Jäger der Nacht II
Verfasst: 18. Dez 2022, 11:21
Hallo,
nach meiner ersten nächtlichen Tour um Wolfsspinnen zu fotografieren in diesem Jahr war ich angefixt und so folgten noch einige weitere abendliche Kameraspaziergänge. Wolfsspinnen haben es mir schon lange angetan, sie in Ruhe zu erwischen, da gehört meist aber viel Geduld dazu. Alopecosa fabrilis sind recht stattliche Vertreter in ihrer Familie, die schon mal an die 2 cm Körpergröße erreichen können. Tagsüber gut versteckt und schwer zu finden, sitzen sie Nachts im Freien auf der Lauer auf Beute. Dabei sind sie mit der Stirnlampe recht einfach auszumachen, da ihre Augen das Licht reflektieren und man sieht ein Funkeln und Glitzern am Boden wo sie sitzen. Dadurch sind die Tierchen auch sehr einfach aus einer Entfernung von 3-5 Metern auszumachen, Tagsüber hätte man da keine Chance auf solch eine Entfernung. Teilweise ist man dann auch sehr überrascht, was einen da angefunkelt und angelockt hat, so erging es mir oft, dass ich die entsprechende Stelle inspiziert und erstmal nix gefunden hab. Bei genauerem Schauen sitzt dann da ein nur wenige Millimeter großes Jungtier, deren Augen aber auch funkeln wie die der Großen.
Das Fotografieren im Dunkeln ist auch nicht anders als am Tage, einzig, dass ich zum Fokussieren ein LED-Licht an meinem Blitz montiert hab, so dass ich im Sucher auch was sehen kann. Belichtungstechnisch gibts da keinen Unterschied zu Tagfotografie, da ich mit dem Blitz ja immer wieder das gleiche Licht abrufen kann, muss man die Leistung nur manchmal dem Umfeld etwas anpassen, je nachdem ob es hell ist und eher reflektiert oder Licht “schluckt“. So sind Kamera wie auch der Blitz im manuellen Modus und man hat da recht schnell seine “Standards“ in der Einstellung gefunden, die WB habe ich auch auf einen festen Wert eingestellt. Der gezeigte Stack erfolgte manuell, durch leichtes Verschieben der Kamera, da das verwendete Objektiv keinen AF besitzt.
Die hier gezeigte Szene war der erste Fund und gleichzeitig der Höhepunkt meiner letzten Tour in diesem Jahr abgesehen von einer Gottesanbeterin, die Nachts um halb 11 gerade noch ihre Oothek abgelegt hatte. Die Spinne hatte gerade einen Käfer zur Strecke gebracht und war mit ihrem Mahl beschäftigt. Glücklicherweise hielt sie in dieser Stellung eine Weile still, so dass man schön einen ihren “Mörderischen Dolche“ sehen kann. Neben dem Stack im größeren ABM, bei dem man auch etwas Tau auf den Spinnenaugen sehen kann, häng ich als Überblick mal noch ein Einzelbild in kleinerem ABM mit an, auf dem man die Spinne und die Szene in Gänze sehen kann, hier fehlt es bei FF natürlich deutlich an Schärfentiefe
Liebe Grüße aus der Kurpfalz
Mischl
nach meiner ersten nächtlichen Tour um Wolfsspinnen zu fotografieren in diesem Jahr war ich angefixt und so folgten noch einige weitere abendliche Kameraspaziergänge. Wolfsspinnen haben es mir schon lange angetan, sie in Ruhe zu erwischen, da gehört meist aber viel Geduld dazu. Alopecosa fabrilis sind recht stattliche Vertreter in ihrer Familie, die schon mal an die 2 cm Körpergröße erreichen können. Tagsüber gut versteckt und schwer zu finden, sitzen sie Nachts im Freien auf der Lauer auf Beute. Dabei sind sie mit der Stirnlampe recht einfach auszumachen, da ihre Augen das Licht reflektieren und man sieht ein Funkeln und Glitzern am Boden wo sie sitzen. Dadurch sind die Tierchen auch sehr einfach aus einer Entfernung von 3-5 Metern auszumachen, Tagsüber hätte man da keine Chance auf solch eine Entfernung. Teilweise ist man dann auch sehr überrascht, was einen da angefunkelt und angelockt hat, so erging es mir oft, dass ich die entsprechende Stelle inspiziert und erstmal nix gefunden hab. Bei genauerem Schauen sitzt dann da ein nur wenige Millimeter großes Jungtier, deren Augen aber auch funkeln wie die der Großen.
Das Fotografieren im Dunkeln ist auch nicht anders als am Tage, einzig, dass ich zum Fokussieren ein LED-Licht an meinem Blitz montiert hab, so dass ich im Sucher auch was sehen kann. Belichtungstechnisch gibts da keinen Unterschied zu Tagfotografie, da ich mit dem Blitz ja immer wieder das gleiche Licht abrufen kann, muss man die Leistung nur manchmal dem Umfeld etwas anpassen, je nachdem ob es hell ist und eher reflektiert oder Licht “schluckt“. So sind Kamera wie auch der Blitz im manuellen Modus und man hat da recht schnell seine “Standards“ in der Einstellung gefunden, die WB habe ich auch auf einen festen Wert eingestellt. Der gezeigte Stack erfolgte manuell, durch leichtes Verschieben der Kamera, da das verwendete Objektiv keinen AF besitzt.
Die hier gezeigte Szene war der erste Fund und gleichzeitig der Höhepunkt meiner letzten Tour in diesem Jahr abgesehen von einer Gottesanbeterin, die Nachts um halb 11 gerade noch ihre Oothek abgelegt hatte. Die Spinne hatte gerade einen Käfer zur Strecke gebracht und war mit ihrem Mahl beschäftigt. Glücklicherweise hielt sie in dieser Stellung eine Weile still, so dass man schön einen ihren “Mörderischen Dolche“ sehen kann. Neben dem Stack im größeren ABM, bei dem man auch etwas Tau auf den Spinnenaugen sehen kann, häng ich als Überblick mal noch ein Einzelbild in kleinerem ABM mit an, auf dem man die Spinne und die Szene in Gänze sehen kann, hier fehlt es bei FF natürlich deutlich an Schärfentiefe
Liebe Grüße aus der Kurpfalz
Mischl