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Eigenbaustackshot aus Novoflex Balgengerät

Verfasst: 30. Nov 2013, 23:29
von Herbert_R
Hallo !

Ich möchte hier mal meinen Aufbau für Stackaufnahmen zeigen, vielleicht als Anregung für eigene Bastelarbeiten, wenn noch kein Stackshot vorhanden ist.

Die Kamera steht auf einem Stativ, angebaut ein Novoflex Balgengerät mit Einstellschlitten und Makrostand. Die Stabilität des Stativs ist wohl nicht so wichtig, weil ja das Motiv fest mit der Kamera verbunden ist. Zur Sicherheit habe ich aber die Canon 500D aus dem Lifeview heraus ausgelöst, was Erschütterungen durch den Verschluß praktisch ausschließt.

Für den Vortrieb sorgt ein batteriebetriebener Grillmoter (Baumarkt, ca. 10€).
Der Motor dreht sehr langsam, ca. 12 Sek. für 1 Umdrehung.
Auf dem Stellrad für den Einstellschlitten am Balgen ist eine Gummirolle befestigt (Möbelrolle, Oberfläche an Drehmaschine übergedreht).
Die Übersetzung 10mm Motorwelle / 78mm Gummirolle bewirkt eine weitere Verlangsamung um den Faktor 1:7,8 .

Durch eine gewisse Trägheit des Motors und des übrigen Aufbaus (Fotowiderstände und Relais) ist die kürzeste Schaltzeit 1/10 sek., was etwa 0,01 mm Vorschub entspricht.

Angesteuert wird die Kamera und der Motor durch ein Programm, das abwechselnd die linke Bildschirmhälfte (löst die Kamera aus) und die rechte Bildschirmhälfte (schaltet den Motor ein) in einem vorher eingegebenen Zeittakt weiß schaltet.

Aufgenommen werden diese Signale durch 2 Fotowiderstände, die über 2 Lichtschrankenbausätze die Kamera und den Motor steuern.
Ein Elektroniker könnte die Ansteuerung sicherlich eleganter lösen, aber für mich war es so am einfachsten.

Ich hoffe, das war so halbwegs verständlich, Fragen werde ich natürlich beantworten und über Anregungen würde ich mich freuen.

Viele Grüße,
Herbert

Verfasst: 30. Nov 2013, 23:44
von eRPe
Hallo Herbert,

soweit habe ich das glaube ich/ hoffe ich kapiert.
Sieht gut aus und klappt sicher auch.
Die Ansteuerung via notebook-display ist ja klasse.

Als Einstellschlitten von novoflex kenne ich nur den
Castel Q mit Zahnstange, was recht grob zustellt.
Hat Deiner eine andere Konstruktion ?

Wegen der Übertragung von der Grillmotorwelle auf
die Gummirolle, da kann ich Dir den Tipp geben,
es mal mit einem Faden zu probieren.
Dann bist Du das Problem der notwendigen Reibung los.

Gruß
Reiner

Verfasst: 1. Dez 2013, 22:02
von Herbert_R
Hallo,

@ Reiner : Wie die genaue Bezeichnung des Balgengerätes ist, weiß ich jetzt nicht, der Einstellschlitten ist fest mit dem Balgen verbunden. Eine Umdrehung des Einstellrades ergibt 11mm Vorschub.

11mm / 7,8 = 1,4mm pro Motorumdrehung (Übersetzung)
1,4mm /12 sek = 0,12 mm pro Sekunde = 0,012mm in 1/10 Sek.

Die Gummirolle dreht bei diesen Abständen auf jeden Fall mit.
Die Frage ist aber, ob sich auch der Schlitten immer verschiebt, oder ob er sich aufgrund von Reibungswiderständen nicht regelmäßig mitbewegt.
Werde ich demnächst noch genauer testen.
Ich denke, damit ist die Frage von Marek auch beantwortet.

Wie Du das mit dem Faden gemeint hast, habe ich aber irgendwie nicht verstanden.


Grüße,
Herbert

Verfasst: 1. Dez 2013, 22:11
von Guppy
Hallo Herbert

Eigenbau ist immer spitze!
Die Garantie und der Service läuft nie aus,
Verbesserungen wirken sich sofort aus,
eigene wunsch Optionen werden umgesetzt,
bei der Entsorgung kann man die Teile
für das neue Modell verwenden,
usw.

Kurt

Verfasst: 1. Dez 2013, 22:58
von eRPe
Hallo Herbert,

das mit dem Faden, so ähnlich wie hier.
http://www.makro-forum.de/ftopic79816.html

statt des stack-shot-Schlittens nimmst Du den Grillmotor
und läßt den Faden aufwickeln, während
er von der großen Rolle abgewickelt wird.

Gruß
Reiner

Verfasst: 2. Dez 2013, 16:26
von Safari
Hallo Manfred,

bei Neuentwicklungen würde ich nicht mehr die RS-232 verwenden. Viele neue Geräte haben gar keine RS-232 mehr. Nimm lieber USB.

Verfasst: 2. Dez 2013, 21:10
von Herbert_R
Hallo Reiner,

jetzt ist mir das mit dem Faden klar. Das ist bei Dir ja auch ein interessanter Aufbau, und er funktioniert ausgezeichnet, wie man an Deinen Bilden sieht. Das wäre für mich vielleicht noch eine Option, wenn es so nicht gut genug funktioniert.
Es gibt ja hier auch noch andere Beschreibungen von Eigenkonstruktionen, es scheint ja noch einige begabte Heimwerker und Tüftler zu geben.

An die Programmierung einer RS232 oder USB Schnittstelle hätte ich mich nicht gewagt.

Manfred, wenn Dein Stackingtisch fertig ist, kannst Du ihn ja auch mal hier zeigen.

Grüße, Herbert

Verfasst: 3. Dez 2013, 08:20
von makrosucht
Hallo Herbert,

danke fürs zeigen... :DH: :DH:

ich finde selbstbauten immer hoch interessant. Wirlich toll was du da gebaut hast und vorallem funktioniert es auch....super arbeit...