zurück aus dem Tauchurlaub im Norden Balis, möchte ich Euch hier ein paar interessante Fotos und Informationen zu meinen beliebtesten UW-Mako-Motiven zeigen – den Nacktschnecken.
Die ungeheure Farben- und Formenvielfalt macht diese Schnecken zu sehr interessanten Fotomotiven. Die Familien dieser Spezies sind so ungeheuer vielfältig, dass auch heute noch die Chance besteht, neue zu entdecken.
Die Lebensweisen sind so unterschiedlich wie die Größen – von wenigen Millimetern bis zum „Goliath“, der spanischen Tänzerin mit einer GRösse von bis zu 30cm – die habe ich in Bali allerdings bisher noch nicht zu Gesicht bekommen.
Die hier gezeigten Exemplare haben allerdings alle eine für meine Kameraausrüstung geeignete Größe von 1 bis 7 cm.
Nacktschnecken leben in, um, auf Korallen ebenso wie auf sandigem Grund oder zwischen Felsen.
Die häufig leuchtenden Farben sind kein Zufall, sie signalisieren potentiellen Fressfeinden „Giftig“ oder zumindest „Ungenießbar“ – und giftig sind in der Tat viele von ihnen. Dabei produzieren die Nacktschnecken das Gift nicht mal selbst, sondern nehmen es mit der Nahrung (Bryozoen, Hydrozoen, Anemonen ...) auf und lagern es im Körper – bei den Fadenschnecken speziell in den „Fäden“ - ein.
Die meisten Familien der Nacktschnecken sind Zwitter, so dass es, wenn man sich bei der Nahrungssuche begegnet, auch gleich zur „Sache“ kommen kann. Die recht häufig zu sehenden Gelege (insbesondere der spanischen Tänzerin) erinnern mich an zusammengerollte „Nylons“.
Die Bilder sind alle im Norden Balis entstanden – im und um das TTT – Tauch Terminal Tulamben. Das dort vorwiegend vorkommende schwarze Vulkangestein (als Sand, Schlick oder Geröll) macht sich als Hintergrund für die farbenprächtigen Tiere besonders gut.
Die Tauchtiefen variieren von 1 bis 25m – also man kann die Tierchen auch beim Schnorcheln entdecken. Die meisten Bilder sind an einem „untypischen“, weil fast völlig korallenfreiem Tauchplatz entstanden. Der Tauchplatz besteht aus einem etwa 30 Grad abfallenden Sand-/Schlickgemisch, auf dem einzelne kleine Weichkorallen, Federsterne und gelegentlich kleine Geröllhaufen platziert sind. Es ist unglaublich, wie viele verschiedene Individuen in diesem doch relativ „armen“ Ökosystem leben.
Alle Bilder sind mit meiner Canon G15 im UW-Gehäuse und einer LED-Leuchte entstanden.
Da die Schnecken häufig in verschiedenen Farbvariationen vorkommen, ist die Bestimmung der Art nur unter großem Vorbehalt zu verstehen.
Euch allen viel Spaß beim Betrachten








