Achtsames Fotografieren und Selbstverantwortung

Stand: 29.09.2016

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Werner Buschmann
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Achtsames Fotografieren und Selbstverantwortung

Beitragvon Werner Buschmann » Fr Mär 25, 2016 20:48

29.09.2016
An alle Fotografinnen und Fotografen,

aus gegebenen Anlass haben wir die Erklärung der Crew zum achtsamen Fotografieren
und zur Selbstverantwortung aktualisiert; Siehe: hier - vom 04.03.2012.
Die wesentliche Änderung haben wir grün markiert.

Erklärung der Crew zum achtsamen Fotografieren und zur
Selbstverantwortung in aktualisierter Fassung.


Im Grundverständnis haben wir Ansprüche an das
Arbeiten mit Insekten und anderen Tieren formuliert.

Grundsatz für alle:
Keine Gefährdung der Art, kein Gefährden und Bedrängen eines
Einzelindividuums, keine Beeinträchtigung von Schutzgebieten
beim Fotografieren und durch das Fotografieren.

Zusätzlich distanzieren wir uns von der Sensationsfotografie
und von dem Schein übertrieben schöner Bilder, die sich von
der natürlichen Realität immer mehr entfernen.

Dass bei allem Tun die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten sind,
ist selbstverständlich.

Um Verantwortung beim Fotografieren übernehmen zu können,
sollte man sich mit seinem Fotomotiv und dessen Lebensraum auseinandersetzen.

Jemand, der die Art genau kennt, der sie genau beobachtet hat, sich
sachkundig gemacht hat, kann im Einzelfall besser beurteilen,
in welcher Lebensphase die Art sensibel reagiert und ein größeres
Gefahrenpotenzial besteht, als ein Anfänger der Makrofotografie
und als jemand, der keinen derartigen Erfahrungs- und Kenntnishorizont besitzt.

Besonders sensibel für Störungen sind Tiere in Schlupf- und Häutungsphasen.
In diesen Phasen sollen, wenn überhaupt, nur Naturbilder gemacht werden.
Begründung: Metamorphose und Häutung


Wir als Crew können das nicht überwachen und kontrollieren.
Wir setzen auf die Selbstverantwortung und auch Gesetzestreue
unserer Fotografen. Wir wünschen uns Naturfotografen, die sich parallel zur
Weiterentwicklung ihrer fotografischen Fähigkeiten auch nach und nach das Rüstzeug
aneignen, um verantwortungsvoll und mit wachsendem Sachverstand mit den Bedürfnissen
unserer "lebenden Motive" umgehen zu können.

Lediglich dann, wenn offensichtlich ein Verstoß gegen unsere
Regeln erfolgt ist, werden wir eingreifen.


Zusätzlich haben wir das Grundverständnis präzisiert:

Fotografen, die sich diesem Forum aktiv anschließen wollen, erhalten
die natürlichen Ressourcen von Flora und Fauna. Maßnahmen zum Zwecke der
Erstellung eines "spektakuläreren Fotos", welche bewusst die Gefährdung eines
Lebensraumes oder eines Lebewesens in Kauf nehmen, oder die Bildsituationen
schaffen, die in Natura nie oder äußerst selten auftreten würden, entsprechen
nicht dem Grundverständnis des Forums.
Wir wünschen uns Fotografen, die kompetent, respektvoll
und verantwortungsbewusst mit ihren Fotomotiven umgehen.

Wir verstehen diese Forderung als Appell zur Selbstverpflichtung und sehen
die Wegrand-Fotografie als einen empfehlenswerten Weg an, Motive zu finden
und gleichzeitig schonend zu fotografieren.



Die Makrocrew
Zuletzt geändert von Werner Buschmann am Do Sep 29, 2016 06:10, insgesamt 2-mal geändert.
Der NABU hat eine Handlungsempfehlung für das Arbeiten in und an Gewässern (Klicken!) erstellt. Für alle Fotografen, die gegebenfalls beim Suchen nach Amphibien auch ihre Örtlichkeiten wechseln, kann das unter Umständen wichtige Hinweise geben.
Ich verstehe nicht, dass man solche Überlegungen in einem anderen Forum als lächerlich ansieht.

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Liebe Grüße Werner

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