Retro für Objektive mit 72mm Durchmesser?

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01af
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Beitragvon 01af » 9. Jan 2007, 21:52

Doch, du kannst deine Objektive problemlos in Retrostellung nutzen. Besorge dir einfach einen Reduzierring 72->52 mm bzw. 82->52 mm. So etwas gibt's z. B. bei Heliopan.

Wolltest du den Reduzierring verwenden, um 52er Filter auf einem 72er Objektiv zu benutzen, so würdest du dir natürlich übelste Vignettierungen einfangen. Verwendest du ihn aber, um das 72er oder 82er Objektiv an einem 52er oder 58er Retroring anzuschließen, so wird die Sache einwandfrei funktionieren.

Ich nehme an, das "Allround-Objektiv" ist das mit 72 mm Filterdurchmesser? Besitzt es einen Blendenring? Wenn ja, dann kannst du es sinnvoll in Retrostellung verwenden. Das 20-mm-Sigma-Objektiv ist wohl das mit dem 82er Filtergewinde. Auch das kann problemlos in Retrostellung verwendet werden, wird aber nur sehr große Abbildungsmaßstäbe ermöglichen. Kleine und mittlere Maßstäbe kannst du damit nicht erreichen; dafür brauchst du eine andere Lösung.

Willst du beide Objektive in Retrostellung verwenden, so kaufe nicht zwei Reduzierringe! Kaufe einen für das größere Filtergewinde, und dazu einen Adapterring (keinen Reduzierring) 72->82 mm. Diese Lösung funktioniert ebenso gut wie zwei Reduzierringe, wird aber weniger kosten.

Du wirst feststellen, daß Reduzierringe in der Größe (72 mm oder gar 82 mm) nicht gerade billig sind. Und ihr Nutzen, insbesondere der Umfang des Arbeitsbereiches, ist begrenzt. Über kurz oder lang wirst du dir doch ein richtiges Makroobjektiv zulegen müssen, wenn es dir mit der Fotografie feiner Uhren und ihrer Werke ernst ist. Schließlich ist das Prinzip der Retrostellung nur bei Abbildungsmaßstäben über 1:1 sinnvoll, und du brauchst ja auch eine Lösung für kleinere Maßstäbe. Ich würde ein 55er Micro-Nikkor empfehlen ... oder das 50er Makro von Sigma. Im Gegensatz zu längerbrennweitigen Makroobjektiven funktionieren diese für Abbildungsmaßstäbe über 1:1 auch hervorragend in Retrostellung.

-- Olaf

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