Beschnitt - Skalieren - Vergrößern - Verkleinern...

Hier seid ihr richtig, wenn ihr mehr aus euren digitalen Bildern machen möchtet.
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Ricky
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Beitragvon Ricky » Fr Jul 01, 2016 14:58

Harald Esberger hat geschrieben:Quelltext des Beitrags

Ein QF generell zum HF zu beschneiden, auf die Idee würde ich nicht kommen,

das hätte für mich eher was mit "knipsen" zu tun.

VG Harald


Hi Harald,

so sehe ich das auch. Fürs Web bevorzuge ich aber auch deshalb meistens das QF, weil Bildergalerien schöner sind, wenn alle Bilder das gleiche Format haben.

Liebe Grüße

Erika
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Beitragvon Ricky » Fr Jul 01, 2016 15:06

winterseitler hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Hallo Erika,
mein Bestreben ist doch nicht ein Foto nur fürs Forum zu machen. In erster Linie möchte ich meine Bilder vor Ort gestalten
und somit ein Bild mit möglichst wenig Beschnitt und damit höher Auflösung zu bekommen.
Wenn es dein Anspruch ist Bilder mit einer Auflösung von 1200x800PX zu produzieren, dann hast du mit deiner Aufzählung recht.
Aber für mich ist das nur das Nebenprodukt. Sonst könnte ich ja einfach draufhalten und bei 6000x4000 80% beschneiden.

Um Harald zu zitieren: "das hätte für mich eher was mit "knipsen" zu tun."


Hallo Markus,

wo habe ich denn geschrieben, dass ich Bilder nur fürs Forum machen möchte???? Es ging einerseits wirklich nur um die Frage, ob sich ein Bild durch Beschnitt verschlechtert. Aber meine eigentliche Frage an Euch war die nach Skalierungsprogrammen, ob sich jemand von Euch schon mal mit Bildvergrößerungen beschäftigt hat, die über die volle, hundertprozentige Bildergröße hinausgeht? Ich dachte da an Postergröße oder vielleicht sogar noch mehr. Ich denke, das ist so ziemlich das glatte Gegenteil von "nur fürs Forum" fotografieren zu wollen. :wink:

Liebe Grüße

Erika
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Beitragvon rincewind » Fr Jul 01, 2016 17:36

Hallo Erika,

Ich halte den technischen Aspekt für absolut nebensächlich. Die qualitativen Beschränkungen bei Nutzung von Ausschnitten
eines Bildes werden immer kleiner, bzw. die Möglichkeit diese bei sehr guter Qualität sehr groß zu vergrößern immer größer.
Fotografieren ist aber imA noch etwas anderes. Ich sehe ein Motiv, dann mache ich mir eine Vorstellung wie ich dieses Motiv bildlich
umsetzen kann und versuche anschließend dies vor Ort zu verwirklichen. Der kreative und auch der handwerkliche Prozeß dabei ist
für mich ein ganz Anderer als wenn ich zu Hause am Computer sitze und überlege wie ich aus dem Gesamtbild, dass ich mitgebracht habe,
durch EBV Ansatz das machen kann was ich mir vorgestellt habe.

Das eine ist Fotografieren, das andere Bildgestaltung am Computer auf Basis von
Daten die ich mittels einer Kamera erzeugt habe.

Ersteres reizt mich, zweiteres langweilt mich.

So gesehen kann ich Dir bei Deiner technischen Frage nicht helfen.
Aber soviel vielleicht. Wir arbeiten mit einem digitalen Medium das Informationen mit einer gewissen Dichte erzeugt.
Änder ich diese Dichte (z.B. durch Vergrößerung) werden die Lücken zwischen den diskreten Informationen wahrnehmbarer.
Ab dies störend ist oder nicht hängt davon ab ob das Auge diese "Informationsdichte" auflösen kann oder nicht.
Nimmt das Auge die "Lücken" wahr könnte man dies nur dadurch kompensieren das man diese füllt.
Das geht aber nur indem man eine neue Information erzeugt z.b. durch Interpolation aus den Nachbarpixeln.
Auch hierfür werden die Programme sicher immer besser werden und die Ergebnisse immer überzeugender.
Aber ich fotografier lieber :wink:

LG Silvio
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Beitragvon derflo » Fr Jul 01, 2016 18:03

Hi Erika,

noch eine Anmerkung zum Thema "Aufblasen" und großflächig ausdrucken.
Das was Du als 100% zu Grunde legst variiert natürlich von Druckprodukt zu Druckprodukt.
So wird 100% für einen Qualitativ hochwertigen Bildband kleinere Abmessungen in cm zur Folge haben
als 100% für einen Plot oder Plakatdruck.
Das fängt bei der maximalen Auflösung des "Druckers" an, der Einfachheit halber gehen wir davon aus, dass
Plotter so um die 150 dpi schaffen, Offsetdruck ca. 300dpi. Damit ist 100% beim einen doppelt so groß
wie beim anderen.
Dann geht man davon aus, dass der Betrachtungsabstand mit der Größe zunimmt, man muss also nicht mehr
so so ein enges Raster drucken, dass es das Auge nicht als Raster wahrnimmt sondern als Fläche.
Die geforderte Auflösung sinkt also weiter.

Dann gilt beim Hochrechnen natürlich, je besser die Ausgangsdatei desto leichter tut sich das Programm die
sich beim Skalieren ergebenden Löcher sinnvoll zu füllen.

Meine Erfahrung ist, dass man ein 24MP Bild locker auf A0 Plotten kann, wenn man da nicht 10cm davor steht
passt das schon. wenn man natürlich mit der Nase an der Leinwand hängt sieht man, dass da hochskaliert wurde.

24MP ergeben bei 150 dpi ca 100 x 60 cm.
A0 wäre 118,9 x 84,1 cm

Das rechnet der PS Dir locker schön :).

Wenns größer wird reichen wahrscheinlich auch 100dpi, da habe ich aber keine Erfahrungen damit.

Gruß
Flo
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Beitragvon Ricky » Fr Jul 01, 2016 18:43

rincewind hat geschrieben:Quelltext des Beitrags

Ich halte den technischen Aspekt für absolut nebensächlich. Die qualitativen Beschränkungen bei Nutzung von Ausschnitten
eines Bildes werden immer kleiner, bzw. die Möglichkeit diese bei sehr guter Qualität sehr groß zu vergrößern immer größer.
Fotografieren ist aber imA noch etwas anderes. Ich sehe ein Motiv, dann mache ich mir eine Vorstellung wie ich dieses Motiv bildlich
umsetzen kann und versuche anschließend dies vor Ort zu verwirklichen. Der kreative und auch der handwerkliche Prozeß dabei ist
für mich ein ganz Anderer als wenn ich zu Hause am Computer sitze und überlege wie ich aus dem Gesamtbild, dass ich mitgebracht habe,
durch EBV Ansatz das machen kann was ich mir vorgestellt habe.

Das eine ist Fotografieren, das andere Bildgestaltung am Computer auf Basis von
Daten die ich mittels einer Kamera erzeugt habe.

Ersteres reizt mich, zweiteres langweilt mich.


LG Silvio


Hallo Silvio,

damit sprichst Du mir aus der Seele! Die technischen Aspekte sind wesentlich unwichtiger als das Motiv und die Komposition des Fotos. Und was nutzt mir ein Motiv, das wegfliegt, weil ich unbedingt meine, ganz nah heran zu müssen? Wenn ich das mit dem 0% Beschnitt nicht so ernst nehmen muss habe ich mehr Freiheit und somit Spaß beim Fotografieren. Zumindest geht es mir noch so, und blutigen Anfängern sowieso.

Liebe Grüße

Erika
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Beitragvon Ricky » Fr Jul 01, 2016 18:46

derflo hat geschrieben:Quelltext des Beitrags

Meine Erfahrung ist, dass man ein 24MP Bild locker auf A0 Plotten kann, wenn man da nicht 10cm davor steht
passt das schon. wenn man natürlich mit der Nase an der Leinwand hängt sieht man, dass da hochskaliert wurde.

24MP ergeben bei 150 dpi ca 100 x 60 cm.
A0 wäre 118,9 x 84,1 cm

Das rechnet der PS Dir locker schön :).

Wenns größer wird reichen wahrscheinlich auch 100dpi, da habe ich aber keine Erfahrungen damit.

Gruß
Flo


Hi Flo,

na das hört sich doch richtig gut an! 100 x 60 cm ist schon eine Größe, die mir gefällt. :D Und wenn Du meinst, dass PS das schafft, schafft das gimp sicher auch. :sm2: :sm2:

Liebe Grüße

Erika
Zuletzt geändert von Ricky am Fr Jul 01, 2016 19:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Sven A. » Sa Jul 02, 2016 15:36

Moin Erika,
also ich habe noch nie ein Bild hochskaliert, dennoch habe ich hier Bilder an der Wand mit den Maßen 120x80cm.
Ich knipse noch mit 16MP und noch kein Betrachter hatte was zu meckern ;-)

Für den "Heimgebrauch" ist mir das gut genug, zumal mit der Größe auch der Betrachtungsabstand größer wird oder werden sollte.
Ein Großes Bild braucht auch Platz zum wirken.

Gruß
Sven
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Beitragvon Ricky » Sa Jul 02, 2016 15:55

Sven A. hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Moin Erika,
also ich habe noch nie ein Bild hochskaliert, dennoch habe ich hier Bilder an der Wand mit den Maßen 120x80cm.
Ich knipse noch mit 16MP und noch kein Betrachter hatte was zu meckern ;-)

Für den "Heimgebrauch" ist mir das gut genug, zumal mit der Größe auch der Betrachtungsabstand größer wird oder werden sollte.
Ein Großes Bild braucht auch Platz zum wirken.

Gruß
Sven


Hallo Sven,

Du hast also nur die Größe verändert, indem Du die dpi entsprechend verkleinert hast?

Liebe Grüße

Erika
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Beitragvon Werner Buschmann » Sa Jul 02, 2016 16:12

Hallo Erika,

die neue Hasselblad hat 8.272 x 6.200 Bildpunkte.

Ich folge Deinem Gedankenexperiment.

Da Du nur 1200 x 800 Bildpunkte für das Forum brauchst,
erhältst Du etwas mehr als 53 verschiedene WEBBILDER.
Du erhältst eigentlich unendlich viele Bilder, weil Du einen
beliebigen Ausschnitt immer wieder verändert wählen kannst.

Das, was ich dann als Gestaltung empfinde, wird dadurch zur optimalen
Selektion eines schönen 1200 x 800 Bildpunkte großen Bildfeldes aus einem Foto
welches 8.272 x 6.200 Bildpunkte groß ist.

Auch das ist ein Konzept.

Es ist aber nicht das Konzept der traditionellen Fotografie wie ich sie sehe.

Das Konzept der traditionellen Fotografie ist die optimale Gestaltung
der Bildes vor Ort unter oftmals widrigen Umständen.

Ein Makrofotograf geht für mich nahe ans Motiv heran, das macht die
Schwierigkeit und den Reiz aus, dafür wurden sogar eigene Objektive
konstruiert.

Ein Fernbild durch Ausschnittsvergrößerung zum Phänotyp eines Makros
hochzubeschneiden täuscht deshalb eine fotografische Leistung vor,
die gar nicht erbracht wurde.

Sie kokettiert mit den gewohnheitsmäßigen Sehgewohnheiten des Betrachters.

Der Whow-Effekt ginge doch ziemlich verloren, wenn ich sagen würde, dass ich
lediglich den 54. Teil eines Bildes verwendet habe.

So sehe ich das.
Man darf und kann das auch anders sehen.

Ich will im Web nicht so tun als könnte ich etwas, was ich gar nicht kann.

Vielleicht bleiben in einigen Jahren nicht viele Old-School-Fotografen übrig,
die wie R. Messner halt ohne Sauerstoffflasche einen 8000er besteigen wollen.

Würde ich Bilder machen für den Verkauf und würde ich gar Webbilder verkaufen,
dann wären meine Überlegungen sicherlich anders, weil dann nur die Verkaufbarkeit
und weniger der Produktionsweg zählen würde.

Aber unter diesen Verwertungszwängen stehen wir als Hobbyveranstaltung ja nicht.

Wir machen uns mit der Forderung nach "möglichst wenig" Beschnitt das Leben selbst schwer,
aber dadurch auch reizvoller, weil es schwieriger ist, Erfolserlebnisse zu erreichen.

Ist ein bisschen so, als wäre man stolz darauf, den Berg mit einem Rad ohne zusätzlichen
Elektromotor bezwungen zu haben.

Ist jetzt sicherlich stark vereinfacht, weil sich die Fotografie durch die Digitalisierung
selbst schon stark verändert hat, und Du mir vorwerfen könntest, dass ich eine bestimmte
Entwicklungsstufe der Fotografie romantisiere.
Zuletzt geändert von Werner Buschmann am Sa Jul 02, 2016 16:19, insgesamt 2-mal geändert.
Ein Dank an alle aktiven Besprecher im Forum und eine ernsthafte Erinnerung
an diejenigen, die schon etwas länger die Bildbesprechungen aufschieben.


________________
Liebe Grüße Werner
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Beitragvon Ricky » Sa Jul 02, 2016 17:04

Hallo Werner,

über Deinen Beitrag musste ich teils schmunzeln, teils wurde ich aber auch nachdenklich. Vielleicht ist die Technik bald so gut, dass ein gewaltiges Aufnahmegerät ein großes Stück Wiese scannt und man dann hinterher Tausende gute Makros heraussuchen kann, mit einer Automatik-Facettenaugen-Suchfunktion. Dann wären wir hier alle überflüssig. :D

Also, wir sind hier nicht hundertprozentig auf gute Fotos aus, sondern genießen zusätzlich noch die Jagd. Und jagen heißt unabhängig von einer technischen Notwendigkeit nah an die Tiere heran.

Belohnt werden wir durch unvergleichbare Momente Auge in Auge mit den merkwürdigsten Tieren. Ich erlebe das auch, nach einem geglückten Insektenfoto ist da ein hohes Maß an Erfüllung. :)

Ganz anders sind aber die Blümchen- und Pilzbilder, da die Motive still halten. Hier geht es mehr darum, Stimmungen einzufangen, was auch reizend ist, für mich aber nicht dieses Jagdfieber ersetzt.

Ich kann Dir voll und ganz folgen!

Danke! :)

Liebe Grüße

Erika
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