Insekten etc.

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pointofnoreturn
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Beitragvon pointofnoreturn » 14. Jul 2018, 11:23

Liebe Spezialisten,

ich erfreue mich an einigen meiner Macrofotos von Libelle , Käfern und allerlei Getier. Aber so richtig komme ich nicht weiter. Knackscharf sind die Fotos leider nicht.
Derzeit fotografiere ich frei Hand und ohne Stacking. Das möchte ich auch vorerst so lassen und trotz dieser, vielleicht elementaren, Einschränkungen daran nichts ändern. Aber ich brauche Tipps für die Optimierung.
Meine Arbeitsgeräte sind eine Rx10 III und vor allem meine A6000, allerdings möchte ich auf die A6500 wechseln wegen besserer Isowerte und dem Stabilisator. Objektive sind:
Sony 16/50 5.6 Standard, 10/14 f4, 16/70 f4
Oshiro 60mm 2.8 Macro
Rokkor 50 mm 3.5 Macro
Mit Raynoxlinse, Achromaten, Extensiontubes habe ich schon experimentiert.
Häufig fehlt mir das Licht, mit dem Blitzen - 2 x Yongnuo werde ich nicht warm, da ich bei lowlight nicht mehr fokussieren kann durch den Sucher. Ich bin am überlegen mir eine nitecore P36 zuzulegen für die bessere Ausleuchtung.

Vorschlag eines leichten Riggs mit Canon 40 mm 2.8 Pancake, Retroadapter und Extensiontubes hört sich vielversprechend an, aber ich möchte mir nicht noch mehr Geräte anschaffen die mich auch nicht weiter bringen.

Hat einer von Euch eine Idee wie ich das optimieren kann? Ist die Hardware ausreichend und sollte ich am Handwerk - ruhige Hand, etc. - mehr arbeiten? Über Tipps würde ich mich freuen!

Beste Grüsse

Christoph
Zuletzt geändert von pointofnoreturn am 14. Jul 2018, 11:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Sternensegler » 14. Jul 2018, 12:41

Hi Christoph,

ich bin kein Profi, antworte aber trotzdem mal. Ich knipse ebenfalls mit der Alpha 6000. Hast du bei deinem Versuch mit dem Blitzgerät das Live-View mal ausgeschaltet? Dann sollte der Sucher doch hell genug sein?
Ein Stativ fehlt in der Auflistung, damit ließen sich einige Probleme auch ohne weitere Neu-Anschaffungen beheben (längere Belichtungszeiten, geringere Iso, kein Stabi mehr nötig). Ich selbst fotografiere aber auch deutlich lieber freihand, kann daher die Zögerlichkeit durchaus nachvollziehen. ;-)
Aber deine erwähnten Probleme wären damit natürlich gut in den Griff zu bekommen.
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Beitragvon pointofnoreturn » 14. Jul 2018, 14:20

Das bestätigt meine Vermutungen, bring mich aber kein Stück weiter. Allerdings beruhigt es mich außerordentlich, dass es anderen Freigeistern in der Makrofotografie ähnlich geht.
Allerdings ist das mit dem Live View ein sehr guter Tipp. Das werde ich mal ausprobieren mit dem Blitz.
Ein Rigg für die Taschenlampe habe ich schon und ich werde das mit der Nitecore P36 mal testen. Evtl. mit Diffusor und sogar einer zweiten Lampe.
Mal sehen ob noch jemand einen guten Tipp hat.
Dir erstmal vielen Dank! :)
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Beitragvon Sven A. » 15. Jul 2018, 22:48

Moin Christoph,
hier Forum sind einige Fotografen die viel oder ausschließlich ohne Stativ unterwegs sind.
Deren Bilder sind scharf aber sie her auch nicht alle.
Bevor du weiteres Geld in deine Ausrüstung steckst, solltest du mal ein paar Bilder zeigen.
Dann können wir vermutlich gemeinsam herausfinden, wo das Problem liegt.
Auch mit deinem Equipment sollten knackscharfe Fotos möglich sein, ohne Blitz und Stativ.

Gruß
Sven
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Beitragvon makrolino » 17. Jul 2018, 14:18

Hallo Christoph,

mit der A6000 hast du eine wirklich gute Kamera, die auch einige Foren-Mitglieder für Makro´s nutzen.
Ich denke von dieser Seite ist keine weitere technische Ausstattung nötig, um dein Problem zu lösen.
Vielmehr solltest du, wie Sven bereits schrieb, Ursachensuche betreiben, weshalb die Bilder unscharf werden.
Das kann viele Gründe haben - beispielsweise Wind, sich bewegende Motive, Bewegungsunschärfe durch
den Fotografen bei der Freihandarbeit, ungünstige Kamera-Einstellungen, nicht geeignetes Objektive...
Wenn du dann weißt, woran es liegt, kannst du dich an die Beseitigung machen, durch die Optimierung
deiner Kamera-Parameter, eventuell durch die Anschaffung eines Stativ´s und/oder Bohnensacks, eines
für die Zwecke geeigneten Makro-Objektivs und/oder durch die Ausnutzung günstiger Aufnahme-Bedingungen
(Wetter, Wind, Tageszeit)...usw. ....usw.

Vielleicht noch etwas zu deinen Objektiven.
Das Standard-Objektiv der Sony ist ein Allrounder, für die Makro-Fotografie aber nicht so wirklich geeignet.
Das Oshiro kenne ich nicht und vom Rokkor habe ich zurückliegend nur mit der 1.4'er Version gearbeitet,
die gute Bilder geliefert hat.

Ich denke es wäre wirklich das Beste, wenn du mal ein paar deiner Aufnahmen ins Forum stellst, zusammen
mit den entsprechenden Info´s zum verwendeten Objektiv und den Kamera-Einstellungen. So kommst du
sicher effektiver ans Ziel, als viel Geld in teure Ausrüstung zu investieren und damit dann auch wieder nur
unscharfe Bilder zu produzieren... :wink:


Liebe Grüße,
Inka
Zuletzt geändert von makrolino am 17. Jul 2018, 14:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon krimberger » 23. Jul 2018, 07:18

Hallo Christoph,
du hast geschrieben, dass du weiterhin frei Hand also nicht mit Stativ arbeiten willst.
Insekten aber auch tolle kleine Pflanzen wie z.B. der Sonnentau sind sehr oft in Bodennähe zu finden. Ich arbeite hier leidenschaftlich mit meinem Reissäckchen und 2 sec Vorauslösung oder Fernauslöser. Anstatt des Reissäckchens kannst du einen beliebigen Stoffsack mit Reis oder ähnlichem Granulat verwenden. Bei bodennahen Objekten hast du grundsätzlich höhere Stabilität, sowohl von der Abstützmöglichkeit als auch der Objekte, die weniger windanfällig sind.
Wenn du mit diesen Bildern zufrieden bist, hast du bei deinen Problembildern ein Problem mit deiner Bewegung bzw. Stabilität oder dem bewegten Objekt bei deinen verwendeten Verschlusszeiten. Da hilft entweder eine Abstützmöglichkeit oder ein Stativ aber auch die Bewegung der Objekte solltest du nie vergessen. Die Objekte kannst du im einfachsten Fall mit Stöckchen und Wäscheklammern fixieren. Die Bewegung der Objekte fallen mir oft erst auf, wenn die Kamera auf dem Stativ steht und das Objekt einfach nicht ruhig werden will. Da habe ich oft den subjektiven Eindruck, dass gar kein Wind geht und die Halme bewegen sich trotzdem.

Grüße
Kurt

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