Beitragvon manni53 » 18. Nov 2009, 20:22
Hallo,
es ist ganz einfach so, daß ich beim RRS-Schlitten nach dem Lösen der Schlittenklemmung, beim Drehen am großen Spindelknopf im Uhrzeigersinn, eine Verschiebung des Bildausschnittes nach links beobachten muß. Drehe ich den großen Spindelknopf gegen den UZS, wird der Bildausschnitt nach rechts verschoben. Wenn man dagegen am anderen Ende der Spindel am kleinen Knopf im UZS dreht, wandert das Bild nach rechts, gegen den UZS nach links.
Die 180er Brennweite wirkt dabei wie ein langer Zeiger. Zieht man die Schlittenklemmung wieder an, ist der Bildausschnitt auch wieder der ursprüngliche.
Beim Stacken muß man also: Klemmung lösen, fokussieren, klemmen, auslösen, Klemmung lösen, fokussieren, klemmen, auslösen . . .
Oder mit dauernd halb angezogener Klemmung (Verschleiß?) arbeiten.
Beim Castell-Q kann man die Schlittenklemmung auch mal vergessen, der lange Schlitten verzeiht das.
Nachdem ich merkte, das ich das Ganze nicht als Sinnestäuschung abtun konnte, wollte ich wissen, warum das so ist. Dabei kam ich auf die Erklärung, die ich gestern schrieb. Aber dann fiel mir ein, daß danach der Schlitten unabhängig von der Drehrichtung der Spindel immer in die gleiche Richtung schwenken müßte, was er aber nicht tut. Auf der Suche nach einer passenderen Erklärung fand ich folgende:
Wenn die mittig in der Führung (liest noch jemand mit?) sitzende Spindel eine ganze Mutter bewegen würde, läge die Kraft dieser Mutter auf der Spindelachse und damit auch mittig zur Führung. Der Schlitten könnte sich dann auch nicht verdrehen. Die halbe Mutter erzeugt aber eine neben der Führungsmitte liegende Kraft auf den Schlitten und damit ein Drehmoment, das mir den Schlitten um seine Hochachse verdreht. Da der Schlitten etwas kurz geraten ist, steht dem auch nicht besonders viel entgegen.
Uwe, vielleicht kannst du das Teil bei deinem Freund mal testen. Würde mich freuen, wenn das ganze doch eine Sinnestäuschung war!
Freundlichen Gruß, Manfred