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Wie heißt die Rote Schrecke (Auflösung)

Verfasst: 16. Dez 2011, 23:58
von Jürgen Fischer
Hi Schreckenfans,

diesmal geht`s um diesen Thread:

http://www.makro-forum.de/viewtopic.php ... highlight=

Das Rätsel wurde ja schnell gelüftet, es ist Chrysochraon dispar in einer etwas selteneren Farbvariante.

Gut wäre natürlich auch eine Begründung für die richtige Bestimmung gewesen, und die hat Werner ja dann auch geliefert:

"vor allem fehlt das Scheitelgrübchen.

Das Kniegelenk ist deutlich dunkel (Blauer Pfeil Nr. 5)
und die Hinterschiene rötlich (Blauer Pfeil Nr.8


Dies ist richtig, wie man nochmal an Bild 1 erkennt, wo ich die Merkmale mit blauen Pfeilen markiert habe.

Zu ergänzen und sehr wichtig wäre noch gewesen, wie weit die Flügel auseinander stehen, hier ist der Abstand bei der Großen immer sehr gering! "siehe Pfeil Nr. 4

Männchen der Großen Goldschrecke

Verfasst: 17. Dez 2011, 00:07
von Jürgen Fischer
Die nächste Aussage:

Keine Legeröhre drum männlich,
außerdem sind die Flügel größer
als bei einem Weibchen."


dagegen ist nicht richtig. Stephan (gemeint ist Sebastian!!!) hat das schon aufgeklärt im Hauptthread!

Deshalb jetzt als nächstes Bild hier mal ein Männchen der Großen Goldschrecke:

Man erkennt die Männchen beider Goldschrecken recht gut (neben dem Fehlen der Scheitelgrübchen) an ihren quietschenden Farben. Ich nenne sie gerne "Discoschrecken"

Im Gegensatz zum Männchen der Kleinen Goldschrecke hat das Männchen der hier gezeigten Großen ziemlich dunkle Hinterknie!

Legeröhren??!!

Verfasst: 17. Dez 2011, 00:15
von Jürgen Fischer
So nun noch zwei Bilder zu den ominösen Legeröhren:

Stephan (gemeint ist Sebastian!!!) hat es schon angesprochen:

Die langen auffälligen oder stark gekrümmten Legeröhren der Langfühlerschrecken kennt jeder mittlerweile.

Bei Kurzfühlerschrecken muss man genauer hinschauen, die haben nämlich sehr kurze "Legeröhrenklappen".
Die Legeröhren sind also mindestens zweigeteilt und können sich wie kleine Greifer öffnen und schließen. Zurückgezogen in den Hinterleib sind sie oft auch gar nicht so gut zu sehen. Mit diesen Greifern können die Schreckendamen Spalten im Detritus oder im Boden erweitern oder neu anlegen und dann die Eier darin positionieren.

Anbei noch zwei Bilder einer Kurzfühlerschrecke, einmal mit gut sichtbaren Legeröhrenklappen, einmal mit weit gespreizten Klappen.

Fragen beantworte ich natürlich wieder gern. Anonsten viel Spaß beim anschauen und nachlesen.

LG Jürgen

Verfasst: 17. Dez 2011, 11:09
von Monika B.
@ Jürgen
Danke für die bildliche Darstellung. Find es klasse dass Du Dir soviel Mühe machst und ich weiss jetzt schon dass ich mich auf die nächste Hüpfersaison ganz besonders freue. Kann dann direkt das ein oder andere Gelernte zur Bestimmung anwenden.
Lg Moni

Verfasst: 17. Dez 2011, 12:27
von Corela
Hallo Jürgen,

leider kann ich mir das nicht merken,
aber ich finde es supertoll es zu lesen und vorallem, dass du dir so viel Mühe gemacht hast,
es verständlich zu erklären.

Verfasst: 17. Dez 2011, 12:57
von Sebastian Sczepanski
Warum macht man aus mir immer wieder einen Stephan :wacko2:

LG Sebastian

Verfasst: 17. Dez 2011, 13:04
von Jürgen Fischer
Um Himmels willen Sebastian!!!!!


Keine Ahnung!!!

I`m so sorry!

Vielleicht liegt es daran, dass du so selten hier bei uns bist!
Ich hab sogar noch überlegt, ob mit f oder ph!!!!!!!

Was soll ich machen, überall rauseditieren? Oder so lassen, weil sonst keiner mehr mein Entschuldigungsgestammel kapiert!!!

Also nochmal Sebastian: Entschuldige bitte! Darf nicht mehr passieren!!!


LG Jürgen

Verfasst: 17. Dez 2011, 13:06
von Jürgen Fischer
Hi Conny,

was genau kannst du dir nicht merken? Vielleicht war ich nicht verständlich genug!


LG Jürgen

Verfasst: 17. Dez 2011, 13:21
von Corela
Hallo Jürgen,

das liegt wirklich nicht an dir :friends:
Ich kann mir Zahlenreihen merken und erkennen, wo die Systematik liegt,
aber Insekten bestimmen muss ich jedes Mal wieder nachlesen.
Jedes Frühjahr muss ich bei Christian nachlesen, welche Libelle ich vor mir habe.
Meiner Tochter konnte ich nach 34 Jahren Mathe-Nachhilfe Oberstufe aus dem Stehgreif geben.
Bei den Hüpfern werde ich nun immer bei dir nachlesen, wenn du diesen Beitrag in die Artengalerie einbindest.

Verfasst: 18. Dez 2011, 11:55
von Gabi Buschmann
Hallo, Jürgen,

danke für die tolle Erklärung bzw. Aufklärung.
Wieder ein Stück schlauer geworden - wie lange
ich mir das merken kann, kann ich allerdings auch
nicht sagen :lol: .
Aber ich weiß ja jetzt, wo ich nachschauen kann :-) .

Gabi