Welches Equipment für Makroaufnahmen ???

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Timon Rieger
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Welches Equipment für Makroaufnahmen ???

Beitragvon Timon Rieger » 19. Sep 2009, 21:23

Hallo,
da ich mit einer Nahlinse nun seit einigen Wochen ein bisschen in die Makrowelt
hinein geschnuppert habe, hat mich diese Art Fotografie nun voll in Ihren Bann gezogen.

Nun will ich das bisschen ersparte dafür einsetzen und brauch dazu die Hilfe von euch
Profis.

Mein jetziges Equipment:

Canon 30d
Canon 70-200 f4 L
Sigma 17-70 2,8-4,5 macro
Canon Nahlinse 500d
Winkelsucher Minolta VN
Kata 3in1-20 Rucksack

Mein Budget: ca. 550E

Ich habe nun als Makro-objektiv dass Tokina 100 oder dass Canon 100 in betracht gezogen.
Neu o. gebr. ca 350 Euro.

Also bleiben noch 200E.

Was soll ich mir da noch zulegen?
Fernauslöser? Welcher?
Stativ? Welches?
Kugelkopf, 2-3 Wegeneiger, oder Getr.-Neiger? Und da welcher?

Ich hab schon einige Beiträge gelesen zu den verschiedenen Fragen, aber ich komme einfach
zu keiner Entscheidung.
Wie soll das Budget sinnvoll einsetzen? :roll:

Und was soll ich als erstes anschaffen? Obektiv oder ...?

Viele viele Fragen......
Ich hoffe ihr könnt mir bei der Entscheidungsfindung ein wenig helfen.
Danke

Gruß
Timon
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Beitragvon Frank Divossen » 19. Sep 2009, 23:24

Hallo, Timon,

schön das Du dich für dieses tolle Hobby voll begeistern kannst. Deine Ausrüstung bietet dir zumindest schon einen guten Einstieg in die Makrofotografie, welche aber mit folgekosten verbunden sein wird.
Als erstes ist zu klären, wieviel dein Geldbeutel für diese ganzen Anschaffungen her gibt. Bei den Canon System kann ich dir leider speziell keine Fragen beantworten, aber hier gibt es viele Fotografen, die mit Canon arbeiten und dir sicherlich helfen können.

Du liebäugelst mit einer 100´er Festbrennweite, dann guck dir auch bitte das Tamron 90mm/2,8 mal an.
Das macht sogar bei offener Blende schöne Lensflares. Viele User hier, beutzen dieses Objektiv.
Zum Stativ kann ich dir persönlich das Uniloc Mayor 1220s empfehlen. Dazu gibt es einen großen Thread hier im Forum --> http://www.makro-forum.de/ftopic9493.html
Es ist aber auch zur Zeit in Deutschland nicht so ganz günstig zu erwerben. Eine Kabelfernauslösung ist sicherlich eine gute und auch günstige Erweiterung. Um so weniger Du die Kamera beim fotografieren bzw. beim auslösen berührst, desto weniger wirds unscharf durch Vibration.

Die meisten arbeiten hier mit einem Kugelkopf. Was ist jetzt aber der beste, da teilen sich die Meinungen schnell. Wenn Du die Suchfunktion bemühst wirst Du schnell zu den entsprechenden Threads stoßen.

Am Ende entscheidet meistens immer das Geld. Aber bedenke, wer billig kauft, der kauft zwei mal ;-)
Ich hoffe Du bist jetzt nicht ganz verwirrt worden und andere lesen diesen Thread hier auch noch, um zu helfen.

Viel Spaß weiterhin bei uns :-)
Ich schlafe nur einmal im Jahr

Liebe Grüße

Frank
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Beitragvon Severus » 20. Sep 2009, 13:15

Ich würde mir als aller erstes mal ein Stativ + Kopf kaufen. Da bist du dann ab 200 Euro aufwärts dabei.
Deine Nahlinse ist ja schon ne recht gute. Versuch doch erstmal, mit deiner Nahlinsenkombi Aufnahmen vom Stativ zu machen. Das sollte die Fotos schon enorm verbessern. Wenn du dann immer noch Lust hast und deine Fotos nochmals verbessern möchtest, dann kaufst du dir ein echtes Makro-Objektiv.
Grüße,
Sören
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Beitragvon Timon Rieger » 21. Sep 2009, 13:46

Hallo,
erstmal danke für die antworten.

Das Uni-loc stativ-Fred hab ich jetzt mal durch geackert und
etwas verwirrt.
Zuerst dachte ich das ma190xprob wäre eine gute wahl aber
anscheinend nicht für die makrofotografie.
Das uniloc ist schon sehr schwer und teuer, da man ja auch noch
einen Kopf braucht.
Hmmm
soll mir nur ein Stativ mit Kopf kaufen und später ein 100 Makro?
Und was für einen Kopf dann?
Einen fernauslöser leg ich mir auch noch zu nur welchen?
Einen einfachen kabelgebundenen oder einen Funk? Der Preisunterschied
ist nicht so groß.

Gruß timon
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Beitragvon Severus » 21. Sep 2009, 22:00

Das Manfrotto ist nicht schlecht. Ich hab das Manfrotto 055xproB und bin sehr zufrieden.
Grüße,

Sören
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Beitragvon Werner Buschmann » 21. Sep 2009, 22:22

Timon.

Es ist immer die Frage,
welche Qualiansprüche du an ein Foto hast.

Kabelfernauslöser ist, wenn du nicht Freihand arbeitetst,
nicht nur bei einem Makro Pflicht.

90er Tamron hat ein tolles Bokeh.

Du kannst bei www. Traumflieger.de reingehen.

Da kannst du teilweise nachlesen, welche Auslödungsleistung
einezelne Objektive haben.

Das Bokeh wird eher seltener besprochen.

Gabi und ich haben das 100er Canon, das 180er Canon,
das 150er Sigma und das 90er Tamron.

Mein Liebling - auch unter Gewichtsgesichtspunkten - ist das
90er Tamron.

Diese Brennweite ist ja auch eine tolle Portraitlinse...
also nicht nur für die Makrofotografie geeignet.

Das Stativ muss vor allem stabil sein und entweder einen Dreiwegeneiger oder
einen Kugelkopf haben.

Falls du nur Gled für ein Makroobjektiv hast,
macht das im Augenblick auch nicht so viel aus.

Es kommt die Zeit der Moossporen und der Pilze,
da kannst du wunderbar mit einem Bodensack
als stabile Unterlage arbeiten. Auch da mit Kabelfernauslöser,
obwohl bei stabiler Unterlage da auch ohne Kabelfernauslöser gute
Aufnahmen gelingen.

Werner
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Beitragvon goelux » 21. Sep 2009, 22:52

Hallo Timon,

Timon Rieger hat geschrieben:Zuerst dachte ich das ma190xprob wäre eine gute wahl aber
anscheinend nicht für die makrofotografie.


Wieso nicht? Ich habe auch ein 190XPROB zusammen mit einem CULLMANN Magnesit 35 Nm Kugelkopf und kann mich nicht beklagen. Da ich meistens mit dem Fahrrad ins Revier fahre, bin ich froh, dass ich nicht so ein schweres Teil mit mir herumschleppen muss.

Viele Grüße,
Sebastian
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Beitragvon Timon Rieger » 22. Sep 2009, 08:58

Hallo Werner,

danke für Deine ausführliche Antwort.

Ich habe mir diesen Test HIER mal durchgelesen.
War recht interessant.
Stimmt es, dass das Tamron einen recht lauten AF hat?
Wie ist das eigentlich mit einem Bohnensack, wenn ich da
meine Kamera+Objektiv drauf lege?
Stört das nicht beim einstellen des Fokuses, da das Tamron ja keinen IF hat?

@Sebastian

Nunja ich habe verschiedene Freds jetzt schon durchgelesen und manch einer
meinte, dass es etwas wackelig wird mit ausgezogener(umgelegter) MS.
Wollte das Stativ jetzt nicht schlechtreden, da ich ja noch nicht einmal in der Hand hatte.

Gruß
Timon
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Beitragvon Werner Buschmann » 22. Sep 2009, 16:34

Thomas.

@ Tamron.

1. Du arbeitest bei Makros ja im Regelfalle im manuellen Modus,
da ist es egal, ob der Automodus langsam und relativ lauter ist.

2. Der fehlende Innenfokus hat mich nur am Anfang gestört.

3. Du musst die Kamera so auf den Bohnensack legen,
dass du an den manuellen Schärfering drankommst.
das ist kein Problem-.

4. Entscheidend ist bei Makros, die alle sehr scharfe Bilder machen im Vergleich
zu anderen Objektivarten das Bokeh, vor allem bei Gegenlichtsituationen.

Da ist Canon aus meiner Sicht schlechter als Sigma und das wiederum schlechter als
das 90er von Tamron.

Werner
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Beitragvon Timon Rieger » 22. Sep 2009, 17:46

Hi Werner,
weist du wie das Bokeh vom Tokina ist?

Preislich liegt das Tokina etwas guenstiger wie das Tamron, nämlich
bei 330 Euro.

Gruß Timon

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