Flachlandbach

Einführung - Flachlandbach - Wildfluss

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Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:17

Als Bach wird ein kleines natürliches Fließgewässer verstanden, das im Allgemeinen nicht breiter als 5 m und nicht sehr tief ist.
Ein Flachlandbach zeichnet sich durch ein vergleichsweise geringes Gefälle aus, kann aber dennoch durch wechselnde Geländeneigungen sowie unterschiedliche Bettbreiten und -tiefen hohe Fließgeschwindigkeiten erreichen. Nicht selten wechseln sich schnell überströmte Bereiche mit langsam fließenden Passagen ab. Je nach Geschwindigkeit neigt er dazu, ausgeprägte Mäander auszubilden. Bei geringer Wasserströmung ist das Bachbett oft sediment- und nährstoffreich. Hier siedelt sich häufig eine reiche Pflanzenwelt an.


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Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:17

Userbeitrag von LaLuz:
"Im Bereich der Oberahr wird an einer Stelle Wasser abgeleitet, das zunächst durch ufernahes Weideland fließt. Anschließend wird es unter einer stark befahrenen Straße durchgeführt. Es folgt ein ca. 300m langes Teilstück, das den Charakter eines mäandrierenden Baches hat. Das Ufer ist zunächst mit Gebüsch und einigen Erlen bewachsen. Darunter blühen im Sommer an halbschattigen Plätzen Sumpfschwertlilien. Wo der Bach aus diesem Bereich austritt, befindet sich zur Straßenseite hin eine Böschung. Auf der anderen Seite geht es steil bergan in Richtung Wald. Hier ist das Ufer stark bewachsen mit Mädesüß, Brunnenkresse, Bachminze, Sumpfvergißmeinnicht, Weidenröschen (Epilobium angustifolium)[/url], drüsigem Springkraut (Impatiens glandulifera), verschiedenen Gräsern und Seggen. Im Wasser blüht in den Sommermonaten der flutende Hahnenfuß. Im weiteren Verlauf wird der Bach unterirdisch an einem Gebäude vorbeigeführt und anschließend über Weideland wieder in die Ahr eingeleitet.

Die Wasserdurchflussmenge kann durch ein Wehr reguliert werden. Bei normaler Witterung ist die Fließgeschwindigkeit recht hoch. Die gesamte Strecke schätze ich auf max. 1,5km. Die Wassertiefe liegt im Schnitt bei ca. 10-20cm. Der Grund ist steinig.

Im offenen Bereich finden sich im Sommer Dutzende blauflügeliger Prachtlibellen (Calopteryx virgo) ein. Die Paarung findet in ufernahen Stauden statt. Während der Eiablage auf dem Hahnenfuß nehmen die Männchen einen erhabenen Platz in unmittelbarer Nähe des Weibchens ein. Sobald sich ein Rivale zeigt, fliegen die Männchen auf, verteidigen ihr Revier und besetzen anschließend wieder ihren Beobachtungsposten."


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