Quo vadis ... oder ... wo gehen wir hin ?

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ji-em
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Quo vadis ... oder ... wo gehen wir hin ?

Beitragvon ji-em » 17. Sep 2016, 07:01

Hallo zusammen,

Seit einige Tagen beschäftigt mir diese Frage sehr.
Wo gehen wir, Makrofotografen hin ?
Wo geht das Forum hin ?
Wo gehe ich hin ?????

Einige Threads und viele Kommentare haben mich
zu diese grundlegende Fragen geführt.

Worum es geht, zeige ich Euch hier in Bilder ...
In die Kameradaten stehen viele wichtige Informationen !

Ursprünglich hatte ich gar nicht im Sinn, diese Bilder zu zeigen.
Ich brauche zu den Bilder eingentlich kein Kommentar ...

Sie sollen nur zum Nachdenken anregen ...
Eure Gedanken zum Vorgehen beim Fotografieren,
können mich (und vermutlich Andere)dazu helfen,
die obgenannte Frage zu beantworten.
Wo gehen wir hin ?

Es geht nicht um meine Peson.
Es geht um die Makrofotografie,
Es geht darüber hinweg um die Fotografie im Allgemeine
und schliesslich geht es um noch viel mehr ... :roll:

Ich hoffe, Euch mit diese Bilder zu berühren und zum
Denken an zu regen und hoffe dass daraus, viel guter
Austausch entstehen kann.

Danke im Voraus .

Gruss,
Jean

P.S. Das Mantis Paar wurde sehr vorsichtig im originale Biotop
zurückversetzt.
Dateianhänge
Kamera: D 810
Objektiv: 200 mm f 4.0
Belichtungszeit: 1/5 Sek +1.3 LW
Blende: f 5.6
ISO: 100 ISO
Beleuchtung: Schatten
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe): 0 %
Stativ: Ja
---------
Aufnahmedatum: 2016.09.06: 07.51 Uhr
Region/Ort: Kanton AG
vorgefundener Lebensraum: Biotop
Artenname: Mantis
NB ziemlich sicher 100 % NB
sonstiges: Bewusst im Bildfeld NICHTS verändert. Normale EBV auch wenn ich teile vom Bild lokal behandelt habe.
20160906-065132-190-corr-compr-1200-800-MFDE-JM.jpg (481.37 KiB) 964 mal betrachtet
20160906-065132-190-corr-compr-1200-800-MFDE-JM.jpg
Kamera: D 810
Objektiv: 200 mm f 4.0
Belichtungszeit: 1/5 Sek +1.3 LW
Blende: f 5.6
ISO: 100 ISO
Beleuchtung: Schatten
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe): wenig beschnitten um das Bild zu optimieren !
Stativ: Ja
---------
Aufnahmedatum: 2016.09.06: 07.51 Uhr
Region/Ort: Kanton AG
vorgefundener Lebensraum: Biotop
Artenname: Mantis
NB ziemlich sicher 100 % NB
sonstiges: Bewusst im Bildfeld NICHTS verändert. Normale EBV auch wenn ich teile vom Bild lokal behandelt habe.
20160906-065132-190-corr-REC-01-compr-1200-800-MFDE-JM.jpg (473.88 KiB) 964 mal betrachtet
20160906-065132-190-corr-REC-01-compr-1200-800-MFDE-JM.jpg
Kamera: D 810
Objektiv: 200 mm f 4.0
Belichtungszeit: 1/5 Sek +1.3 LW
Blende: f 5.6
ISO: 100 ISO
Beleuchtung: Schatten
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe): noch etwas mehr beschnitten
Stativ: Ja
---------
Aufnahmedatum: 2016.09.06: 07.51 Uhr
Region/Ort: Kanton AG
vorgefundener Lebensraum: Biotop
Artenname: Mantis
NB ziemlich sicher 100 % NB
sonstiges: Bewusst im Bildfeld NICHTS verändert. Aber mittels EBV, einige Elemente im Bild
bearbeitet damit sie entweder besser zum Vorschein kommen ... oder ... verschwinden.
20160906-065132-190-corr-REC-02-compr-1200-800-MFDE-JM.jpg (472.27 KiB) 964 mal betrachtet
20160906-065132-190-corr-REC-02-compr-1200-800-MFDE-JM.jpg
Kamera: D 810
Objektiv: 200 mm f 4.0
Belichtungszeit: 1/13 Sek +1.0 LW
Blende: f 8.0
ISO: 100 ISO
Beleuchtung: Schatten
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe): 0 %
Stativ: Ja
---------
Aufnahmedatum: 2016.09.06: 08.25 Uhr
Region/Ort: Kanton AG
vorgefundener Lebensraum: Biotop
Artenname: Mantis
Kontrolliertes NB ... oder KEIN NB
sonstiges: Mantissen in ihren Biotop freigestellt indem einige "störende" Gräser weggeschnitten wurden, Ansitz fixiert.
20160906-072546-940-corr-compr-1200-800-MFDE-JM.jpg (471 KiB) 964 mal betrachtet
20160906-072546-940-corr-compr-1200-800-MFDE-JM.jpg
Kamera: D 810
Objektiv: 200 mm f 4.0
Belichtungszeit: 1/15 Sek + 0.7 LW
Blende: f 18.0
ISO: 100 ISO
Beleuchtung: Abgeschattet !
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe): 0 %
Stativ: Ja
---------
Aufnahmedatum: 2016.09.06: 09.57 Uhr
Region/Ort: Kanton AG
vorgefundener Lebensraum: Biotop
Artenname: Mantis
Kontrolliertes NB ... oder KEIN Naturbild
sonstiges: Mantissen, samt Ansitz aus ihren Biotop herausgeschnitten und ca. 8 M weiter an eine Pflanzenklammer fixiert. Ansitz oben im Bild verlängert ... weil er dort abgeschnitten war (der Ansitz wurde ... um-ge-kehrt weil sich das Weibchen vorher umgekehrt hatte ... ) ! Achten sie auf dem Verlauf vom gedorrte Blatt ... wächst nach UNTEN !
20160906-085755-990-corr-REC-compr-1200-800-MFDE-JM.jpg (464.32 KiB) 964 mal betrachtet
20160906-085755-990-corr-REC-compr-1200-800-MFDE-JM.jpg
Zuletzt geändert von ji-em am 17. Sep 2016, 08:41, insgesamt 2-mal geändert.
Vergleichen macht vieles klar ... ! :-)
Mein Kommentar wiederspiegelt nur meine momentane, bescheidene, persönliche Meinung.
Bitte, auf kein Fall, persönlich auffassen auch wenn ich mich irreführend mitgeteilt habe.
Ich lese lieber 2-3 aufrichtige, negative Kommentare ... als gar keine ! :-)
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Seanaja
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Quo vadis ... oder ... wo gehen wir hin ?

Beitragvon Seanaja » 17. Sep 2016, 08:14

Hallo Jean,
auf Deine Fragen wirst Du so viele unterschiedliche Antworten bekommen, dass es Dich sicherlich noch mehr verwirren wird.
Das herangehen ein Foto zu erstellen ist so individuell wie das fotografieren selber.
An Deinen Bildern sieht man sehr gut, wohin Deine Gedankengänge gehen, genau das ist, was jeder für sich selber, entscheiden und vor allem verantworten muss.

Für mich selber habe ich beschlossen, die Gegebenheiten so zu nehmen, wie ich sie vorfinde, so ist es nun mal.
Ich sehe mich als Beobachter und möchte nicht aktiv eingreifen.
Alleine über meinen letzten Satz kann man schon eine Grundsatzdiskussion führen, wenn ich da schon so herum trample greife ich ja schon aktiv ein.
Ich sehe mich, als Mensch, aber auch als Teil der Natur, ein Reh/Schwein oder sonst was
wird man sicherlich auch nicht verurteilen, dass es ein schwer erarbeitete Spinnennetze oder sogar eine kleine Schnecke zerstört hat.

Ich würde aber nicht 50 cm um mein Motiv alles niedermähen, nur um das Motiv besser freistellen zu können, da versuche ich es lieber mit einer anderen Position.

Diese Woche hatte ich ähnliche Gedankengänge, es ging um die Diskussion über Ringelnattern.
Ab und an kann ich so einige Dinge nicht so recht nachvollziehen, störe ich das Tier durch meine Anwesenheit? Ändere deshalb das "natürliche" Verhalten?
Ja, natürlich mache ich das, jeden Tag aufs Neue und das nicht nur bei Tieren. Durch meine Anwesenheit beeinflusse ich auch das Verhalten meiner Mitmenschen in gewisser Weise,
mal zum positiven mal nicht.

Es kommt auch immer darauf an mit welchem Tier man es zu tun hat, ein Beispiel - Wo fotografiert man am besten Spatzen? Sicherlich nicht auf meiner Wiese,
denn dort sind sie so scheu, dass ich sogar mit 600 mm an APS-C mich schwer tun würde.
In Zoo oder Tierparks sieht das schon anders aus, dort sind die Kleinen so zahm das man sie schon mit dem Makroobjektiv fotografieren kann.
Und will man die netten Gesellen mit dem Weitwinkel fotografieren fahrt man zum Drive In von .....

Was ich damit sagen möchte, in meinem bevorzugtem Fotografier-Gebiet herrscht solch ein Treiben von Spaziergängern und Hunden samt Besitzer, dass sogar die dortigen Ringelnattern sehr zutraulich sind.
An manch eine kann ich mit Hund, in zwei Metern Abstand, vorbei gehen, ohne sie zu stören. Sie beobachtet uns genau und gut ist.

Ob dieses Verhalten von stadtnahen Tieren nun gut oder weniger gut ist.....

Nun bin ich aber etwas abgeschweift, zurück zu Deinen Bildern :-)

Ob jemand das Motiv seiner Begierde so umsetzt wie Du es in Deinen Bildern zeigst, muss jeder für sich selber entscheiden, solange es nicht in einem Naturschutzgebiet geschied.
Wohin uns das bringt ist eine andere Sache.
Natürlich sieht das Motiv, so wie auf Deinem zuletzt gezeigten Bild "imposanter" aus, da kann ein Bild vom gleichen Motiv in mitten des Grases nicht mithalten.

Ich DANKE Dir für das Zeigen Deiner Bildbeispiele, sie sagen im Grunde doch alles!
Bis dann
Norbert
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Freddie
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Quo vadis ... oder ... wo gehen wir hin ?

Beitragvon Freddie » 17. Sep 2016, 08:55

Hallo Jean,

du fragst mich vorhin erst, ob man eine Häutungsszene einer Mantis, welche leicht beeinflusst wurde, zeigen soll.
Dafür habe ich Verständnis. Dass du kurze Zeit später eine Paarungsszene einer seltenen und geschützten Art zeigst,
bei der die Tiere herum getragen und sicherlich gestört wurden, kann ich beim besten Willen nicht verstehen.
Du hast also eine zu frühe Trennung und damit erfolglose Paarung in Kauf genommen.
Was erwartest du jetzt für Reaktionen nach den Diskussionen aus der letzten Zeit?

Ich schreibe noch was zu den Bildern:
Technisch sind sie alle einwandfrei. Gut freigestellt sehen sie natürlich am schönsten aus.
Jeder muss selber wissen, wo er für sich die Grenze der Beeinflussung sieht.
Das betrifft zum einen die Bilder an sich, ob man also das perfekte Ergebnis
haben will oder sich mit einem kaum beeinflussten NB begnügt.
Aber auch der Schutz des Tieres darf dabei nicht unbeachtet bleiben.

Deine Frage zur Makrofotografie:
Der Weg im Forum geht sicher einen anderen als bei uns auf privater Ebene.
Die Ansicht des Forumsbetreibers ist wohl eine gut gemeinte Hilfestellung, aber nicht jedermanns Geschmack.
Ein Fotograf, der nur sensationelle perfekte Bilder haben will, wird die Empfehlung nicht annehmen.
Meine Kritiken spiegeln nur meine persönliche Ansicht wider.
Sie sollen helfen, sind aber völlig unverbindlich und keinesfalls böse gemeint.
Alle hier von mir gezeigten Bilder dürfen ungefragt für die Artengalerie verwendet werden.
Liebe Grüße und allzeit Gut Licht, Friedhelm.

Hier könnt Ihr meine Homepage besuchen: http://freddies-makro-blog.blogspot.de/
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Quo vadis ... oder ... wo gehen wir hin ?

Beitragvon kabefa » 17. Sep 2016, 16:47

Hallo Jean...

zurück aus einer Welt mit ganz anderen Problemen... werde ich hier im Forum... (meinem Lieblingsaufenthalt mein Hobby betreffend) gleich mit schwieriger Kost konfrontiert.

Trotzdem kann ich deine Frage: "Wo gehen wir hin"?" verstehen. Da ich noch zu den Lernenden gehöre und noch vor nicht allzu langer Zeit keine Ahnung von Freistellen usw. hatte,

bin ich natürlich noch auf der Suche nach dem "perfekten... freigestellten... bildgestalteten... knachscharfen Motiv mit weichem... verlaufenden HG. Aber eben... mein Know How... meine Ausrüstung... und die jeweilige

Situation in der Natur... lassen das perfekte Bild bei mir noch lange nicht zu. Aber weisst du was... es stört mich auch nicht... und auch nur der kleinste Fortschritt macht mir enorm Freude... und genau darauf kommt es

meiner Meinung nach an. Die Freude fördert die Motivation und umgekehrt... wohin das führt...? vermutlich jeden wo anders hin. Die Individualität und die Freiheit in der wir leben dürfen, ist ein grosses und sehr

wertvolles Geschenk... welches viele Menschen nicht geniessen können/dürfen. Wir können dafür dankbar sein.

Deine Bilder haben für mich alle ihre Berechtigung. Die ND genauso wie das Letzte... welches für mich schon sehr nahe an der Perfektion ist. Gefallen tun mir alle... jedes für einen anderen Zweck.

Ich finde es eine Bereicherung... wenn man sich manchmal mehr als die üblichen Gedanken macht. In diesem Sinne... :clapping: :clapping: :clapping:

LG Karin
Never give up... :-)
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Quo vadis ... oder ... wo gehen wir hin ?

Beitragvon makrolino » 17. Sep 2016, 18:31

Hallo Jean,

der Titel ist gut gewählt und deine Bilder-Reihe ein treffendes Beispiel, dein Anliegen und die
derzeitigen Diskussionen zu illustrieren.

Ich denke, jeder von uns hat das Bestreben, sich weiter zu entwickeln und mit der Zeit immer
bessere Bilder zu machen. In welchem Rahmen sich dieses "besser werden" bewegt, ist von
Fotograf zu Fotograf verschieden - Schönheit liegt im Auge des jeweiligen Betrachters und ist
sehr individuell.
Wie weit man dabei bereit ist, zu gehen, muss jeder für sich entscheiden und mit seinem
Gewissen vereinbaren. Das Forum mit seinem Grundverständnis kann dabei eine Hilfe zur
Orientierung sein und verschiedene Diskussionen können helfen, für sich selbst das richtige
Maß zu finden.

Deine Mantis-Serie zeigt sehr anschaulich, wie das in der Realität aussehen kann - von
Naturbildern, über das gestaltete Naturbild bis hin zum letzten, was einen deutlicher Eingriff
in den natürlichen Lebensraum und die Situation bedeutet....die ich selbst, so nicht nicht
vorgenommen hätte....nicht bei Gottesanbeterinnen und auch bei keinem anderen Tier.
Ich bin mir sicher, dass die Tiere auf diese Störung in irgend einer Art und
Weise reagiert haben und wenn ich die Bilder sehe (vor allem das vierte), war das in meinen
Augen gar nicht nötig, um ein schön gestaltetes und harmonisches Bild mit guter Freistellung
zu erlangen.

Das Bild ist auch mein Favorit.
Die Farben, diese Weichheit, das sanfte Licht, das Umfeld, dass die beiden schützend
zu umschließen scheint, sind einfach wunderbar. Die Schärfe und die BG tun ein Übriges,
um zu begeistern. Wirklich ein tolles Bild.
Die ersten drei NB´s sind ebenfalls sehr gut gemacht - sie zeigen die Paarungsszene in
ihrem natürlichen Umfeld, was eine hervorragende Doku ist.
Bild 5 hat einen schönen Verlauf des Hintergrundes, einen besseren Kontrast zwischen
Tieren und Umfeld und aufgrund der geänderten örtlichen Gegebenheiten, auch das
schönere Licht. Dennoch will es mich nicht überzeugen. Es wirkt irgendwie "gekünstelt".
Ich hoffe, du verstehst, was ich meine?! Erinnert mich an Postkarten-Bilder....
Allerdings muss ich einräumen, dass die Einschätzung durchaus beeinflusst wird,
da ich die anderen Aufnahmen zur Wahl hatte...

Sicher könnte man hier noch lang und breit schreiben, auch zur Entstehung, aber
ich möchte es dabei bewenden lassen.


Liebe Grüße,
Inka
****************************************************
Fotografie ist für mich:
Bekanntes neu entdecken, genießen und ehrfürchtig staunen.


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Quo vadis ... oder ... wo gehen wir hin ?

Beitragvon wwjdo? » 17. Sep 2016, 19:51

Hallo, Jean,

ich will da nicht groß herumreden. :wink:

Die letzten beiden Bilder entsprechen m.E. dem Galerieanspruch und sind
beide Klasse anzusehen.
Das letzte wirkt mir aber fast zu plakativ und entfremdet, wobei sich die Situation
zum Bild davor vermutlich nicht so stark unterschieden hat.

Ich denke, dass erfahrene Fotografen, die auch für die Belange des Naturschutzes
sensibilisiert sind, solche Bilder machen können.

Eine Entwicklung zu einer reinen ND-Galerie würde viele Fotografen enttäuscht
zurück lassen.
Ich plädiere in der Regel für verantwortungsbewusstes Gestalten. :good:

Eine wie auch immer geartete Regulierungswut erstickt m.E. zu sehr die Freude und Kreativiät an
unserem Hobby.
Das schließt aber unter Umständen den Verzicht auf eine Aufnahme, etc. nicht aus.
Liebe Grüße
Matthias
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Quo vadis ... oder ... wo gehen wir hin ?

Beitragvon Enrico » 17. Sep 2016, 21:20

Hey Jean,

Interessant ist für mich, wie man durch die Info das die beiden samt Ansitz versetzt worden sind
fast schon manipuliert wird.
Vielleicht bin ich zu naiv, aber unter glücklichen Umständen hätte so eine Aufnahme (Bild 5)
ja auch ohne Abschnitt entstehen können.
Wenn man es weiß, hat es für mich einen bitteren Beigeschmack.
Scheinbar mache ich mir beim betrachten von Fotos zu wenig Gedanken, um ihre Entstehung.
Andererseits geht es mir auch gar nicht darum, dies herauszufinden.
Ich möchte mich an Bildern erfreuen !!! Wenn ich jedes Bild bzw seine Entstehung in Frage stelle, verliere ich den Spaß
an diesem wunderbaren Hobby.
Natürlich hat das 5. Bild eine ganz andere Wirkung, als seine Vorgänger.
Es gefällt mir auch am besten. Warum ? Weil es wohl genau die Kriterien erfüllt, die auch hier gefragt sind
und nach denen die meisten auch eifern.
Um welchen Preis ?
Tja...Jetzt kommt der moralische Aspekt. Eine endlose Diskussion.
Muss man nicht machen das Bild. Jetzt hat man die Info unter welchen Umständen. Hätte aber auch evtl so vorgefunden sein können.
Der eine hätte es gemacht, der andere nicht.
Jeder muss sich an die eigene Nase packen.
Technisch einwandfrei gemacht sind sie alle.
LG Enrico
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Quo vadis ... oder ... wo gehen wir hin ?

Beitragvon Werner Buschmann » 17. Sep 2016, 23:05

Hallo Jean,

das ist ja ein didaktischer Bilderthread.
Danke.
Nach der Diskussion, die wir an verschiedenen Stellen aktuell geführt haben,
nehme ich von diesen Bildern Bild 2 oder 3.

:)

Das Bild 1-3 ist doch perfekt fotografiert.
Was uns aufgrund der Sehgewohnheiten, die wir hier unterstützt haben,
querkommt, ist das störende Umfeld.

Aber ist es wirklich störend?

Kann es nicht die Aufgabe der Fotografie sein, aus solchen Situationen ein gutes Bild entstehen zu lassen.
Ist der einzige und beste Weg immer das Abschneiden?

Für mich eine wichtige Anregung.
________________
Liebe Grüße, passt auf Euch auf und vergesst das Lächeln nicht!
Werner
5 :Stern: ist mein Maximum bei einer Rückmeldung.
Meine Sternebewertung beziehen meine Bewertung immer auf die Gesamtheit der
im Forum gezeigten Bilder.
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Quo vadis ... oder ... wo gehen wir hin ?

Beitragvon rincewind » 17. Sep 2016, 23:25

Hoi Jean,

Ich finde sehr gut wie Du das Problem thematisierst. Ich sagt mal ganz provokativ. Aus der geklammerten Situation des letzten Bildes ein perfektes Bild zu machen ist einfach nur ein wenig Handwerk. Mit ein wenig Übung und Erfahrung eigentlich kein großes Ding. Aus der Situation 1-3 etwas zu machen das auch in ästhetischer und gestalterischer Hinsicht zusätzlich zu der technisch und dokumentarisch sauberen gezeigten Abbildung richtig etwas bietet, das ist richtiges Können. (Da würde ich gerne mal hinkommen.)

LG Silvio
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Registriert: 1. Nov 2008, 14:57
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Quo vadis ... oder ... wo gehen wir hin ?

Beitragvon caesch1 » 18. Sep 2016, 11:31

Hallo Jean,
eine schöne Reihe zum veranschaulichen der diskutierten Probleme. Von den gezeigten Bildern gefallen mir Nr. 4 und 5 am besten und im Forum werden auch diese beiden Bilder bevorzugt. Die ersten drei haben zu viele Gräser, die stören, sodass sie- ausserhalb dieser Diskussion präsentiert- von den meisten Forumsteilnehmern wohl kaum beachtet würden. Aus dem Bild etwas aesthetisch Schönes zu machen, ohne die Vegetation abzuschneiden, das ist die grösste Herausforderung- wie dies Silvio oben schon erwähnte.
Die Diskussion, ob und wann wir Insekten mit unserer Fotografiererei stören, ist müssig; wir stören Insekten, Käfer und andere Tiere immer. Sobald sie uns sehen, fliehen sie, sofern sie können.
Ich fotografiere v.a. abends. Da geschieht es häufiger, dass Insekten- auch bei vorsichtiger Annäherung- trotzdem fliehen. Am Morgen, wenn sie taunass sind oder in Kältestarre ist es für sie meist unmöglich zu fliehen. Wenn man dann ihren Halm abschneidet (was man abends nicht könnte), umplatziert oder nur schon klammert, werden sie bestimmt deutlich gestört und gestresst. Sie möchten fliehen, können aber nicht, ein schrecklicher Zustand, vergleichbar Situationen in der Medizin, wo Menschen Medikamente erhalten haben: Sie haben Angst, können aber nicht mehr fliehen, weil sie durch die Medikamente zu müde sind.
In der Schweiz gibt es Naturschutzgebiete. In ihnen ist es eigentlich nicht erlaubt, die Wege zu verlassen. Wieviele Male haben wir Makrofotografen nicht schon abseits der Wege in solchen Gebieten fotografiert?! Wir sind doch Naturfreunde!? Wenn wir dann auf den Ort zurückschauen, an dem wir gewirkt haben, bin ich jeweils erschüttert, wie sehr die Vegetation an dieser Stelle niedergetreten ist, gelitten hat.
LG, Christian
LG, Christian

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