Hallo Erich,
gesehen habe ich diese stattliche Fliege mehrfach, vielleicht befindet sich
sogar ein beweinenswertes Foto irgendwo in den Untiefen meiner Festplatte.
Wie ihre kleinen Vettern, den Wollschwebern, reagieren sie sehr nervös
und ungehalten auf Annäherung, weshalb mir auch noch nie ein halbwegs
so gutes Foto von ihnen gelungen ist, wie dir mit diesem hier.
Der helle Hinter- bzw. Untergrund bietet hier einen prima Kontrast zur
dunklen Fliege und hebt die Flügeläderung schön hervor.
Erich hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Die Weibchen legen ihre Eier in die Bruthöhlen der Bienen, die geschlüpften Larven ernähren sich von den Larven der Bienen.
. . .sie legen die Eier nicht in die Bruthöhlen der Mauerbienen, da sie in diese
von ihrer Größe her oft gar nicht hineinpassen. Zur Lösung des Problems haben sie
(bzw. hat die Natur) einen gleichermaßen genialen wie auch raffinierten Trick "erfunden":
Zunächst bedeckt die Fliege das Ei in einer am Ende des Abdomens gelegenen "Sandkammer"
mit Staub oder feinem Sand, den sie vorher durch Reiben an einer entsprechenden Unterlage
aufgenommen hat. Dadurch wird die Oberfläche des Eies weniger klebrig bzw. griffiger.
Danach "schießt" sie im Schwebflug das so präparierte Ei zielgerecht in die Bruthöhle,
wie in
diesem kurzen Video-Clip auf der englischen Wikipedia-Seite schön zu sehen ist.
Die Larve ernährt sich zunächst von den, von den Wirtsbienen für die eigene Brut angelegten
Nahrungsvorräten, danach geht sie aktiv auf die Suche nach der Wirtsbrut und frisst auch diese.
Die Fliege verlässt nach Überwinterung in einem einer Exuvie gleichenden Puppenstadium die Wirtshöhle.
Die letzte Häutung, bzw. der Schlupf zum Imago erfolgt im Freien.
Gruß
Dirk