Erfolgsgeschichten im Wald
Verfasst: 1. Jun 2016, 19:55
Hallo zusammen,
vor zwei Tagen war ich mal wieder auf Pirsch. Leider waren die fotografischen Bedingungen katatstrophal. Der Wind reduzierte die eigentlich recht vielfältigen Motive für die Gestaltungsfotografie doch drastisch. Am Grashalm hangelnd waren da nur Bilder für meine Bestimmungsübungen drin.
Also habe ich nach Motiven auf stabileren Ansitzen Ausschau gehalten. Auf einigen Zunderschwämmen (Baumpilz) an toter Birke hatte ich dann Glück und fand diese kleinen Vertreter der Schwarzkäfer. Auch wenn ich dem einen Hinderniss damit etwas gegenwirken konnte, blieben die schlechten Lichtbedingungen. Freihand wollte ich mit der Belichtungszeit nicht weiter runter. Das Motiv ließ aber eine viel offenere Blende auch nicht wirklich zu...
Lange Rede kurzer Sinn, ich entschied mich für einen Kompromiss: die gewählten Einstellungen und fürs Licht einen etwas größeren Abstand zum Motiv mit etwas massiverem nachträglichen Beschnitt und damit eine Einstellung ins Portal.
Der Zunderschwamm-Schwarzkäfer (Bolitophagus reticulatus) wird in Deutschland noch unter Anhang 3 der Roten Liste geführt. Er ist in seinem Lebenszyklus vollständig vom Zunderschwamm abhängig, welcher sich widerrum ausschließlich an toten und sterbenden Bäumen - oft Birke - entwickelt. Die aufgeräumte Waldpolitik der vergangen Jahrzehnte bot ihm daher wenig Lebensraum. Erfreulicherweise ist in den letzten Jahren eine Erholung der Bestände und eine zunehmende Ausbreitung der Art zu beobachten, welche mit dem gewandelten Bewusstsein für eine natürliche Waldwirtschaft einher geht. Eine tolle Erfolgsgeschichte. Der Zunderschwamm-Schwarzkäfer verbringt sein gesamtes Leben im und am Pilz. Der Käfer kann nachweißlich mehrere Jahre alt werden. Folgerichtig überwintert er also auch als Käfer und ist damit theoretisch ganzjöhrig nachweisbar. Seine Aktivitätszeit liegt freilich in den wärmeren Monaten des Jahres.
liebe Grüße
Aj
vor zwei Tagen war ich mal wieder auf Pirsch. Leider waren die fotografischen Bedingungen katatstrophal. Der Wind reduzierte die eigentlich recht vielfältigen Motive für die Gestaltungsfotografie doch drastisch. Am Grashalm hangelnd waren da nur Bilder für meine Bestimmungsübungen drin.
Also habe ich nach Motiven auf stabileren Ansitzen Ausschau gehalten. Auf einigen Zunderschwämmen (Baumpilz) an toter Birke hatte ich dann Glück und fand diese kleinen Vertreter der Schwarzkäfer. Auch wenn ich dem einen Hinderniss damit etwas gegenwirken konnte, blieben die schlechten Lichtbedingungen. Freihand wollte ich mit der Belichtungszeit nicht weiter runter. Das Motiv ließ aber eine viel offenere Blende auch nicht wirklich zu...
Lange Rede kurzer Sinn, ich entschied mich für einen Kompromiss: die gewählten Einstellungen und fürs Licht einen etwas größeren Abstand zum Motiv mit etwas massiverem nachträglichen Beschnitt und damit eine Einstellung ins Portal.
Der Zunderschwamm-Schwarzkäfer (Bolitophagus reticulatus) wird in Deutschland noch unter Anhang 3 der Roten Liste geführt. Er ist in seinem Lebenszyklus vollständig vom Zunderschwamm abhängig, welcher sich widerrum ausschließlich an toten und sterbenden Bäumen - oft Birke - entwickelt. Die aufgeräumte Waldpolitik der vergangen Jahrzehnte bot ihm daher wenig Lebensraum. Erfreulicherweise ist in den letzten Jahren eine Erholung der Bestände und eine zunehmende Ausbreitung der Art zu beobachten, welche mit dem gewandelten Bewusstsein für eine natürliche Waldwirtschaft einher geht. Eine tolle Erfolgsgeschichte. Der Zunderschwamm-Schwarzkäfer verbringt sein gesamtes Leben im und am Pilz. Der Käfer kann nachweißlich mehrere Jahre alt werden. Folgerichtig überwintert er also auch als Käfer und ist damit theoretisch ganzjöhrig nachweisbar. Seine Aktivitätszeit liegt freilich in den wärmeren Monaten des Jahres.
liebe Grüße
Aj
