Schnelles Handeln gefragt!!!
Verfasst: 27. Jun 2010, 21:20
... so dachte ich vergangenen Freitag bei einer Kurztour, kurz vor dem Aufbruch.
Denn ich war gerade dabei, mich auf einer Wiese an eine Westliche Keiljungfer heranzuschleichen,
als es hinter mir plötzlich mächtig knisterte wie das Aneinanderschlagen von mehreren Libellenflügeln.
Was ich sah, war ein riesiges Gebilde von einer Libelle. Beim Genauen Hinsehen erkannte ich 4 Flügelpaare
und ein ziemlich verwundenes Körpergebilde, was meine Aufmerksamkeit natürlich aufgrund eines
möglichen Paarungsrades auf sich zog.
So ein Paarungsrad kann zwischen wenigen Sekunden bis zu einer Stunde oder mehr Bestand haben.
Von Westlichen Keiljungfern kenne ich nicht die Kopulationsgewohnheiten und vor allem nicht deren Dauer
und auch nicht den Ort (auf Bäumen, im Gras, in der Luft, ...???).
So musste ich mich darauf gefasst machen, dass
1.) eine schnelle Verfolgung notwendig würde, um den Landepunkt avisieren zu können fürs Anschleichen,
möglichst ohne sie zu verjagen.
2.) dass ich vermutlich sehr schnell einigermaßen saubere Fotos von dieser besonderen Situation machen musste.
3.) eine Landung in Bäumen meinen Wunsch nach Bildern zunichte machen würde
4.) eine Landung im hohen Gras eine vernünftige Freistellung versauen würde und das Anschleichen erschweren würde
5.) sich nach dem Anschleichen das Paar wieder trennen könnte, bevor auch nur ein Bild im Kasten wäre.
... Schnelles Handeln war also gefragt!
Das "Object of desire" landete dann im hohen Gras, etwa 20m weg ... ich schaute intensiv auf die Stelle, damit ich
das Paar möglichst bald erkennen würde und lief erst schnell, dann immer langsamer darauf zu.
In der letzten, zeitlupenartigen Anschleichphase sah ich die beiden ... ich erkannte Keiljungfern und wurde ganz
aufgeregt. Das erste Paarungsrad dieser Art in meinem Leben! Jetzt kein Fehler ...
Ein Belegfoto mitten im tiefen Gras, dann langsames in-die-Hocke-gehen, um einen möglichst tiefen Standpunkt
einnehmen zu können. Da ... ein Grashalm wird beim Hinhocken zu schnell bewegt ... sie fliegen wieder auf ... landen
aber in ca. 7m wieder im Gras.
Dort auf einem Fruchtstand eines frei herausstehenden Halms ... das wär's *träum*...
Kurz und gut ... diesmal klappte es, und die beiden blieben dort in der Tat über 10 Minuten sitzen, so dass ich eine
Riesensalve abfeuern konnte. Zwischendurch bedeckten ein paar Wolken den Himmel, das Licht wurde weicher und
irre plastisch ... Glücksmomente für Makrofotografen!!!
Viel Vergnügen beim Betrachten!
LG Christian
(leider mein letzter Upload im Juni ... 12 waren's jetzt)
Denn ich war gerade dabei, mich auf einer Wiese an eine Westliche Keiljungfer heranzuschleichen,
als es hinter mir plötzlich mächtig knisterte wie das Aneinanderschlagen von mehreren Libellenflügeln.
Was ich sah, war ein riesiges Gebilde von einer Libelle. Beim Genauen Hinsehen erkannte ich 4 Flügelpaare
und ein ziemlich verwundenes Körpergebilde, was meine Aufmerksamkeit natürlich aufgrund eines
möglichen Paarungsrades auf sich zog.
So ein Paarungsrad kann zwischen wenigen Sekunden bis zu einer Stunde oder mehr Bestand haben.
Von Westlichen Keiljungfern kenne ich nicht die Kopulationsgewohnheiten und vor allem nicht deren Dauer
und auch nicht den Ort (auf Bäumen, im Gras, in der Luft, ...???).
So musste ich mich darauf gefasst machen, dass
1.) eine schnelle Verfolgung notwendig würde, um den Landepunkt avisieren zu können fürs Anschleichen,
möglichst ohne sie zu verjagen.
2.) dass ich vermutlich sehr schnell einigermaßen saubere Fotos von dieser besonderen Situation machen musste.
3.) eine Landung in Bäumen meinen Wunsch nach Bildern zunichte machen würde
4.) eine Landung im hohen Gras eine vernünftige Freistellung versauen würde und das Anschleichen erschweren würde
5.) sich nach dem Anschleichen das Paar wieder trennen könnte, bevor auch nur ein Bild im Kasten wäre.
... Schnelles Handeln war also gefragt!
Das "Object of desire" landete dann im hohen Gras, etwa 20m weg ... ich schaute intensiv auf die Stelle, damit ich
das Paar möglichst bald erkennen würde und lief erst schnell, dann immer langsamer darauf zu.
In der letzten, zeitlupenartigen Anschleichphase sah ich die beiden ... ich erkannte Keiljungfern und wurde ganz
aufgeregt. Das erste Paarungsrad dieser Art in meinem Leben! Jetzt kein Fehler ...
Ein Belegfoto mitten im tiefen Gras, dann langsames in-die-Hocke-gehen, um einen möglichst tiefen Standpunkt
einnehmen zu können. Da ... ein Grashalm wird beim Hinhocken zu schnell bewegt ... sie fliegen wieder auf ... landen
aber in ca. 7m wieder im Gras.
Dort auf einem Fruchtstand eines frei herausstehenden Halms ... das wär's *träum*...
Kurz und gut ... diesmal klappte es, und die beiden blieben dort in der Tat über 10 Minuten sitzen, so dass ich eine
Riesensalve abfeuern konnte. Zwischendurch bedeckten ein paar Wolken den Himmel, das Licht wurde weicher und
irre plastisch ... Glücksmomente für Makrofotografen!!!
Viel Vergnügen beim Betrachten!
LG Christian
(leider mein letzter Upload im Juni ... 12 waren's jetzt)