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White satin, jetzt auch mit mehr Tiefenschärfe

Verfasst: 12. Okt 2014, 09:51
von michelchen
Moin,

da ich bis vor kurzem keinen Dornfinger tagsüber finden konnte, gibt es ein Heute ein Weibchen in ihrem Nest zu sehen.
Die Ammen-Dornfinger sind nachtaktive Jäger, bauen also keine Netze zum Beutefang. Nur für den Tag und für die Aufzucht der Kleinen werden ca. Ei große Schutznester in höheren Regionen gebaut.
Das Weibchen webt einen Kokon für den Nachwuchs und drum herum eine Behausung für sich, um die lieben Kleinen zu beschützen, daher die Namensgebung. Während dieser Phase verlässt sie das Nest nicht mehr zur Jagd.
Ca. 30 Tage nach dem Schlupf des Nachwuchses wird der Kokon von der Mutter geöffnet. Danach geht sie an Unterernährung zu Grunde. Die Kleinen ziehen sich in die krautigen Unterschichten für die Überwinterung zurück.

Vielen Dank für die Beiträge zu meinem letzten Bild.

Viele Grüße

Michael

Verfasst: 12. Okt 2014, 10:18
von Gabi Buschmann
Hallo, Michael,

zuerst einmal danke für deine ausführliche
Information, die ich sehr interessant finde.
Das ist ein Bild, das man lange betrachten kann
und muss, denn es gibt viel zu entdecken.
Der Blick durch das gesponnene Netz wirkt
zuerst verschleiert, aber dann entdeckt man
doch den Schärfekorridor, der über das linke
Auge zu den Giftzähnen (?) führt.
Unten kann man schön die Netzstruktur sehen,
das Netz wirkt ansonsten wie ein Schleier.
Mir gefällt der Einblick in diese verborgene
Welt sehr gut, da hast du eine tolle Perspektive
gefunden und ein spannendes Bild komponiert.

Verfasst: 12. Okt 2014, 12:46
von Peter Schmitz
Hallo Michael,

hochinteressanter Text mit einer gelungenen Aufnahme.
Man muss schon genau hinschauen, um Dein Bild zu erfassen.
Klasse die Sicht auf die scharfen Augen durch das Netz.

Verfasst: 12. Okt 2014, 17:48
von Freddie
Hallo Michael,

die Schärfe ist etwas verschleiert, aber ich nehme an, du wolltest es so.
Meinen Sehgewohnheiten entspricht das nicht, aber beeindruckend ist das Makro schon.

Verfasst: 12. Okt 2014, 18:51
von Knödi
Moin Michael,

danke für die ausführliche Beschreibung im Eingangstext. Die verschleierte Schärfe stört mich auch ein wenig. Eine Spinne, die ich aber auch gerne mal vor der Linse hätte.

LG
Michel

Verfasst: 12. Okt 2014, 21:42
von Werner Buschmann
Hallo Michael,

das ist ein lohnendes Projekt,
die Dornfingerspinne in ihrem Nest zu
fotografieren.

Ich finde es trotzdem etwas Schade, dass Du den
Fokus nicht auf die beiden mittleren großen
Augen gelegt hast.

Ansonsten ist das ein genialer Schärfeverlauf und
eine herrlich verschleierte Aufnahme.

Verfasst: 13. Okt 2014, 09:07
von cleo
Hallo Michael,

wie gerne hätte ich diese faszinierende Spinne auch mal vor der Linse!
Ich "schleiche" nun schon ein paar mal um Dein Bild ..
und bin mir einfach nicht sicher, ob ich es schlichtweg genial finde, oder mir
nicht doch etwas Schärfe/ Klarheit fehlt..
bitte verstehe mich nicht falsch - die Bildidee,
die Spinne verschleiert durch ihr Netz abzulichten finde ich klasse, auch die Farben und die BG überzeugen mich total -
aber vermutlich würde ich den Dornfinger einfach gerne scharf sehen ;-)
Trotzdem ist Dein Bild ein kleines Kunstwerk.

Liebe Grüße
Christina

Verfasst: 13. Okt 2014, 10:41
von wolfram schurig
Hi Michael!

EIne eindrucksvolle und geheimnisvolle Bildwirkung hast Du da erzielt. Bzgl. Fokus teile ich die Meinung von Werner!

LGr

Wolfram

Verfasst: 13. Okt 2014, 16:24
von klaus57
Hallo Michael,
ich finde diese Aufnahme fantastisch. Die natürliche Bildgestaltung mit der in ihrem Nest verharrenden
Spinne...die Schärfe, die vielleicht nicht jeder so setzen würde, gefällt mir ausgezeichnet. Ich würde
sagen, da liegt ein kleiner Schleier im Vordergrund der nicht die ganze Augenpartie scharf erscheinen läßt.
Ich hätte noch ein wenig abgeblendet! Welches Objektiv, wenn man fragen darf?
Auf alle Fälle eine wunderschöne Aufnahme!
L.g.Klaus

Verfasst: 13. Okt 2014, 18:28
von Digicat
Servus Michael

Die Beißerchen sehen beeindruckend aus.

Meine Gattin durfte sie schon mal oberhalb des Knöchels spüren.
Das Gift löst das Gewebe auf und das verursacht ähnliche starke Schmerzen wie eine Brandwunde und sieht man auch noch heute. Zwei kleine Löcher, ca. 5mm im Durchmesser und ca. 2mm tief, dunkel gefärbt werden wohl Lebenslang sichtbar bleiben.
Der Heilungsprozeß dauerte für so kleine Wunden sehr lange. Dunkel können wir uns an ca. ein Monat erinnern.

Sorry für den Exkurs

Sehr schön sieht man bei deinen Makro das Gewebe rund um die Spinne.

Hat ein bisserl was von "Voyeurismus"

Hast toll eingefangen.
Hätte ich nicht gekonnt, dank sehr großen Respekt (siehe Exkurs) vor dem Spinnchen.

Liebe Grüße
Helmut