Nur durch den EVF konnte ich überhaupt die beiden Racker beobachten, es war mittlerweile 21.46, als die beiden Kitze teilweise durch die
Wiese "flogen" und ausgelassen tobten und fangen spielten.
Durch das hohe Gras sah ich sie immer nur dann, wenn sie entsprechend weit vom Boden abgehoben hatten.
Und dann eine Tag später ein Gespräch mit einem Jäger. Er scheint mehr ein Heger zu sein aber manche Bauern rufen ihn erst dann, wenn sie Kitze
von den Mähbalken "halbiert" wurden.
Zwei schwer verletzte Kitze musste er demletzt "erlösen".
Gestern Abend dann vor einem leider erfolglosen Ansitz das Gespräch mit einem Bauern. Er gab an, zumindest die Wiese abgesucht zu haben - und
trotzdem geriet auch hier ein Kitz ins Mähwerk. Den Gnadenstoß musste dann auch hier der herbeigerufene Jäger versetzen. Seinem Gesicht konnte
man ansehen, dass ihm das aufrichtig leid tat.
Freude und Leid liegen wieder einmal so nahe beeinander. Die wirtschaftliche Nutzung des Wiesen lässt die Bauern bei kurzen Gut-Wetter-Perioden
schnell zur "Sense" greifen.
Und wenn man dann diese zarten, arglosen Geschöpfe eine Zeit lang beobachten kann, tut es einem in der Seele weh, wenn man denkt, das landauf - landab
wahrscheinlich tausende Kitze so zu Tode kommen...
Dem Jäger habe ich sogar angeboten bei Bedarf und wenn ich es einrichten kann, die Wiese mit abzusuchen - aber er schaute mich nur verdutzt an und lehnte dankend ab.
Wir bauchen mehr Heger und Bauern, die nicht jedem Grashalm hinterherjagen sondern sich die Zeit nehmen selber durch die Wiese zu streifen oder den Jäger rechtzeitig!!!
rufen, der dass dann übernimmt.




