Eine Vermehrung der Blattläuse kann über eine Eiablage geschehen oder aber durch Lebendgeburten. Wenn beides möglich ist, spricht man von Heterogonie.
Die ungeschlechtliche Vermehrung über Lebendgeburten findet vorwiegend im Frühjahr statt. Die Weibchen werden also nicht durch ein Männchen befruchtet, sondern der Eizelle wird durch bestimmte Hormone eine Befruchtung „vorgegaukelt“, woraufhin sie sich zu teilen beginnt. Die entstehenden Nachfahren sind Klone der Mutter, es werden also nur weibliche Tiere geboren. Diese Art der Fortpflanzung nennt man Parthogenese. Sie kommt z. B. auch bei manchen Eidechsen- oder Fischarten und bei Schnecken vor.
Pro Tag kann eine Blattlausmutter bis zu 5 mit der Mutter genetisch identische Klone produzieren. Es dauert zwischen 7 und 14 Tagen, bis eine Blattlaus fertig entwickelt ist. Die Lebenserwartung liegt bei nur wenigen Wochen.
Als ich den Bläuling fotografierte, fielen mir die dicken Blattläuse an der Pflanze auf. Das fand ich als Beigabe ganz nett. Später am Vormittag (zwischen den beiden Bildern liegen 40 Minuten) habe ich von der anderen Seite fotografiert, wohl, um die Blattlausgemeinschaft, die sich überwiegend auf dieser Seite der Pflanze versammelt hatte, nochmal besser zu fotografieren.
Erst am Rechner habe ich dann entdeckt, dass ich über diesen Zeitraum eine Lebendgeburt dokumentiert hatte. Am Anfang sieht die junge Blattlaus eher wie ein Ei aus, nach 40 Minuten dann kann man schon ihre spätere Gestalt erkennen.
Man kann auch schön sehen, dass der Silbergrüne Bläuling Himmelblaue Bläuling (lt. Bestimmung von Bernd, vielen Dank!) sich mittlerweile umgesetzt hatte, die Hinterbeine sind jetzt mitten im Blattlausgetümmel
Ich verlinke noch ein Bild von Kurt (Guppy), das eine solche Lebendgeburt ganz groß zeigt.
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