Was sehen die Bienen - 23.09.10 - Ein paar Wiesenblumen

Interessante Beobachtungen aus dem Leben unserer Makromotive oder unserer Naturmotive mit dokumentarischem Charakter
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Beitragvon Gabi Buschmann » 30. Mär 2008, 16:12

Hallo, Danijel,

wieder interessant, deine UV-Aufnahme und ebenso
die Infos zur Pflanze!

GAbi
Liebe Grüße Gabi
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Beitragvon SilkeP. » 6. Apr 2008, 11:03

Also, ich find das schon interessant..... die Insekten sehen das also teilweise ganz anders.....

Beim zweiten Bild schaut die Blüte so richtig oll und dreckig aus....
Liebe Grüße, Silke
(Meine Fotos sind meist Naturdokumente, ab und zu beeinflusste Natur, wenn ich den ein oder anderen Halm auf die Seite biege oder abschneide...)
www.seides-naturfotografie.jimdo.com/


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Beitragvon Karl Diewald » 7. Apr 2008, 09:57

Hallo Danijel,
Danke für diese interessante Doku!

(Apropos Doku, wäre dieser Thread nicht gut unter Dokumentarisches aufgehoben?)
Liebe Grüße,
Karl
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Beitragvon Danijel » 7. Apr 2008, 16:53

Hallo Karl, ich weiss es nicht... :?

Meine anderen (UV Löwenzahn) wurden vom Moderator aus dem Dokubereich verschoben. Ich verstehe das zwar nicht - da ich ja eigentlich an für sich die UV Male dokumentieren will - aber sei es drum. Ob Doku oder Portal, relevant ist die Information, auch wenn sie nur aus einem Bild besteht.
Grüsse Danijel

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Beitragvon Danijel » 8. Apr 2008, 06:12

Hallo Ingo,

zur UV Fotografie benötigt man UV-Lichtquellen. Nikon hatte mal einen Blitz SB-140 hergestellt, der extra für die forensische und wissenschaftliche Fotografie gedacht war. Leider findet man den weltweit nicht - und wenn jemand das Ding ins ebay einstellen würde, denke ich wäre der Preis ähnlich einer D300 Kamera.

Dazu gab es einen baugleichen normal Blitz SB-14 , dem eine gelbliche Vergütung auf die Röhre gedampft wurde. Ein modifizierter UV-Blitz, ist ein normaler Nikon SB-14 (uralt und seltenst angeboten), den ich auseinandergebaut und die aufgedampfte Vergütung abpoliert habe. Nun lässt er UV - Visuelle - IR Strahlung durch.

Mit solch einem Blitz sollte man niemandem in die Augen blitzen.
Grüsse Danijel



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Beitragvon SunTravel » 9. Apr 2008, 05:06

Hallo Danijel,

diese Thematik finde ich sehr interessant.

Du hast uns mit viel Aufwand ermöglicht die Welt etwas aus Sicht der Insekten zu sehen.

Ich habe Deine Beiträge dazu in diesem Thread zusammengefasst, da es so einfacher ist sich über diese Sichtweise umfassend zu informieren.

Vielen Dank für diese schöne Doku.

Über zukünftige Erweiterungen würde ich mich sehr freuen.

Gruß

Uwe
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UV-Fotografie Update / Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)

Beitragvon Danijel » 13. Apr 2008, 14:48

Das Scharbockskraut ist im zeitigen Frühjahr oft die erste Grünpflanze, die in grossen Massen in lichten Wäldern auftritt. Die Blätter des Scharbockskrautes bilden manchmal ganze Teppiche, dort wo sie wachsen.

Nach den glänzenden Blättern erscheinen leuchtend gelbe Blüten, die dem Blätterteppich zwar ein fröhliches Leuchten hinzufügen, aber auch anzeigen, dass die Scharbockskraut-Blätter von nun an leicht giftig sind.

Vorher kann man die Blätter des Scharbockskrautes gegen Frühjahrsmüdigkeit in Salaten essen.

An der Blüte um die Staubgefässe herum sieht man schon so, dass da etwas anders ist. Die extreme Kontrastierung des UV-Males erkennt man allerdings am besten unter UV.
Dateianhänge
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Grüsse Danijel



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UV Fluoreszenz der Huflattich Staubgefässe

Beitragvon Danijel » 14. Apr 2008, 16:53

Hier füge ich noch eine UV Aufnahme vom Huflattich ein. Diese zeigt schön, wie die Staubgefässe und Pollen unter UV Licht fluoreszieren.

Die Fluoreszenzaufnahmen macht man mit dem UV-Filter vor dem Blitz und nicht vor dem Objektiv.

Weissabgleich wurde gemacht, dass die Blüte für uns annähernd unserer normalen Wahrnehmung entspricht. Die Farben wurden verstärkt, besonders das Grün noch gesättigt.
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Zuletzt geändert von Danijel am 15. Apr 2008, 11:08, insgesamt 2-mal geändert.
Grüsse Danijel



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Beitragvon Karl Diewald » 14. Apr 2008, 19:09

Hallo Danijel,
ich finde Deine UV Aufnahmen sehr interessant. Vielen Dank für diese Doku!
Vor kurzem habe ich gelesen das Bienen und andere Blüten besuchende Insekten Rot nicht wahrnehmen können. Das heißt für diese Insekten erscheint Rot quasi als Schwarz.
Hast Du schon UV Aufnahmen von rotfarbenen Blüten gemacht?
Würde mich echt interessieren.
Liebe Grüße,
Karl
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Beitragvon Danijel » 15. Apr 2008, 10:08

Hallo Karl,
ich möchte folgendes aus der Seite http://www.farbimpulse.de/fi/live/artik ... 0/277.html zitieren.

UV statt Rot: Wie Honigbienen Farben sehen


Wissenschaftler haben für die Insekten sogar eigene Bezeichnungen für Farben geprägt


Bienen sehen die Welt anders. Sie kennen kein Rot, Weiß ist für sie etwas ganz anderes als für Menschen, und sie sehen farbige Muster, wo der Mensch nur eine einheitliche Farbe wahrnimmt. Ihr Farbensehen ist so faszinierend anders, dass Wissenschaftler für Bienen eigene Farbbezeichnungen geprägt haben: Vom "Bienenweiß" über das "Bienenpurpur" bis hin zum "Bienenschwarz" reicht die Farbwelt dieser unter allen Insekten am besten erforschten Tiere.

Die Erforschungsgeschichte des Farbsehens der Bienen reicht fast hundert Jahre zurück: Bereits 1914 konnte Karl von Frisch mit seinen klassischen Dressurexperimenten nachweisen, dass Bienen Farben sehen und sie auch voneinander unterscheiden können. Der Bereich des für sie sichtbaren Spektrums ist im Vergleich zum Menschen allerdings um rund 150 Nanometer in Richtung des kurzwelligen UV-Lichts verschoben.

Die Absorptionsmaxima der drei unterschiedlichen Farbrezeptoren im menschlichen Auge liegen mit 440 Nanometern beim Blau, mit 530 Nanometern im Grün-Bereich und mit 570 Nanometern beim Gelb. Die Empfindlichkeit des letzteren, für langwelligeres Licht zuständigen Zapfens reicht dabei bis in den Rotbereich, weshalb er auch als Rotzapfen bezeichnet wird.

Auch in den Komplexaugen der Honigbiene finden sich drei verschiedene Rezeptortypen. Deren maximalen Empfindlichkeiten liegen jedoch mit 350 Nanometern bereits im UV-Bereich des Spektrums, mit 450 Nanometern beim Blau und 530 Nanometern beim Grün. Die Biene nimmt also UV-Licht wahr, dafür aber kein Rot – diese Wellenlängen erscheinen ihnen wie Schwarz.

Bienen sehen die bunte Farbenpracht der Blüten also gänzlich anders als Menschen. Aus diesem Grund sprechen Wissenschaftler sogar von Bienenfarben, wenn sie das Farbsehen der Biene beschreiben. Weiß etwa nimmt der Mensch wahr, wenn alle drei Zapfentypen – Blau, Grün und Rot – maximal erregt sind. Bei der Honigbiene entsteht der entsprechende Farbeindruck Bienenweiß dagegen durch die gleichmäßige starke Erregung der UV-, Blau- und Grün-Zapfen. Bienenpurpur bezeichnet einen Farbeindruck, der für das menschliche Auge gelblich erscheint. Viele Blüten, die dem Menschen rot erscheinen, sind für die Insekten Bienenschwarz, da sie das Rot nicht wahrnehmen können. Einzig das Bienenblau entspricht in etwa der menschlichen Blauwahrnehmung.

Grüsse Danijel
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