Die Bienenwolfgoldwespe

Interessante Beobachtungen aus dem Leben unserer Makromotive oder unserer Naturmotive mit dokumentarischem Charakter
Benutzeravatar
Andreas Th. Hein
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 3049
Registriert: 1. Feb 2008, 06:37
alle Bilder
Vorname: Andreas

Beitragvon Andreas Th. Hein » 1. Aug 2013, 05:54

Hallo Anja,

sämtliche mir gerade, bei der mit Mund offenen Betrachtung deiner Fotos, eingefallenen Superlative, stehen hier schon unter deiner fantastischen Doku! Bravo, bravo, bravo! Vielen Dank dafür!
Viele Grüße Andreas
http://www.libellenwissen.de
Benutzeravatar
daseff
Beurlaubt
Beiträge: 9005
Registriert: 14. Jul 2009, 15:19
alle Bilder
Vorname: Tobi

Beitragvon daseff » 1. Aug 2013, 18:09

Hi Anja,

ist ja der Hammer! Wusste gar nicht, dass es diese Art gibt,
und du stellst dann gleich auch noch fast ihre komplette
Lebensweise in diesem Beitrag dar. Genial!

Dazu habe ich gelernt, dass es sogar chemisches Mimikry
gibt, was für mich als Chemiker natürlich umso interessanter
ist :D

Zwei Fragen hätte ich noch:
Was bedeutet "kultikulär" und sind das wirklich "reine"
Kohlenwasserstoffe, die die produzieren? Weißt du
zufällig, welche? Würde mich einfach mal interessieren :-)
Ajott
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 10546
Registriert: 12. Mai 2012, 04:01
alle Bilder
Vorname: Anja

Beitragvon Ajott » 2. Aug 2013, 10:06

Moin Tobi,

"kutikulär" bedeutet hier schlicht, dass diese Kohlenwasserstoffe in der Kutikula, also im Außenskelett der Insekten lokalisiert sind. Die werden dort eingelagert, um vor Austrocknung zu schützen. Die genauen Zusammensetzungen sind aber sehr unterschiedlich. Es sind mehr oder weniger die gleichen Kohlenwasserstoffe, die auch die Nesthügel enthalten und der Goldwespe als Kairomone dienen (Kairomone sind Stoffe, die einer Spezies Informationen über eine andere Spezies verschaffen).

Es gibt bei den Bienenwölfen zwei Chemomorphen, die neben verschiedenen anderen Kohlenwasserstoffen entweder im wesentlichen den ungesättigten Kohlenwasserstoff Pentacosan (25:1) oder aber Heptacosan (27:1) einlagern. Interessant ist, dass die Goldwespen in der chemischen Zusammensetzung ihrer Kutkula den weiblichen Bienenwölfen ähnlicher sind, als die Männchen der Bienenwölfe.

liebe Grüße
Aj
Wer an allem zweifelt sollte darauf achten, dass gesunde Skepsis nicht bald zur blinden Paranoia wird.
Benutzeravatar
Segin
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 4172
Registriert: 12. Jan 2008, 17:18
alle Bilder
Vorname: Urs

Beitragvon Segin » 3. Aug 2013, 12:01

Hallo Anja,

sehr spannende und lehrreiche Doku. Die Bilder geben einen
genialen Einblick in das Leben dieser Goldwespe.


Gruss Urs

Zurück zu „Naturbeobachtungen“