Hallo zusammen,
eigentlich bin ich von klein auf großer Löwenfan. Und eigentlich sind Hyänen für Löwen ja ungefähr das, was Joker für Batman ist, was die fiesen Siamkatzen für Strolchs Susi sind oder - ja, nennen wir das Kind beim Namen - was die Hyänen für Simba aus dem König der Löwen sind.
Und doch - oder gerade deswegen - bleibt mir gar nichts anderes übrig, als für diese Tiere hier und heute eine Lanze zu brechen.
Noch nie habe ich es verstanden, wie man diese Tiere hässlich finden kann. Schaut dieser jungen Dame ins Gesicht. Wunderschön! ..eine leichte Tendenz zu einem Buckel kann das in meinen Augen nicht schmälern. Zumal doch eh die inneren Werte zählen. Und Hyänen haben sooo viel spannendes zu bieten.
Angefangen bei dem Stolperstein, der den ein oder anderen von euch vielleicht zu Fall gebracht hat, wenn er meiner "Dame" mal zwischen die Beine geschaut hat. Bei Tüpfelhyänen, der größten der vier Hyänenarten, gilt das Matriachat. Ein Weibchen führt die Gruppe an, die bis zu 100 Indiviuen stark sein kann. Dabei wird der Rang vererbt, so dass sich eine recht feste Sozialstruktur herausbildet. Wie sonst nur männliche Säugetiere bilden die Weibchen einen Harn-Geschlechts-Gang, der sogar errigierbar ist. Die verwachsenen Schamlippen ähneln optisch dem männlichen Hodensack. Damit sind sie rein äußerlich vom Männchen kaum zu unterscheiden. Die genauen Ursachen dafür sind noch ungeklärt.
Auch ihr Sozialverhalten ist unter Beutegreifern einzigartig. Die Tiere eines Clans bilden keine festen Rudel, sondern formen Gruppen, die auch getrennt von anderen Clanmitgliedern agieren. Aber sie kennen sich sehr genau, nutzen ein gemeinsames Revier. Zieht ein fremder Clan durch dieses Revier, verhalten sich Hyänen recht sozial und tolerieren das. Nur wenn die fremde Gruppe beginnt, deren Ressourcen zu nutzen, wird aggressiv gegen die Eindringlinge vorgegangen.
Da der Rang wie gesagt im Wesentlichen vererbt wird, ähnlich wie bei bestimmten Primaten, kann man hier auch ein ähnliches Kooperationsverhalten zwischen einzelnen Mitgliedern der Gruppe beobachten. Um einen höheren Rang zu erreichen, schließen sich niederrangige Tiere zusammen.
Auch sind Hyänen beileibe keine reinen Aasfresser, sondern auch erfolgreiche Jäger. Ein Einzeltier kann Beute erlegen, die mehr als doppelt so schwer ist wie die Hyäne selbst. Hinzu kommt, dass sie auch sehr erfolgreich dabei sind, anderen Jägern die Beute abzujagen (allerdings herrscht hier ausgleichende Gerechtigkeit.. auch Löwen jagen Hyänen gerne mal die Beute ab). Ihr kräftiges Gebiss ist auch eine Besonderheit, die ihnen sogar das Knacken großer Röhrenknochen und Hörner ermöglicht.. Reste, die bei anderen Jägern übrig bleiben.
... man kann eigentlich gar nicht anders, als diese faszinierenden Tiere zu bewundern.
Man merkt es kaum.. aber ich bin ein Fan. Die Löwen unter euch mögen mir verzeihen...
liebe Grüße
Aj
Ps: Dass das hier ein Weibchen ist weiß ich, weil ich sie vom Welpenalter an kenne..
EDIT: Ich habe gestern vergessen dazuzuschreiben, dass ich beim zweiten Bild hinten eine dünne Gehegabsperrung gestempelt habe
Lanzen brechen
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Ajott
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Lanzen brechen
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- Kamera: EOS 600D
Objektiv: Tamron 90
Belichtungszeit: 1/800
Blende: 2.8
ISO: 800
Beleuchtung: Schneehimmel
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG) jpeg
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Höhe): 0%
Stativ: nein
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Aufnahmedatum: 01.12.2012
Region/Ort: Leipziger Zoo
vorgefundener Lebensraum:
Artenname: Tüpfelhäne (Crocuta crocuta)
kNB
sonstiges: Die Bilder sind von gewerblicher Nutzung ausgeschlossen - hyänewjuv01makro.jpg (493.56 KiB) 2216 mal betrachtet
- Kamera: EOS 600D
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Objektiv: Tamron 90
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Blende: 3.2
ISO: 800
Beleuchtung: Schneehimmel
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG) jpeg
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Höhe): ca 20%
Stativ: nein
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Aufnahmedatum: 01.12.2012
Region/Ort: Leipziger Zoo
vorgefundener Lebensraum:
Artenname: Tüpfelhäne (Crocuta crocuta)
kNB
sonstiges: Die Bilder sind von gewerblicher Nutzung ausgeschlossen - hyänewjuv02makro.jpg (476.58 KiB) 2215 mal betrachtet
- Kamera: EOS 600D
Zuletzt geändert von Ajott am 6. Dez 2012, 18:01, insgesamt 2-mal geändert.
Wer an allem zweifelt sollte darauf achten, dass gesunde Skepsis nicht bald zur blinden Paranoia wird.
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Hallo Anja,
ich finde sie überhaupt nicht hässlich
Gerade beim ersten kann man überhaupt nix bösartiges erkennen.
Ein schönes Portrait.
Das zweite ist richtig klasse mit viel Dynamik!
Vielen Dank auch für die ausführlichen Hintergrundinfos.
Einiges davon wusste ich auch noch nicht
ich finde sie überhaupt nicht hässlich
Gerade beim ersten kann man überhaupt nix bösartiges erkennen.
Ein schönes Portrait.
Das zweite ist richtig klasse mit viel Dynamik!
Vielen Dank auch für die ausführlichen Hintergrundinfos.
Einiges davon wusste ich auch noch nicht

Liebe Grüße Ute
Die Freude am Kleinen ist die schwierigste Freude, denn es gehört ein großes Herz dazu.
Rainer Maria Rilke
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Hallo Anja,
eine überzeugende Laudatio für diese Art.
Als hässlich erlebe ich sie auch nicht.
Dass die Art ihren sozialen Rang vererbt,
egal ob über die patrilineare oder die matrilineare
Linie lässt mich nach der französischen Revolution
rufen:
Égalité, Liberté und Fraternité.
Wenn Du die Dame so gut kennst, könntest Du vielleicht
Überzeugungsarbeit leisten.
Werner
eine überzeugende Laudatio für diese Art.
Als hässlich erlebe ich sie auch nicht.
Dass die Art ihren sozialen Rang vererbt,
egal ob über die patrilineare oder die matrilineare
Linie lässt mich nach der französischen Revolution
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Égalité, Liberté und Fraternité.
Wenn Du die Dame so gut kennst, könntest Du vielleicht
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Liebe Grüße, passt auf Euch auf und vergesst das Lächeln nicht!
Werner
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Hi Anja,
ich finde Hyänen faszinierend! Deine beiden Fotos sind echt gut gelungen.
Ich hatte bisher nur die Schabrackenhyänen vor der Linse, sozusagen der Collie unter den Hyänen
ich finde Hyänen faszinierend! Deine beiden Fotos sind echt gut gelungen.
Ich hatte bisher nur die Schabrackenhyänen vor der Linse, sozusagen der Collie unter den Hyänen
Viele Grüße von Stefanie
Olympus OMD und Panasonic G6 mit m.zuiko 60/2.8 und Olympus Stylus1 mit Raynox DCR-150/250 und MSN-202
http://stefanie-hamm.de/
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