Die Goldschildfliege - INSEKT DES JAHRES 2014

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Die Goldschildfliege - INSEKT DES JAHRES 2014

Beitragvon Goldauge » Mo Dez 09, 2013 15:41

Hallo,

gerade bin ich beim Durchstöbern meiner Fotos vom Oktober 2012 zufällig auf dieses Foto gestoßen
hätte mich auch gewundert, wenn die nicht auf meiner Platte schlummert...
es werden bestimmt noch viele im Forum folgen - denn so selten sind meiner Erfahrung nach diese Fliegen gar nicht.

aufgenommen am 20.10 2012 in unserem Garten, Mittelhessen

Die Goldschildfliege ( Phasia aurigera) ist eine Fliege aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae).
Mit ca. einem Zentimeter Körperlänge ist sie recht groß und zudem auffallend bunt gefärbt. Das Männchen hat rote Augen und orangefarbene Flügel, der Rücken ist goldgelb. Die Weibchen sind dagegen weniger farbenfroh mit durchsichtigen Flügeln und einem schwarzbraunen bis schwarzen Körper.
Im Gegensatz zu den Raupenfliegen (die ihre Eier in verschiedene Raupen ablegen) parasitieren die Goldschildfliegen wie einige sehr nahe Verwandte (zum Beispiel die Raupenfliege Cylindromyia bicolor) an verschiedenen Baumwanzen.

Als Wirte sind vor allem Baumwanzen wie die Graue Gartenwanze und die Grüne Stinkwanze bekannt. Die Weibchen durchdringen die feste Hülle der Wanzen mit einem speziellen, spitzen Legeapparat und legen ein Ei in deren Körper.
Die Goldschildfliege gehört zu den eher seltenen heimischen Arten. Anders als in Südeuropa sind die Fliegen in Mittel- und Nordeuropa selten im Frühjahr und Sommer sondern eher im Herbst aktiv. Man kann sie in Waldgebieten finden, vor allem an Waldrändern. Am häufigsten sind sie auf blühenden Hochstaudenfluren und Halbtrockenrasen bei der Nektaraufnahme zu beobachten.

(Zusammengestellt nach verschiedenen Beschreibungen aus Büchern und im Netz ;) )

In unserem Garten habe ich sie mit Bewußtsein auch nur im Herbst gesehen - was ja diesen Angaben entspricht!
Dann allerdings, wie ich mir einbilde, gar nicht mal so selten...

ich habe auch gelesen, daß dieses Insekt bisher noch nicht so sehr gut untersucht ist, also noch gar nicht alles über ihren Lebenszyklus im einzelnen bekannt ist - daher habe ich mich jetzt auch lieber kurz gehalten, damit ich nicht irgendetwas Ungesichertes abschreibe....

Gruß, Barbara

Edit Benjamin: Infotext aus Beitrag #7 in den Startbeitrag kopiert, Titel angepaßt
Dateianhänge
Kamera: Lumix gx1
Objektiv: PanaLeica 45mm Makro

Aufnahmedateiformat (JPG)
Beschnittsbetrag in % ca 1/2
Stativ: nein, Freihand
---------
Aufnahmedatum: 20.10.2012
Region/Ort: Hessen
vorgefundener Lebensraum: Garten
Artenname: Goldschildfliege
kNB
sonstiges:
gx1_1030055 Kopie.JPG (178.9 KiB) 2139 mal betrachtet
gx1_1030055 Kopie.JPG
Zuletzt geändert von Goldauge am Fr Jan 10, 2014 10:26, insgesamt 5-mal geändert.
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Beitragvon Benjamin » Do Dez 12, 2013 09:35

Servus Barbara,

stimmt, so selten sind die kleinen Biester nicht.
Aber mit dem Stillhalten haben es diese Fliegen überhaupt nicht, daher:
Glückwunsch zum Treffer. :)
Viele Grüße,
Benjamin
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Beitragvon Goldauge » Do Dez 12, 2013 10:34

Danke, Benjamin - das ist der Vorteil der (inzwischen relativ geübten) Freihand-Fotografin :D - da müssen die Viecher nicht stundenlang still halten…..

aber soooo hektisch sind sie nun auch nicht
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Beitragvon Corela » So Dez 15, 2013 10:32

Hallo Barbara,

es gibt eben Motive, die man nur Freihand erwischen kann.
Ich bin froh, dass ich beides je nach Bedarf anwenden kann.
Diese Fliege sieht schon mal sehr gut aus.
lG
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Beitragvon Gabi Buschmann » So Dez 15, 2013 14:29

Hallo, Barbara,

danke fürs Zeigen dieser schönen Fliegenart, die
ihrem Namen alle Ehre macht :-) .

Gabi
Liebe Grüße Gabi

______________
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Beitragvon Goldauge » So Dez 15, 2013 15:54

Hallo,
Danke für Euer Interesse :))

das mit dem Gold und der Ehre ist so eine Sache.....
sagt das Goldauge......
;)
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Beitragvon Ajott » Mi Dez 25, 2013 09:49

Hi Barbara,

ich nehme an, du zeigt das Bild hier, weil die Fliege Insekt des Jahres 2014 ist? Leider fehlt mir jeder dokumentarische Bezug in deinem Eingangspost und nicht mal diesen Fakt greifst du auf. Im Moment wirkt der Beitrag auf mich einfach wie ein Schnappschuss, der mal gezeigt werden wollte. Jedenfalls denke ich, dass vielen Interessierten, die hier reinlesen nicht klar ist, warum du das Bild eingestellt hast. Ein kurzer einleitender Text, warum du die Fliege zeigst würde das schnell ändern, vielleicht magst du das noch ergänzen? Fänd ich klasse. Denn dass du hier schon ein Bild des Insektes des Jahres zeigen kannst ist großartig. Ist schon wirklich eine der hübschen Angehörigen der Fliegenschaft und ich bin mir nicht sicher, ob ich die schonmal selbst gesehen habe.

liebe Grüße
Aj
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Beitragvon Goldauge » Mi Dez 25, 2013 12:07

Hallo, Ajott,
Danke für die "Ermahnung" - Du hast völlig recht....
mir war das gar nicht mehr in Erinnerung, daß ich überhaupt nichts dazu geschrieben hatte, nicht mal als Insekt des Jahres erwähnt...... zzzzzztt.....:roll:
ich habe es im Titel ergänzt - ich hoffe, das ist ok so
ging einfach zu schnell mal zwischendurch, weil ich zufällig auf dieses Foto bei mir gestoßen war ;)

Bei meinem Foto handelt es sich um ein Männchen der Goldschildfliege (Phasia aurigera) die zum Insekt des Jahres 2014 gekürt wurde

Die Goldschildfliege ist eine Fliege aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae).
Mit ca. einem Zentimeter Körperlänge ist sie recht groß und zudem auffallend bunt gefärbt. Das Männchen hat rote Augen und orangefarbene Flügel, der Rücken ist goldgelb. Die Weibchen sind dagegen weniger farbenfroh mit durchsichtigen Flügeln und einem schwarzbraunen bis schwarzen Körper.
Im Gegensatz zu den Raupenfliegen (die ihre Eier in verschiedene Raupen ablegen) parasitieren die Goldschildfliegen wie einige sehr nahe Verwandte (zum Beispiel die Raupenfliege Cylindromyia bicolor) an verschiedenen Baumwanzen.

Als Wirte sind vor allem Baumwanzen wie die Graue Gartenwanze und die Grüne Stinkwanze bekannt. Die Weibchen durchdringen die feste Hülle der Wanzen mit einem speziellen, spitzen Legeapparat und legen ein Ei in deren Körper.
Die Goldschildfliege gehört zu den eher seltenen heimischen Arten. Anders als in Südeuropa sind die Fliegen in Mittel- und Nordeuropa selten im Frühjahr und Sommer sondern eher im Herbst aktiv. Man kann sie in Waldgebieten finden, vor allem an Waldrändern. Am häufigsten sind sie auf blühenden Hochstaudenfluren und Halbtrockenrasen bei der Nektaraufnahme zu beobachten.

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Dann allerdings, wie ich mir einbilde, gar nicht mal so selten...

ich habe auch gelesen, daß dieses Insekt bisher noch nicht so sehr gut untersucht ist, also noch gar nicht alles über ihren Lebenszyklus im einzelnen bekannt ist - daher habe ich mich jetzt auch lieber kurz gehalten, damit ich nicht irgendetwas Ungesichertes abschreibe....

Grüße von Barbara
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Beitragvon Ajott » Mi Dez 25, 2013 13:29

Hey Barbara,

klasse!! Richtig schöner Dokubeitrag jetzt.

liebe Grüße
Aj
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Beitragvon rincewind » Do Dez 26, 2013 13:48

Hallo Barbara,

Ein schönes Bild. Schön das Du auch die Infos zusammengesucht hast.

LG Silvio

PS. Abschreiben ist zweifach ein Problem, einerseits wenn die Infos wie Du anmerkst ungesichert sind.
Andererseits wegen des Urheberrechts. Info zusammensuchen und einen eigenen Text verfassen ist das eine gute Methode.

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