Der Kieferbestandsrüssler erwies sich als Fichtenrüsselkäfer, darum ist hier der komplette Text editiert.
Danke Klaas für die Richtigstellung!
Hylobius abietis wird auch Fichtenrüsselkäfer oder Großer Brauner Rüsselkäfer genannt. Er erreicht eine Körperlänge von 1,4 mm. Und man kann ihn sehr leicht mit dem Kiefernbestandsrüssler verwechseln.
Lebensweise
"Im Frühling kann man den Käfer vor allem an jungen Bäumen bevorzugt an Douglasien (Pseudotsuga menziesii) und Lärchen (Larix decidua) beobachten, von deren Rinde er sich ernährt. Später im Jahr bevorzugt er die Äste älterer Bäume. Die Käfer können dabei unter Umständen starke Schäden anrichten, teilweise sterben die Bäume sogar ab. Die Larven entwickeln sich in toten Stöcken und deren flachen Wurzeln, besonders von frisch geschlagenen oder abgebrochenen Bäumen. Sie überwintern einmal und verpuppen sich im folgenden Jahr. Im Herbst schlüpft der fertige Käfer. Der Käfer lässt sich bei der geringsten Erschütterung vom Zweig fallen und stellt sich tot."
Ich hab sie hier auf jungen Fichten (Picea Abies) - Naturverjüngung - gefunden, die unter alten Kiefern (Pinus) stehen. Und wie man sieht, schmecken ihnen von den Fichten sowohl die Nadeln als auch die Knospen...
Bild 1 zeigt einen beim Fressen der Nadeln
Bild 2 + 3 beim Rüsseln an einer Fichtenknospe, man sieht auch schön, wo er die Fühler reinlegt
Bild 4 - das Kerlchen scheint noch zu geniessen, was es sich da grad aus der Blüte geholt hat.....
Und Bild 5 zeigt ein markantes Verteidigungsverhalten, das viele Käfer aufweisen: das Totstellen, eine reflexbedingte Bewegungslosikeit auch Thanatose oder Akinese genannt. Eben sitzt er noch im Zweig und plötzlich lässt er sich fallen und rührt sich nicht mehr.... Ameisen, die nachschauen, verschwinden aber gleich wieder, sie dürften irgendwie wissen, dass er doch noch lebt...





