Inadäquat
Verfasst: 8. Okt 2025, 02:37
Moin zusammen,
Nein, der Titel bezieht sich nicht auf das, was die beiden da betreiben.
Das halte ich eher für begrüßenswert, gibt es mir doch Hoffnung,
diese Falter auch weiterhin antreffen zu können.
Nicht adäquat war meine Objektivwahl für den Ausflug an jenem Tag,
ich hatte es auf Vögel abgesehen.
So wurde das Ergebnis so gut wie es, zumindest meinen Fähigkeiten gemäß,
ohne echte Makro Optik eben werden konnte. . .
andere hier zeigen öfter, dass es mit dem Tele durchaus besser geht.
Ich denke aber, das Bild ist trotz seiner Qualitätsmängel zeigenswert,
da sowohl die Scene als auch der Ansitz nicht alltäglich sind.
Die beiden hielten ihr Schäferstündchen zunächst unzugänglich in der unteren Krautschicht, fühlten sich jedoch,
trotz des technisch erzwungenen 1m-Mindestabstandes, sichtlich durch meine Anwesenheit gestört, und flatterten,
fortwährend in Liebe verbunden, von einem unattraktiven Ansitz ohne Freistellungsmöglichkeit zum nächsten.
Schließlich hatten sie mit mir ein Einsehen und kamen auf dieser pittoresken Cladonia-Unterlage zur Ruhe.
Interessanterweise wurde die Initiative zum mäandernden Ortswechsel immer vom Männchen ergriffen,
und er war auch derjenige, der aktiv flog, das Weibchen immer nur passiv im Schlepptau.
Diese eigenartige Beobachtung fand ich später im norwegischen Wikipedia- Artikel bestätigt
(in der deutschen Version wird das Verhalten nicht erwähnt).
Man spekuliert, dass das Weibchen durch einen Pheromon-Cocktail in einen Zustand der passiven Paarungswilligkeit versetzt wird.
Die Pheromone, chemisch handelt es sich dabei um Terpene, die auch bei Parfüm-Herstellern sehr beliebt sind,
werden vom Männchen aus speziellen Duftschuppen freigesetzt, die sich auf seinen Flügeln befinden.
Das Männchen hat jedoch nicht nur aphrodisierende Stoffe in seinem chemischen Arsenal.
Im Verlaufe der Paarung injiziert es neben seinen Spermien auch Methylsalicylat in das Weibchen.
Der Geruch dieses Stoffes wirkt auf (andere) Männchen abstoßend, ist also ein Anti-Aphrodisiakum.
Da die Falter polygam sind, erhöht der Erstbegatter dadurch die Wahrscheinlichkeit,
dass sein eigenes Erbgut an die Nachkommen des von ihm befruchteten (jungfräulichen) Weibchens weitergegeben wird.
So in groben Zügen vereinfacht dargestellt. In Realität ist das Liebesleben der Grünädrigen Weißlinge weitaus komplizierter.
Wer sich schlau machen möchte, findet hier
interessanten Lesestoff (englisch).
Im Übrigen: Links der Herr und Rechts die Dame.
Gruß
Dirk
Nein, der Titel bezieht sich nicht auf das, was die beiden da betreiben.
Das halte ich eher für begrüßenswert, gibt es mir doch Hoffnung,
diese Falter auch weiterhin antreffen zu können.
Nicht adäquat war meine Objektivwahl für den Ausflug an jenem Tag,
ich hatte es auf Vögel abgesehen.
So wurde das Ergebnis so gut wie es, zumindest meinen Fähigkeiten gemäß,
ohne echte Makro Optik eben werden konnte. . .
andere hier zeigen öfter, dass es mit dem Tele durchaus besser geht.
Ich denke aber, das Bild ist trotz seiner Qualitätsmängel zeigenswert,
da sowohl die Scene als auch der Ansitz nicht alltäglich sind.
Die beiden hielten ihr Schäferstündchen zunächst unzugänglich in der unteren Krautschicht, fühlten sich jedoch,
trotz des technisch erzwungenen 1m-Mindestabstandes, sichtlich durch meine Anwesenheit gestört, und flatterten,
fortwährend in Liebe verbunden, von einem unattraktiven Ansitz ohne Freistellungsmöglichkeit zum nächsten.
Schließlich hatten sie mit mir ein Einsehen und kamen auf dieser pittoresken Cladonia-Unterlage zur Ruhe.
Interessanterweise wurde die Initiative zum mäandernden Ortswechsel immer vom Männchen ergriffen,
und er war auch derjenige, der aktiv flog, das Weibchen immer nur passiv im Schlepptau.
Diese eigenartige Beobachtung fand ich später im norwegischen Wikipedia- Artikel bestätigt
(in der deutschen Version wird das Verhalten nicht erwähnt).
Man spekuliert, dass das Weibchen durch einen Pheromon-Cocktail in einen Zustand der passiven Paarungswilligkeit versetzt wird.
Die Pheromone, chemisch handelt es sich dabei um Terpene, die auch bei Parfüm-Herstellern sehr beliebt sind,
werden vom Männchen aus speziellen Duftschuppen freigesetzt, die sich auf seinen Flügeln befinden.
Das Männchen hat jedoch nicht nur aphrodisierende Stoffe in seinem chemischen Arsenal.
Im Verlaufe der Paarung injiziert es neben seinen Spermien auch Methylsalicylat in das Weibchen.
Der Geruch dieses Stoffes wirkt auf (andere) Männchen abstoßend, ist also ein Anti-Aphrodisiakum.
Da die Falter polygam sind, erhöht der Erstbegatter dadurch die Wahrscheinlichkeit,
dass sein eigenes Erbgut an die Nachkommen des von ihm befruchteten (jungfräulichen) Weibchens weitergegeben wird.
So in groben Zügen vereinfacht dargestellt. In Realität ist das Liebesleben der Grünädrigen Weißlinge weitaus komplizierter.
Wer sich schlau machen möchte, findet hier
interessanten Lesestoff (englisch).
Im Übrigen: Links der Herr und Rechts die Dame.
Gruß
Dirk