Irgendwie herausfordernd

Neueinsteiger ins Forum präsentieren hier ihre Bilder. Anfänger in der Makrofotografie erhalten Tipps zur Verbesserung ihrer Fotos.
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CowboyTalhof
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Irgendwie herausfordernd

Beitragvon CowboyTalhof » 2. Jun 2019, 17:53

Hallo Forum,
irgendwie ist es herausfordernd, die kleinen Zebraspringspinnen zu erwischen. Wie macht Ihr das blos? da gibt es so viele tolle Bilder im Netz... Irgendwie arbeite ich mich daran ab. Habe heute bestimmt 100 Bilder auf meinem Balkon gemacht, das angehängte ist noch das Beste. Schnell, klein, scheu,... Ich versuch es aber weiter. Für Tips zur Springspinnenfotografie bin ich dabkbar :-)
Dateianhänge
Kamera: 5D mk4
Objektiv: MPE (ca. 2,5*)
Belichtungszeit: 1/60
Blende: f/7,1
ISO: 10000
Beleuchtung: Schatten, kleine Led an Kamera
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):-
Stativ: Freihand (Zitter...)
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
---------
Aufnahmedatum: 2.6.19
Region/Ort: Villmar, Hessen
vorgefundener Lebensraum: Balkon auf Bauernhof
Artenname: Zebraspringspinne
kNB: NB
sonstiges: etwas in PS Licht auf Spinne, unscharf maskiert
_66A7246-Bearbeitet-Bearbeitet.jpg (428.22 KiB) 153 mal betrachtet
_66A7246-Bearbeitet-Bearbeitet.jpg
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Beitragvon Freddie » 2. Jun 2019, 18:53

Hallo Jochen,

gute Bilder von diesen Winzlingen sind schwierig.
Besonders dann, wenn man das Lupenobjektiv freihändig mit ISO 10000 verwendet.
Die Belichtungszeit 1/60 ist eigentlich zu lange für knackscharfe Fotos.
Wenn man nicht so genau hinschaut, sieht dein Foto aber zunächst gut aus.
Bei genauerem Blick ist das Rauschen aber zu stark und verhinderte bessere Details.
Möglicherweise ist es auch noch leicht verwackelt.

Von daher empfehle ich dir, dass du vielleicht erst mal mit
normaler Makro-Optik und weniger ISO herangehen solltest.
Und ein Stativ wäre sicher auch förderlich.
Meine Kritiken spiegeln nur meine persönliche Ansicht wider.
Sie sollen helfen, sind aber völlig unverbindlich und keinesfalls böse gemeint.
Liebe Grüße und allzeit Gut Licht, Friedhelm.

Hier könnt Ihr meine Homepage besuchen: http://freddies-makro-blog.blogspot.de/
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Beitragvon schaubinio » 2. Jun 2019, 19:48

Friedhelm schreibt bereits das wesentliche zum Bild.

Da kann ich nur zustimmen.
L.g Stefan, der mit dem -f-

Lebe deinen Traum und träume nicht dein Leben...



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Beitragvon plantsman » 2. Jun 2019, 20:18

Moin Jochen,

tja, ob es für die Springspinnen ein ultimatives Rezept gibt...... ich denke nicht. Die Spezialisten haben sicher alle ihre eigenen Methoden. Wobei ich Geduld und Beobachtung zu den Haupttugenden zählen würde.
Mir ist jedenfalls auch noch kein vorzeigbares Bild dieser tollen Spinnen gelungen obwohl sie massenhaft bei mir im botanischen Garten rumkrabbeln.

Du kannst Dir aber sicher denken, dass ISO 10.000 ein wenig zu viel des Guten war.

Vom Bildaufbau sieht es schon sehr gut aus, die Technik erfordert aber sicher noch ein paar hundert Bilder mehr.
Zuletzt geändert von plantsman am 6. Jun 2019, 06:38, insgesamt 1-mal geändert.
Tschüssing
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Beitragvon Werner Buschmann » 2. Jun 2019, 22:48

Hallo Jochen,

erstmal mein Kompliment für dieses Bild.
Darauf kannst Du stolz sein.
Hätte mir nicht vorstellen können, dass bei
diesen Parametern so ein gutes Bild rauskommt.

Habe es mal mit Topaz Denosise AI entrauscht, das hat
sehr gut geklappt, hatte dann allerdings eine Dateigröße von 1,4 MB
bei höchster Qualitätsstufe.
________________
Liebe Grüße Werner
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Beitragvon Gabi Buschmann » 3. Jun 2019, 13:24

Hallo, Jochen,

das ist doch ein Ergebnis, auf dem du weiter aufbauen kannst.
Das starke Rauschen bekommt man per EBV noch einigermaßen
in den Griff, aber ich denke, die Qualität wird besser, wenn du
die ISO verminderst. Perspektive und Bildgestaltung sind auf
jeden Fall klasse und auch die Schärfe scheint zu passen,
wird halt durch das starke Rauschen etwas gemindert.
Liebe Grüße Gabi
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Beitragvon Corela » 3. Jun 2019, 22:11

Hallo Jochen,

um deine Eingangsfrage zu beantworten: Gar nicht!
zu viele Beine und Augen :oops:
Ansonsten finde ich deine BG und die Perspektive anspreschend,
mir gefällt, was ich sehe.
lG
Conny

- hinfallen - aufstehen - Krönchen richten - weitergehen -
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Beitragvon rincewind » 5. Jun 2019, 21:54

Hallo Jochen,

Hätte nicht gedacht das das bei diesen Parametern so gut klappt.
Die BG finde ich gut gewählt.

LG Silvio
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Beitragvon Flattermann » 5. Jun 2019, 21:54

Hallo Jochen,

zuerst beantworte ich Deine Frage nach dem wie. Es geht eigentlich ganz einfach...... ÜBEN ÜBEN ÜBEN.
Bis bei mir verlässlich gute Bilder entstanden sind musste der Verschluss meiner 600D ganz schön leiden, es hat Monate und mehr als 20.000 Aufnahmen gedauert.
Auch ist die Ausschussquote einfach sehr viel höher als bei "Insekten am Stiel".
Am Wochenende konnte ich auf einer Geburtstagsfeier kurz Bilder von einer Rindenspringspinne machen, hatte dann wieder 500 Bilder mehr zum aussortieren, drei davon sind zu gebrauchen.
Der dritte Punkt ist deine Ausrüstung. Bei einem ABM von 2,5:1 ist es wirklich unheimlich schwer gute Bilder zu machen, das geht nur wenn man wirklich sehr gute Lichtverhältnisse hat.
Ich würde zu beginn nicht über einen ABM von 1,5:1 gehen, oben drüber wird die Luft wirklich sehr schnell dünn.
Das reicht auch noch vollkommen um die kleinen Hüpfer ansprechend abzulichten, zumindest bei ausgewachsene Tieren.
Ich verwende ein 150er Sigma mir Zwischenringen und Vorsatzlinse.
Vorsatzlinsen haben gegenüber Zwischenringen den großen Vorteil dass sie fast kein Licht "schlucken".

Und nun zum Bild: es muss recht düster gewesen sein wenn du bei der ISO noch eine so lange Belichtungszeit hattest.
Für die Werte ist das Bild gar nicht mal schlecht.
Ich wünsche dir noch viel Spass beim Üben... es lohnt sich wenn man sich mit den kleinen Knirpsen länger beschäftigt.

LG Tilmann
Ich bin kein Künstler, der Künstler ist die Natur, ich halte die Schönheit und Perfektion nur in Bildern fest.


Solange Kakaobohnen an Bäumen wachsen, ist Schokolade für mich Obst.


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Beitragvon CowboyTalhof » 12. Jun 2019, 17:45

Danke für die Tips und die ermutigenden Kommentare!

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