf Kosten eines entbehrlichen Körperteiles zu retten!
Der abgeworfene Schwanz zappelt übrigens noch ne Weile um den Fressfeind abzulenken.
Bild 2. Zur Paarungszeit trägt das Männchen der Smaragdeidechse eine intensive Blaufärbung im Kehlenbereich. Blau kommt zwar auch außerhalb dieser Zeit und auch beim Weibchen vor, ist aber beim Männchen während der Balzzeit am kräftigsten. Die Art Lacerta viridis kommt von Nordspanien bis nach Südrussland und von der Normandie bis Sizilien vor. In Deutschland lebt sie bevorzugt in Wärmegebieten an Rhein, Mosel und Donau. Häufig lebt sie auch am Kaiserstuhl.
Bild 3: Hat man eine gewisse Fluchtdistanz unterschritten, kann man sich in der unmittelbaren Nähe der Echse zwar langsam, aber problemlos und unerkannt bewegen. Man wird nicht mehr als Bedrohung gedeutet und kann sich ihr bis auf wenige Zentimeter nähern.
Bild 4: Lediglich ein gelangweiltes Öffnen des Maules hatte die Echse für meinen Annäherungsversuch übrig, der gedämpfte Blitz mit dem ich alle Bilder am lichtschwachen Waldboden im Unterholz machte störte sie nicht im geringsten. Gut zu erkennen war ein intensiver Zeckenbefall, am Auge und in den Ohrlöchern, saßen ca 15 der Quälgeister. Trotzdem denke ich nicht, dass die Zecken den Echsen gefährlich werden, der alte Veteran mag als Beispiel dienen. Lästig sind sie aber allemal!
Bild 5: Nach ca 10 Aufnahmen kletterte die Echse gemächlich den Feldahornstrauch hinauf, wo dann auch die Bilder in der Galerie und das letzte hier entstanden sind. Klettern ist für Smaragdeidechsen eine alltägliche Fortbewegungsart, am Kaiserstuhl hatte ich auch schon manche viridis auf Robinienstämmchen gesehen.
Alles in allem für mich eine schöne und spannende Begegnung!
LG Jürgen
