Der wilde Westen (2)

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Makronix
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Der wilde Westen (2)

Beitragvon Makronix » Sa Aug 12, 2017 12:40

Kamera: Canon EOS 70D
Objektiv: EF75-300mm f/4-5,6 III USM
Belichtungszeit: 1/500
Blende: f/10,0
ISO: 400
Beleuchtung: Tageslicht
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ: nein
---------
Aufnahmedatum: 09.08.2017
Region/Ort: Raum Euskirchen
vorgefundener Lebensraum: Ackerrain
Artenname: Meconopsis cambrica
kNB
sonstiges: recht windig
Meconopsis-cambrica-().jpg (495.08 KiB) 135 mal betrachtet
Meconopsis-cambrica-().jpg
Hallo zusammen,
in der Gegend südlich von Euskirchen haben Landwirte rund um ihre Felder Blühstreifen angelegt. Diese werden von Sonnenblumen dominiert, aber auch viele andere Wildblumen finden dort ihren Platz zur Freude der Menschen, der Wildtiere und der Insekten.
Meine Frau und ich sind vorgestern dorthin geradelt, um Sonnenblumen zu fotografieren. Dabei fanden wir aber auch andere schöne Wiesenblumen, die im Schatten ihrer großen Nachbarn ihr Dasein fristen, aber trotzdem versteckt ihre Schönheit zeigen.
Eine davon möchte ich Euch heute hier vorstellen, die zweite findet Ihr im „Wilden Westen (1)“.
Viele Tipps von Euch sind dort schon eingegangen, von denen ich ein paar versucht habe umzusetzen.
Für Vorschläge und Kritik bin ich Euch dankbar und immer zu haben.
Vielleich gefällt’s Euch ja.
Viele Grüße
Gerd
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Beitragvon MichaSauer » Sa Aug 12, 2017 12:58

Hallo Gerd,

die Blüte leuchtet sehr schön. Und auch die mittige Platzierung passt sehr gut, finde ich.
Qualitativ sagt mir die Aufnahme weniger zu. Der Hintergrund ist sehr verrauscht und teilweise, zum Beispiel unten am Stengel oder an den Übergängen zwischen Blütenrändern und Hintergrund, sieht es ein wenig nach verunglückter Bearbeitung aus ;) Wie bearbeitest Du die Bilder?

Viele Grüße
Michael
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Der wilde Westen (2)

Beitragvon plantsman » Sa Aug 12, 2017 13:01

Moin Gerd,

auch diese ist leider keine einheimische Pflanze, was für mich den Sinn einiger "Blühstreifen-Mischungen" als
Schutz für die heimische Tierwelt ad absurdum führt. Für mich hat das mehr von einer Alibi-Veranstaltung
für die Landwirtschaft, die dann sagen kann:"Wir haben doch was gemacht". Aber das ist eine ganz andere
Geschichte.

Mit der Bestimmung liegst Du leider ein klein wenig daneben :blush2: . Das ist der Kalifornische Kappenmohn,
Eschscholzia californica. Eine typische Pflanze dieser Samenmischungen, genau wie der Klee.

Kann es sein, daß Du viel beschneiden musstest? Es ist hilfreich, wenn Du diesen auch in die Aufnahme-
Daten mit einträgst.
Bei der hohen ISO kommt durch großen Beschnitt dann leider ein recht fleckiger und TWA-reicher HG zustande.

Wenn Du dir die Blütenblätter ansiehst, kannst Du einen schmalen schwarzen Rand erkennen. Dieser entsteht,
wenn man zu stark nachschärft. Man kann ihn stempeln, was mühsam ist, oder schon bei der Fokussierung
vorbeugen. Da hat die manuelle Arbeit wieder ihre Vorteile.

Im Prinzip könnte ich meinen Beitrag beim Inkarnat-Klee hier wiederholen :blush2: .
Zuletzt geändert von plantsman am Sa Aug 12, 2017 13:03, insgesamt 1-mal geändert.
Tschüssing
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Beitragvon Hans.h » Sa Aug 12, 2017 13:11

Hallo Gerd,

Mir fallen zwei ungünstige Kameraeinstellungen auf, die die Bildqualität mindern.

Wenn Du die Blende weiter öffnest, kannst Du den ISO-Wert verringern. Das erhöht zum Einen die Auflösung und zum Anderen
wird das Rauschen verringert.
Wenn Du mit Unscharfer Maskierung nachschärfst, dann nie mit einem höheren Radius als 1.

Hans. :)
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Beitragvon Freddie » Sa Aug 12, 2017 13:32

Makronix hat geschrieben:Viele Tipps von Euch sind dort schon eingegangen, von denen ich ein paar versucht habe umzusetzen.

Viele Grüße
Gerd


Hallo Gerd,

leider kann ich kaum Verbesserungen erkennen.
Lediglich die BG passt hier etwas besser.
Das Licht ist wieder extrem hart und die Qualität
ist noch etwas schlechter als beim Vorgängerbild.
Ich denke, dass du noch sehr viel Nachholbedarf beim Thema Makrofotografie hast.
Das kann man mit einer normalen Bildbesprechung nicht abdecken.
Du musst da unbedingt mit einem erfahrenen Fotografen losziehen oder ein Buch dazu lesen.
Das hört sich nach viel Kritik an, aber jeder fängt mal klein an.
Meine Kritiken spiegeln nur meine persönliche Ansicht wider.
Sie sollen helfen, sind aber völlig unverbindlich und keinesfalls böse gemeint.
Liebe Grüße und allzeit Gut Licht, Friedhelm.

Hier könnt Ihr meine Homepage besuchen: http://freddies-makro-blog.blogspot.de/
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Der wilde Westen (2)

Beitragvon AngelaSG » Sa Aug 12, 2017 14:35

Hallo Gerd

Erst einmal Wilkommen hier bei uns
Das ist eine schöne Blüte - auch wenn sie nicht heimisch ist.
Was bei deinen Bildern schief läuft weiss ich nicht so recht
Ist das Objektiv vielleicht eine schlechte Optik?
ISO 400 ist zwar "hoch" aber nicht so hoch dass es das Bild so verunstaltet.
Ein Problem könnte auch freihand sein-vielleicht hat es gewindet während der Aufnahme?(wie ich gerade sehe hast du das auch angegeben)
Ach einen richtigen Schärfepunkt sehe ich nicht - vielleicht beim Auslösen aus der Schärfeebene gerutscht (durch den Wind)
Von der BG hätte mir die Blüte etwas rechter im Bild besser gefallen - da sie nach links "schaut"
Ich bevorzue ja eigentlich bei Blümchen Offenblende - aber da muss der Schärfepunkt richtig sitzen - das kann ich nur mit Stativ
Trotzdem weiter viel Spaß und Freude an der Fotografie - irgendwann hat man da auch den Dreh heraus.

Viele Liebe Grüße
Angela
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Du musst die Dinge mit dem Auge in deinem Herzen ansehen,
nicht mit den Augen in deinem Kopf.
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Der wilde Westen (2)

Beitragvon piper » Sa Aug 12, 2017 18:46

Hallo Gerd,

Makronix hat geschrieben:Quelltext des Beitrags n der Gegend südlich von Euskirchen haben Landwirte rund um ihre Felder Blühstreifen angelegt. Diese werden von Sonnenblumen dominiert, aber auch viele andere Wildblumen finden dort ihren Platz zur Freude der Menschen, der Wildtiere und der Insekten.


Das lese ich mit großer Freude. leider geschieht das noch viel zu selten...
Aber nun zum Bild.
Ich überlege gerade was hier schief gegangen ist.
Dem Bild fehlt die Schärfe und Du hast offensichtlich
versucht, das per EBV zu korrigieren. Meist klappt das nicht.
An der ISO liegt es nicht ISO 400 ist für die 70D noch kein
Problem. Du erwähnst den Wind. Möglicherweise war die
Pflanze doch zusehr in Bewegung. Außerdem warst Du freihand unterwegs.
Das erfordert doch etwas Übung.
Durch das Sonnenlicht sind die Kontraste recht hart.

Was kann man machen?
Wenn es geht mal einen windstillen Moment abwarten.
Für ein ausgewogeneres Licht hilft eine halbtransparente Folie zum Abschatten.
Dann wird das Motiv nicht zu dunkel und der HG nicht zu hell,
aber die Spitzenlichter und Kontraste werden abgemildert.
Geht natürlich nur vom Stativ oder Du hast jemanden der für Dich
die Folie hält. :) Früh und Abends ist das Licht weicher und schöner.
Bei Blümchen macht sich eine offenere Blende für einen weicheren HG
auch sehr gut.
Hast Du das Bild beschnitten? wenn je wieviel.
Könnte auch ein Grund für den krisseligen HG sein.

So, dass war jetzt viel Gemecker, aber vielleicht kannst Du mit den Tipps ja was anfangen.

Auf jeden Fall leuchtet die Blüte den grauen Tag weg und das gefällt mir gut .
Danke dafür :-)
Zuletzt geändert von piper am So Aug 13, 2017 22:01, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße Ute


Die Freude am Kleinen ist die schwierigste Freude, denn es gehört ein großes Herz dazu.
Rainer Maria Rilke

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Beitragvon Makronix » So Aug 13, 2017 21:45

Hallo liebe Forumsmitglieder, die Ihr hier einen Beitrag zugesteuert habt.
Ich bin ein echter Neuling, was die Makrofotografie betrifft. Natürlich habe ich früher auch schon einmal Blüten fotografiert, aber wie das so ist, die eigenen Bilder gefallen einem immer.
Jetzt stelle ich zum ersten Mal Aufnahmen in diesem Forum erfahrenen Forumsteilnehmern vor und stelle fest, dass ich vieles falsch mache.
Das fängt mit der verwendeten Ausrüstung und deren Einsatz an und endet in der abschließenden Bildbearbeitung.
Darum bin ich Euch für jeden Rat und Tipp dankbar, vor Allem, wenn er in diesem freundlichem Ton, wie er hier im Forum üblich ist, übermittelt wird.
Ich habe mir eine Verbesserungsliste angelegt, die ich beim Fotografieren dabei haben werde und hoffe, dass ich sie irgendwann nicht mehr brauche und trotzdem einigermaßen gute Bilder mache.
Viele Grüße
Gerd
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Beitragvon rincewind » So Aug 13, 2017 22:19

Hallo Gerd,

Du hast Dir selbst eine sehr schwierife Ausgabe gestellt.
Große Kontrastumfänge, grelles Licht und eine Optik die damit fast überfordert
zu sein scheint.
Ich würde Dir empfehlen es erst einmal mit etwas einfacherem zu versuchen.
Vom Staiv aus mit einfacherem Licht (vielleicht eine Situation im Schatten).
Eine kontrollierbare Situation mit der Du Varianten ausprobieren kannst, ErFh
Erfahrung sammelt, Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung erkennst.

LG Silvio
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Beitragvon Makronix » Mo Aug 14, 2017 16:52

Hallo Silvio,
Danke für Deine Antwort.
Ich suche mir jetzt erst einmal Motive in unserem Garten, bei denen ich dann einen schnellen Zugriff habe und üben kann. Wenn dann etwas Brauchbares dabei heraus kommt, melde ich mich wieder.
Viele Grüße
Gerd

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