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Beitragvon mt@aukzion.com » Fr Mär 26, 2010 20:23

Die SONY Cyber-shot T100 mit 8MegaPixel reicht völlig aus.
Meine F30 hat auch nur gut 6MP
Die Bildbreite für Vollbild schätze ich auch 40mm.
Bei mir sinds über 50mm.
Was aktuell gebaut wird ab Preisklassse F70 ist tauglich, wirklich schlechte Kameras gibt es nicht mehr.

Im Fall der F70 wohl auch abhängig von der Optik davor.
Die Raynox scheint mir nicht MP geeignet zu sein.
Wohl tatsächlich für Video gedacht.
Sollte mit guter Optik meine F30 toppen können.
Im Makro Faktor sowieso dankt 270 statt nur 108mm.

Grüße

Mike
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Kamera: Fuji F30
Objektiv: kleine Makro Optik aus meiner Sammlung
Belichtungszeit: 1/210
Blende: F5
ISO: 100
Beleuchtung: April vor 16 Uhr also gut, sonnig
Bildausschnitt ca.: keiner Vollbild
Stativ: nein von Hand.
---------
Aufnahmedatum:
Region/Ort:
Lebensraum:
Artenname:
kNB
sonstiges:
Eine Osterglocke, die Stämme sind innen die eigentlich zierlichen Stempel.
Der Käfer hängt irgendwie zwischen den Stempeln ab.
Ich muß nicht dazu sagen dass der klein ist.
Blüten Pollen sieht man auch.
DSCF3693 2.jpg (60.67 KiB) 4525 mal betrachtet
DSCF3693 2.jpg
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Beitragvon nurWolfgang » Sa Mär 27, 2010 23:21

nurWolfgang hat geschrieben:Hallo,

ich finde das auch sehr interessant, bei gutem Licht schaffen die kleinen so viel wie die großen Kameras..



mt@aukzion.com hat geschrieben:
der-addi hat geschrieben:Eigentlich sogar anders herum.
Wenn mit den großen lichttechnisch schon lange nix mehr geht mach ich mit den kleinen noch Bilder.
Ich hab keinen Lichtverlust bis ca. 10:1 an der FZ50 und 3:1 an der kleinen Fuji F30
Hab liveview, helles Display, Autofocus innerhalb des Fangbereiches, brauche keinen Blitz, kein Stativ.
Alles so easy wie immer, nur das ich teils Serienbilder mache..


Hallo Mike

bei wenig Licht rauschen die kleinen, ich habe eine Sony Alpha 550 und wenn es dunkel wird kann ich noch auf ISO 800 ohne viel Rauschen Fotos machen , die hat auch einen AF, ein helles Display und eine Stabilisierung am Sensor, da kommen meine kleinen nicht mit.
zusammen mit dem SAL 30M28 wiegt die Kamera ca. 800 Gramm das geht auch noch im Rocksack auf dem Fahrrad. Klar das kostet mehr.

Ganz davon abgesehen werden die Kompakten immer leistungsfähiger und die DSRL immer kompakter die Sensoren empfindlicher und die Software besser. Die Systeme werden sich annähern und der Preis geht auch weiter runter bei steigender Leistung.

Gruß

Wolfgang
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Beitragvon mt@aukzion.com » Mi Apr 21, 2010 13:52

Wolfgang,
die kleinen rauschen mehr, stimmt.
Wobei die F30 mit F2.8 die rauschärmste kleine ist, bis heute übrigens.
Nicht nur Helligheit auch Farbrauschen oder farbige Flecke, schlecht zu beschreiben.
Meine 400D macht das über ISO400 dann alles deutlich perfekter.

Ich nutze je nach einsatz die F30 oder FZ50

In Auflösung und Schärfe, kommt die 400D weder mit dem 18-55 IS noch mit dem 100-400 IS an die FZ50 heran.

Und das ganze wird im Tele wie im Makro Bereich schnell unhandlich, also sehr unhandlich.

Untauglich für meine Art der herangehensweise an Makros. Mit Rad unterwegs.
Genau genommen ist sie für garnichts zu gebrauchen ausser schön Wetter Bilder.
Ohne ein WW, ein Tele, Konverter dazu + Makroausrüstung kann die mir die FZ50 + F30 nicht ersetzen.
Preislich von 20-1.200mm zu kommen + Makro, denn das ist mein Bereich den ich nutze, ist unter 5-stellig völlig illusorisch.

Klar ich erhalte qualitativ bessere Bilder.
Kann vieles aber auch gar nicht machen.
Deshalb habe ich es aufgegeben die 400D weiter hoch zu rüsten.


Beispielsweise habe ich auch schon mal bei Sonne 1/640, oft bis 1/1000 bei F8
Damit kann ich Optiken mit Bildbreite 10mm oder oft auch nur 4mm noch freihändig einsetzen.
Oft bis in die beginnende Dämmerung hinein. Ganz ohne die ISO hoch zu stellen, immer frei Hand, eh klar.
Ich such mal nachher was extremeres, hab ja bisher noch keines mit z.B. nur 4mm auf volle Bildbreite hier eingestellt.

Nachtrag, das kleine, wahrscheinlich wild Bienchen sitzt auf einem (eher kleinen) Gänseblümchen, andere hier sind doppelt so groß.
Alles was zu sehen ist hat mal gerade 10mm, somit hat das Bienchen vielleicht 6mm Länge.

.
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Kamera: Ein Crop, 1:1, unverändert, out of cam, vom nachfolgenden original Bild.
Objektiv:
Belichtungszeit:
Blende:
ISO:
Beleuchtung:
Bildausschnitt ca.:
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sonstiges:Kamera:
Objektiv:
Belichtungszeit:
Blende:
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Stativ:
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kNB
sonstiges:Kamera:
Objektiv:
Belichtungszeit:
Blende:
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Beleuchtung:
Bildausschnitt ca.:
Stativ:
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2010_04170012 klein.jpg (106.24 KiB) 4380 mal betrachtet
2010_04170012 klein.jpg
Kamera: F30
Objektiv: Makro Optik davor, 10mm breite = Vollbild
Belichtungszeit: 640
Blende: 8
ISO: 100
Beleuchtung: sonnig
Bildausschnitt ca.: 1:1
Stativ: nie
---------
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2010_04170012 o klein.jpg (100.19 KiB) 4383 mal betrachtet
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Blumen Porno

Beitragvon mt@aukzion.com » Mo Mai 03, 2010 17:51

Hier der Intimbereich eines Gänseblümchens.

Blütestand, Stempel, oder was auch immer, nebst Blütenpollen.

Die Gänseblümchen Pollen haben hier ca. 11µm an Durchmesser.


F8, ein 250stel, ISO 100, Kamera F30 Taschenknipse, eine meiner Makro Optiken davor.


Wie immer freihändig, ich meine die Hand hatte ich am Boden aufgelegt, da gibts kaum Ausschuß.

Das geht auch ganz fix, hinknien, anpeilen, schärfe suchen, abdrücken, dauert alles nur Sekunden.


Immer wieder faszinierend das zu sehen, was man normal nie sehen kann, so gut kaum im Mikroskop.


Schaut man sich das am Bildschirm an so haben die Pollen ca. 2mm Durchmesser.


Macht bei 11µm in real also ca. 200-fache Vergrößerung am Bildschirm.


Da geht natürlich noch mehr, bis 1000-fach ist kein Thema.



Grüße

Mike
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Kamera:
Objektiv:
Belichtungszeit:
Blende:
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Beleuchtung:
Bildausschnitt ca.:
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Blütenpollen um 11µm.jpg (74.03 KiB) 4222 mal betrachtet
Blütenpollen um 11µm.jpg
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Beitragvon miclindner » Di Jul 27, 2010 16:47

mt@aukzion.com hat geschrieben:
Stuessi hat geschrieben:
mt@aukzion.com hat geschrieben:
wie kann ich z.B. die Angabe 20mm im einen Maßstab x:1 umrechnen?
Wieso ist das alles stärker als 1:1 bis 12:1?

Gruß,
Stuessi


[1] Wieviel zu 1 geht ganz einfach.

Als Referenz dient ein Dia oder Negativ, 24x36mm = ein Vollformat Sensor.
Wenn deine Kamera 50mm als kleinstes abbilden kann dann ist das etwa 1:1,4
Die offizielle Definition für Makro ist 1:1 du müsstest dann also 36mm gerade so scharf auf die Kamera bringen. ...



[2] lediglich Nahaufnahmen.
Dazu genügen ordentliche Nahlinsen und das gibt es perfekt bis ca. 7/8 Dioptrien.
Z.B. die 2 beliebten Raynox Nahlinsen, 3-Linser übrigens.

Die 150er für kleinere Schmetterlinge, die 250er kann auch schon jenseits von 1:1 kommen.
Also echtes Makro, was Kameraseitig Brennweiten/Zoom abhängig ist.

Ich hoffe es hilft dem einen oder anderen.

Grüße

Mike



Hallo Mike,
... lese mich gerade hier ein bischen ein. Zu [1]: Ich dachte bisher immer, der Abbildungsmaßstab wird nach "offizieller Definition" immer relativ zum Aufnahmemedium berechnet. Zu Diafilmzeiten eben auf das "Aufnahmefenster" 24 x 36 bezogen wie von Dir geschrieben , im Digitalzeitalter wechselt das aber leider, an meiner E-3 ist 1:1 danach ein Objektfeld von 17,3 x 13 mm, was auf KB gerechnet äquivalent einem AM von 2:1 entsprechen würde (vom Bildeindruck her gesehen, egal, wie technisch realisiert). Das sollte man vielleicht beachten, bevor man eine schöne Zahl nach dem Motto "die Größe macht's" unter sein Bild setzt.
Gerade im Vergleich von Bildern, die mit einer DSLR einmal mit KB-Sensor, einmal mit FT-Sensor gemacht wurden, kann man sich da sonst ganz schön vertun, obwohl die Bilder dem Betrachter ansonsten denselben Motivausschnitt zeigen.

Wenn ich bedenke, wie oft in Foren das Thema Schärfentiefe bei steigendem AM ein Problem darstellt, ist es vielleicht sogar oft besser, einen Gang zurückzuschalten, mit kleinerem AM zu fotografieren und dann nachträglich das Bild zu beschneiden, wenn das die Pixeldichte des Sensors hergibt.

Sinnvoller wäre es vielleicht auch, die Objektfeldabmessungen zu berücksichtigen oder den Sensortyp mit anzugeben (Kompaktkameras wie die FZ-50 sind da mit dem sehr kleinen Sensor im Vorteil (auch was die Schärfentiefe angeht), aber bei der späteren Nachvergrößerung haben sie dann wieder Nachteile ?


zu [2]: bei der Raynox dcr-250 liest sich das wie ein Qualitätskriterium (3-Linser); allerdings sollte man fairerweise bedenken, dass auch diese Linsen ihre Grenzen haben und (leider) nicht die Krone der technologischen Entwicklung darstellen (sie sind für die gebotene Leistung nur überraschend günstig).

Damals, als die "Makrolinsen" in Mode kamen, konnte man immer sagen, dass die Vorsatzachromate (sogenannte "Zweilinser") im Gegenstz zu den "Einlinsern" optisch immer Vorteile brachten, bei den Raynox ist das oft aber nicht immer so, da bringt manchmal ein alter Minolta-VA bessere Kontrastwerte als die moderne Linse (Beispiel: am 2.0/50er Makro von Olympus). Man muss es leider immer noch ausprobieren meiner Meinung nach.

viele Grüße
Michael Lindner
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Beitragvon HCS » Fr Jul 30, 2010 13:44

miclindner hat geschrieben:Hallo Mike,
... Ich dachte bisher immer, der Abbildungsmaßstab wird nach "offizieller Definition" immer relativ zum Aufnahmemedium berechnet.

Der Abbildungsmaßstab ist das Verhältnis Bildgröße zu Gegenstandsgröße, die Abmessung des Aufnahmemediums geht nicht ein. Zum Glück, möchte man sagen, seit solche Pseudoparameter wie der Cropfaktor zur allgemeinen Verwirrung beitragen...
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Beitragvon miclindner » Sa Jul 31, 2010 13:58

... man kann den Abbildungsmaßstab über mehrere Wege berechnen (ob man darüber nun verwirrt ist, oder nicht); geht man von den Objektfeldabmessungen und damit von der Bildgröße (B) aus (was die meisten tun werden), dannn ist man ganz schnell bei der Gegenstandsgröße (G), die sich danach richtet, was der Sensor von seinen Abmessungen abbilden kann

A = B/G

und dann ist man schon beim Crop-Faktor (was ja nicht unbedingt schlimm sein muss, mein Taschenrechner schafft das noch so gerade).

dazu mehr bei Interesse:

http://de.wikipedia.org/wiki/Abbildungsma%C3%9Fstab

http://www.elmar-baumann.de/fotografie/ ... sstab.html

http://www.microott.de/pages/makrofotografie.php

http://www.digitalkamera.de/Fototipp/Kl ... /2457.aspx

www.nikon-fotografie.de/vbulletin/ ... herleitungen - abbildungsmaßstab.pdf

oder hier
http://www.rofrisch.de/fotokurs/index.p ... erfentiefe

"Wenn ich eine 1 cm große Fliege so nah fotografiere, dass sie auch auf dem Film bzw. Bildsensor der Kamera in einer Größe von 1 cm abgebildet wird, spricht man von einem Abbildungsmaßstab von 1:1. Es geht also um die Abbildung in der Kamera und nicht etwa um eine spätere Vergrößerung ... "

oder hier
(aus Zeiten der Filmära) "Handbuch der Laufbildfotografie" Von Walter Jaklitsch - Abschnitt Makrofotografie S. 177:

"... in Relation zu zwei häufig verwendeten Bildformaten: Der AM m = 0,1 entspricht in etwa der in der Höhe etwas enger gefaßten formatfüllenden 35-mm-Normalformataufnahme eines Gesichtes. Das 16 mm-Normalformat zeigt dei einem AM von 0,1 aufgrund des kleineren Bildformates [in der Kamera !] nur mehr einen Ausschnitt des Gesichtes in der Höhe von 7 cm ..."
- will man aber denselben Bildeindruck vergleichen, dann muss sich logischerweise der AM verändern, man bekommt für denselben (!) Motivausschnitt unterschiedliche AMs je nach verwendeter Kamera bzw. Sensor- bzw. Filmgröße.




Rechnet man mit Entfernungen (was natürlich auch geht, nur im Freiland ungleich schwerer zu bestimmen ist) , wird es ungleich komplizierter (daher bevorzuge ich die Objektfeldabmessung):

http://www.sonyuserforum.de/forum/showt ... 068&page=2



was für komische Ansichten über den AM kursieren, kann man hier nachlesen:

http://www.dslr-forum.de/showthread.php?p=3435886


Nachtrag: Ich vergaß folgenden Link

http://olypedia.de/Abbildungsma%C3%9Fstab



viele Grüße
Michael Lindner
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Beitragvon Guppy » So Aug 15, 2010 22:26

Bei 1:1 wird ein Gegenstand auf der Fimebene (Chip) gleich gross Abgebildet, wie er in der Realität ist.

Wenn dieser Gegenstand so gross ist, dass er bei einer Kamera mit Crop Faktor 1.6 die ganze Bildbreite benötigt, dann wird er bei einer Vollformatkamera bei gleichem Abbildungsmasstab noch mit etwas Umgebung aufgezeichnet.

Das grösste Problem bei der Definition des Abbildungsmassstabes ist, dass die Erklärungen sich oft auf ein Objekt beziehen, das die ganze Bildbreite (Chipbreite) benötigt. Dadurch meinen viele Leser, dass der Abbildungsmassstab das Verhältnis der Grösse zwischen Realität und Bildbreite (Chipbreite) ist.

Gut Licht

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http://www.focus-stacking.com
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Beitragvon miclindner » Mo Aug 16, 2010 15:07

... Die Definition laut Lehrbuch ist eben so (Abhängigkeit vom Aufnahmeformat), deshalb ist man ja auch dazu übergegangen, den Begriff der sogenannten Objektfeldabmessungen in den Vordergrund zu stellen und weniger das Motiv (obwohl das Grundprinzip gleichbleibt, es löst einen aber etwas von der Objektbezogenheit); das ist insofern auch praxisnäher, da man nie die Fliege abbildet sondern natürlich immer aus bildkompositorischen Gründen etwas Luft herum lässt.

So schätzt man also grob ab, ob der gewünschte Bildeindruck z.B. einer Fläche von Diagröße entsprechen würde und stellt seine Geräte darauf ein und fokussiert dann durch Vor- und Zurückgehen. Der AM wäre je nach verwendetem System bei einer Filmkamera oder einer DSLR mit KB-Sensor 1:1, bei einer Crop-2.0-Kamera aber "nur" 1:2 (s. unten und olypedia zum 2.0/50er ZD).

Man kann auch sagen: 1:1 ist erreicht, wenn das Bild im Rohdatenspeicher der Kamera einem Ausschnitt der Realität in Größe des Film- oder Sensorformates entspricht (egal, ob das "Motiv eine Fliege oder ein Stück Millimeterpappier ist). Am Millimeterpapier kann man sich das auch noch klarer machen: Bei AM 1:1 mit meiner E-3-Kamera fotografiere ich ungefähr 17 x 13 mm ab, mit meiner "alten" Film-OM-4-ti aus gleichem Hause etwa 24 x 36 mm (das kann ich deshalb vergleichen, da ich damals wie heute Justierungsaufnahmen für meine Geräte nach demselben Verfahren mache).

Daher auch der wirklich alte Trick, zur Bildkompenstion einen leeren Diarahmen mitzunehmen und am Mindestabstand des verwendeten (Makro)Objektives vor das Motiv zu halten, um sich das Bild beser "vorstellen" zu können (nachher macht man das mit Erfahrung und bedient sich da der Staffelung in der Nah- und Makrofotografie (gelt nur für FT): Daumennagel (1:1) - Diarahmen (1:2 = rund 4x Daumennagel) - halbe Postkarte - Postkarte - DIN-A5 ...

Deshalb auch sind die Angaben, die die Firma Olympus, die Firma Nikon und die olypedia des oly-e.de-Forums machen, korrekt (nämlich entsprechend den abgelichteten Objektfeldabmessungen den AM jeweils für FT und KB getrennt zu berechnen (bei Nikon für 1.6Crop und "Vollformat") und das in den gängigen Listen auch anzugeben; berechnen ist ja übertrieben, bei Olympus ist es einfach Faktor 2).

viele Grüße
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Beitragvon miclindner » Mo Aug 16, 2010 15:08

gelöscht, da doppelt ...

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