Zangenlibellen-Schlupf
Verfasst: 8. Jun 2026, 14:56
Am Fluss Tarn in den Cevennen durfte ich auch wieder einer Highspeed-Imaginalhäutung beiwohnen,
welche vom Aufplatzen der Larvenhaut bis zum Start des Jungfernfluges gerade mal 36 Minuten dauerte.
(Zum Vergleich: Bei Falkenlibellen dauert das etwa 3-5 Stunden)
Ich traf die Larve an, als sie schon auf dem Stein an der Wasserkante festgemacht hatte, den "Hintern"
- wie hier zu sehen - noch ins Wasser getaucht. Als ich gerade nachprüfen wollte, ob das nur eine leere
Exuvie sei, begann sie mit pumpenden Bewegungen, und direkt danach wölbte sich die Oberseite der Brust
aus und die Larvenhaut platzte zwischen Augen und Flügeltaschen auf. Bis ich die Kamera klar hatte, war
bereits der Thorax leicht angehoben und die Öffnung erweitert, die Augen hingen aber noch in der alten Haut.
So entstand das hier gezeigte Foto kurz nachdem die Augen schon befreit waren.
Eine Bachstelze machte regelmäßig Kontrollgänge und sammelte schlüpfende Proteinbomben wie große
Eintagsfliegen und Kleine Zangenlibellen ab. Daher war ich als Beobachter sozusagen auch eine Schutz-Eskorte
für die in diesem Zeitraum schlüpfenden Fluginsekten dieses Flussabschnitts.
Edit: Entrauschte Version hochgeladen - Dank an Wolfram für den freundlichen Hinweis!
welche vom Aufplatzen der Larvenhaut bis zum Start des Jungfernfluges gerade mal 36 Minuten dauerte.
(Zum Vergleich: Bei Falkenlibellen dauert das etwa 3-5 Stunden)
Ich traf die Larve an, als sie schon auf dem Stein an der Wasserkante festgemacht hatte, den "Hintern"
- wie hier zu sehen - noch ins Wasser getaucht. Als ich gerade nachprüfen wollte, ob das nur eine leere
Exuvie sei, begann sie mit pumpenden Bewegungen, und direkt danach wölbte sich die Oberseite der Brust
aus und die Larvenhaut platzte zwischen Augen und Flügeltaschen auf. Bis ich die Kamera klar hatte, war
bereits der Thorax leicht angehoben und die Öffnung erweitert, die Augen hingen aber noch in der alten Haut.
So entstand das hier gezeigte Foto kurz nachdem die Augen schon befreit waren.
Eine Bachstelze machte regelmäßig Kontrollgänge und sammelte schlüpfende Proteinbomben wie große
Eintagsfliegen und Kleine Zangenlibellen ab. Daher war ich als Beobachter sozusagen auch eine Schutz-Eskorte
für die in diesem Zeitraum schlüpfenden Fluginsekten dieses Flussabschnitts.
Edit: Entrauschte Version hochgeladen - Dank an Wolfram für den freundlichen Hinweis!
