Hohe Blendenzahl bei Tele
-
Cuba
alle Bilder
Hohe Blendenzahl bei Tele
---
Zuletzt geändert von Cuba am 4. Dez 2012, 15:15, insgesamt 1-mal geändert.
- Roger
- Fotograf/in

- Beiträge: 293
- Registriert: 17. Aug 2012, 02:07 alle Bilder
- Vorname: Roger
Hallo Gabriela
Vorweg, ich bin nicht der Spezialist für Optiken.
Was ich Dir sagen kann ist, dass mein Tele bis Blende 32 geht während das Makroobjektiv bis 36 geht.
Ich denke deshalb, die Blendenzahl hängt nicht nur vom Typ des Objektivs ab sondern eventuell auch davon, wie es gebaut wurde. (Linsen)
Viele Grüsse
Roger
Vorweg, ich bin nicht der Spezialist für Optiken.
Was ich Dir sagen kann ist, dass mein Tele bis Blende 32 geht während das Makroobjektiv bis 36 geht.
Ich denke deshalb, die Blendenzahl hängt nicht nur vom Typ des Objektivs ab sondern eventuell auch davon, wie es gebaut wurde. (Linsen)
Viele Grüsse
Roger
-
Cuba
alle Bilder
- Janni
- Fotograf/in

- Beiträge: 523
- Registriert: 5. Apr 2012, 14:45 alle Bilder
- Vorname: Jan
Fernaufnahmen mit 24mm.......das ist doch eine Weitwinkelaufnahme
Oder meinst Du das bei diesen Aufnahmen die weit entfernten Objekte unscharf sind ?
Für ein "Verrauschen" kann man jedenfalls die Blende ausschliessen, das liegt eher an
der höheren ISO-Einstellung.
Eine starke Abblendungen hat zufolge das die Allgemeinschärfe im Bild abnimmt, dadurch
werden auch die weit entfernten Objekte (Bildausschnitte) relativ unscharf abgebildet.
Davon abgesehen wüsste ich auch kein Grund bei einer 24mm Aufnahme Blende 16 zu
verwenden, es sein denn ich benötige aus anderen Gründen eine länger Belichtungszeit.
Zu Deiner eigentlichen Frage :
Das hat mit der knapperen ST bei Telebrennweiten zu tun !
Bei gleicher Blende hat man bei einer Telebrennweite eine geringere ST als bei einer
weitwinkligeren Brennweite.
Beispiel wo das Motiv 20 Meter entfernt ist und darauf fokussiert wird :
24mm Brennweite bei Blende 16 -----> ST = unendlich und sogar ab 1,73 ist alles scharf im Bild
300mm Brennweite bei Blende 16 ----> ST = 2,67 Meter, der VG ist unscharf und alles was hinter dem Motiv ist
Gruss
JAN
Oder meinst Du das bei diesen Aufnahmen die weit entfernten Objekte unscharf sind ?
Für ein "Verrauschen" kann man jedenfalls die Blende ausschliessen, das liegt eher an
der höheren ISO-Einstellung.
Eine starke Abblendungen hat zufolge das die Allgemeinschärfe im Bild abnimmt, dadurch
werden auch die weit entfernten Objekte (Bildausschnitte) relativ unscharf abgebildet.
Davon abgesehen wüsste ich auch kein Grund bei einer 24mm Aufnahme Blende 16 zu
verwenden, es sein denn ich benötige aus anderen Gründen eine länger Belichtungszeit.
Zu Deiner eigentlichen Frage :
Das hat mit der knapperen ST bei Telebrennweiten zu tun !
Bei gleicher Blende hat man bei einer Telebrennweite eine geringere ST als bei einer
weitwinkligeren Brennweite.
Beispiel wo das Motiv 20 Meter entfernt ist und darauf fokussiert wird :
24mm Brennweite bei Blende 16 -----> ST = unendlich und sogar ab 1,73 ist alles scharf im Bild
300mm Brennweite bei Blende 16 ----> ST = 2,67 Meter, der VG ist unscharf und alles was hinter dem Motiv ist
Gruss
JAN
.
Die moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
.
Die moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
.
-
Cuba
alle Bilder
- Janni
- Fotograf/in

- Beiträge: 523
- Registriert: 5. Apr 2012, 14:45 alle Bilder
- Vorname: Jan
Ein "Verrauschen" durch die Beugungsunschärfe gibt es nicht !!!
Blende 16 ist auch bei Landscahftsaufnahmen schon teilweise zu hoch, schau Dir mal
im folgenden Link die ST bei bestimmten Objektentfernungen an, Blende 8 reicht zu 95%
oft schon "dicke" aus.......
http://www.dofmaster.com/dofjs.html
Gruss
JAN
Blende 16 ist auch bei Landscahftsaufnahmen schon teilweise zu hoch, schau Dir mal
im folgenden Link die ST bei bestimmten Objektentfernungen an, Blende 8 reicht zu 95%
oft schon "dicke" aus.......
http://www.dofmaster.com/dofjs.html
Gruss
JAN
.
Die moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
.
Die moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
.
-
Cuba
alle Bilder
-
miclindner
- Fotograf/in

- Beiträge: 338
- Registriert: 26. Jul 2010, 16:19 alle Bilder
- Vorname: Michael
Hallo,
die förderliche Blende ist vom Abbildungsmaßstab abhängig und wird mit zunehmendem ABM immer wirksamer, daher vor allem im Nah- und Makrobereich der begrenzende Faktor, nicht aber in der Fernoptik.
Telebrennweiten haben je nach Anfangslichtstärke/Öffnung einen großen Linsendurchmesser, die Blende ist größer und erlaubt andere Schrittweiten. Das kann es aber auch nicht sein, denn zumindest eine meiner (recht teuren)Makroobjekticköpfe erlaubt auch Blende 32, evt. ist es also eine Frage der technischen Güte (denn F 32 ergibt ja schon ein ziemlich kleines Loch, die Blendenlamellen müssen gut ausgeformt sein, damit das auch noch ein kreisrundes Abbild ergibt.
Die Beugungsunschärfe ist von den Sensorabmessungen abhängig, bei Fernaufnahmen hat das also nichts primär mit der Brennweite zu tun (obwohl dann noch andere Sachen in der Supertelefotografie dazukommen: "Luftunruhe" durch Konvektion im Sommer, Aerosole etc.). Kompensiert wird das etwas dadurch, dass man für die Schärfentiefe bei Kameras mit kleinem Sensor gar nicht soweit abblenden muss, also gar nicht in die Versuchung kommt, Blende 32 einzustellen.
All das führt dazu, dass man gerade bei den modernen "digitalen" Objektiven, die durch die Kompaktbauweise (CSC-Kameras) ehr schon ihre Grenzen haben, vom Bereich der effektiv verwendbaren Blendenstufen sprechen muss; gerade bei Objektiven der Spiegellostechnik ist es mir aufgefallen, dass gerade bei Linsen mit geringer Anfangslichtstärke dann oft schon bei Blende 8 (11) wieder Schluss ist (s. interaktive Meßkurven auf dpreview).
Bei Superteleobjektiven führt Abblenden aber auch zu Lichtverlust. Wurde dann die ISO hochgedreht (viele Kamerasensoren kommen in der Bildqualität dann aber an ihre Grenzen); wurde das nicht gemacht, geht die Belichtungszeit hoch; je nach Crop-Faktor und effektivem Bildwinkel kommt es dann je nach Sensorgröße und Packungsdichte darauf an: wie stabil sind Kugelkopf und Stativ, wurde mit Fernauslöser gearbeitet, mit Spiegelvorauslösung; all das wird benötigt, um ein scharfes Telebild zu bekommen (oder aber eben eine hohe ISO einer rauschfreien Kamera).
Grüße
Michael Lindner
die förderliche Blende ist vom Abbildungsmaßstab abhängig und wird mit zunehmendem ABM immer wirksamer, daher vor allem im Nah- und Makrobereich der begrenzende Faktor, nicht aber in der Fernoptik.
Telebrennweiten haben je nach Anfangslichtstärke/Öffnung einen großen Linsendurchmesser, die Blende ist größer und erlaubt andere Schrittweiten. Das kann es aber auch nicht sein, denn zumindest eine meiner (recht teuren)Makroobjekticköpfe erlaubt auch Blende 32, evt. ist es also eine Frage der technischen Güte (denn F 32 ergibt ja schon ein ziemlich kleines Loch, die Blendenlamellen müssen gut ausgeformt sein, damit das auch noch ein kreisrundes Abbild ergibt.
Die Beugungsunschärfe ist von den Sensorabmessungen abhängig, bei Fernaufnahmen hat das also nichts primär mit der Brennweite zu tun (obwohl dann noch andere Sachen in der Supertelefotografie dazukommen: "Luftunruhe" durch Konvektion im Sommer, Aerosole etc.). Kompensiert wird das etwas dadurch, dass man für die Schärfentiefe bei Kameras mit kleinem Sensor gar nicht soweit abblenden muss, also gar nicht in die Versuchung kommt, Blende 32 einzustellen.
All das führt dazu, dass man gerade bei den modernen "digitalen" Objektiven, die durch die Kompaktbauweise (CSC-Kameras) ehr schon ihre Grenzen haben, vom Bereich der effektiv verwendbaren Blendenstufen sprechen muss; gerade bei Objektiven der Spiegellostechnik ist es mir aufgefallen, dass gerade bei Linsen mit geringer Anfangslichtstärke dann oft schon bei Blende 8 (11) wieder Schluss ist (s. interaktive Meßkurven auf dpreview).
Bei Superteleobjektiven führt Abblenden aber auch zu Lichtverlust. Wurde dann die ISO hochgedreht (viele Kamerasensoren kommen in der Bildqualität dann aber an ihre Grenzen); wurde das nicht gemacht, geht die Belichtungszeit hoch; je nach Crop-Faktor und effektivem Bildwinkel kommt es dann je nach Sensorgröße und Packungsdichte darauf an: wie stabil sind Kugelkopf und Stativ, wurde mit Fernauslöser gearbeitet, mit Spiegelvorauslösung; all das wird benötigt, um ein scharfes Telebild zu bekommen (oder aber eben eine hohe ISO einer rauschfreien Kamera).
Grüße
Michael Lindner
-
Cuba
alle Bilder
-
miclindner
- Fotograf/in

- Beiträge: 338
- Registriert: 26. Jul 2010, 16:19 alle Bilder
- Vorname: Michael
Hallo Gabriela,
die Formel der förderlichen Blende
http://www.foto-net.de/net/objektive/licht.html
hat es leider so an sich, dass der ABM unter dem Bruchstrich steht und durch das Korrekturglied insofern kompensiert wird, dass ein kleiner ABM nicht mehr wirksam wird (da er viel zu klein ist im Vergleich zum Korrekturglied).
Damit nimmt die förderliche Blende praktisch nur kritische (zu niedrige) Werte an (als dass man die Schärfentiefe damit noch entscheidend beeinflussen könnte) im Makrobereich (hoher ABM-Zahlenwert, der durch das Korrekturglied noch weiter im Gewicht innerhalb der Formel steigt) !
Im Tele/Fernbereich spielt der sogenannte Begriff der "optimalen Blende" eine Rolle (s. in der oben genannten Quelle die 2. Abbildung bzw. den Graph) - was aber mit der förderlichen Blende nichts zu tun hat und auch andere Werte betrifft. Oberhalb dieser Blende (also bei weiterem Abblenden) wird das Bild auch schlechter (s. die interaktiven Meßdiagramme bei den Objektivtests auf dpreview).
Das nur, wenn Dich die mathematische Grundlagen interessieren, man kann auch so fotografieren (die Formel für die förderliche Blende finde ich aber sehr wichtig; jeder Makroist sollte sie sich passend zu den eigenen Gerätschaften einmal für die erreichbaren ABMs durchrechnen und diese Tabelle in die Fototasche oder einer Gehirnwindung versenken).
Grüße
Michael Lindner
die Formel der förderlichen Blende
http://www.foto-net.de/net/objektive/licht.html
hat es leider so an sich, dass der ABM unter dem Bruchstrich steht und durch das Korrekturglied insofern kompensiert wird, dass ein kleiner ABM nicht mehr wirksam wird (da er viel zu klein ist im Vergleich zum Korrekturglied).
Damit nimmt die förderliche Blende praktisch nur kritische (zu niedrige) Werte an (als dass man die Schärfentiefe damit noch entscheidend beeinflussen könnte) im Makrobereich (hoher ABM-Zahlenwert, der durch das Korrekturglied noch weiter im Gewicht innerhalb der Formel steigt) !
Im Tele/Fernbereich spielt der sogenannte Begriff der "optimalen Blende" eine Rolle (s. in der oben genannten Quelle die 2. Abbildung bzw. den Graph) - was aber mit der förderlichen Blende nichts zu tun hat und auch andere Werte betrifft. Oberhalb dieser Blende (also bei weiterem Abblenden) wird das Bild auch schlechter (s. die interaktiven Meßdiagramme bei den Objektivtests auf dpreview).
Das nur, wenn Dich die mathematische Grundlagen interessieren, man kann auch so fotografieren (die Formel für die förderliche Blende finde ich aber sehr wichtig; jeder Makroist sollte sie sich passend zu den eigenen Gerätschaften einmal für die erreichbaren ABMs durchrechnen und diese Tabelle in die Fototasche oder einer Gehirnwindung versenken).
Grüße
Michael Lindner
