Die meisten meiner "Extrem-Makros" sind während der Corona-Zeit entstanden. Die Suche nach potentiellen Motiven hatte mich oft zu den großen Waldameisennestern geführt, welche ich ohne großen Aufwand erreichen konnte. Dort war immer etwas zu finden. Seither führt mich die Waldameisenpolizei auf der Liste der Beutediebe
Bei einem dieser "Beutezüge" hatte ich großes Glück. Ich fand einen toten Sandlaufkäfer, der von mehreren Waldameisen umringt war und die an dessen Beinen zerrten. Diesen Fund werde ich demnächst noch präsentieren.
Heute aber ist es das Portrait einer verendeten Waldameise, welche ich am selben Tag mit nach Hause nahm, fein säuberlich mit Pinsel zu reinigen versuchte und ablichtete.
Die Farbvariante war zwar nicht schlecht, aber mir gefiel es in Schwarzweiß viel besser, da man dabei die Strukturen sehr viel schöner herausarbeiten kann, ohne komplett unnatürlich zu wirken.
Das zweite Bild zeigt dieselbe Ameise aus einem etwas anderen Blickwinkel.
Ob der knappe Beschnitt allgemein gefällt, weiß ich nicht - in diesem Fall hatte ich ihn bewusst so gewählt. Meistens "passieren" mir zu eng gewählte Beschnitte, weil ich etwas zu eifrig auf der Suche nach beeindruckenden Abbildungsmaßstäben bin (hinterher bereue ich es manchmal).
Ich hoffe, das Ergebnis der Arbeit gefällt.
Grüße,
Ernst






