heute möchte ich euch einmal zwei rein dokumentarische Fotos zeigen, deren Qualität meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht ist.
Die Larven der Libellen leben, je nach Art von 10 Wochen (z.B. Pechlibelle) bis zu 7 Jahren (z.B. Quelljungfer), räuberisch im Wasser und häuten sich während ihrer Entwicklung je nach Art 8 bis 14 mal. Die Haut von Insekten besteht aus Chitin und kann nicht mitwachsen. Der Größenunterschied zwischen der frisch gehäuteten grünen, sich recht schnell dunkelbraun färbenden Larve und der alten Haut beträgt ca. 3 mm. Das ist eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass in diesem Fall die Larve nur ca. 16 mm groß ist. Die Bestimmung konnte ich anhand der Larvenhaut vornehmen, dabei kam ich zu dem Ergebnis, dass es sich um Sympetrum sanguineum (Blutrote Heidelibelle) handeln müsste. Aufgrund der Größe war mir klar, dass es die letzte Hautung der Larve vor der Metamorphose. Mehr Infos über den Libellenschlupf gibt es in der Dokgalerie gewesen sein muss.
Seht ihr rechts im Bild, in der Mitte der Larvenhaut, die weißen Fäden? Das sind die Schläuche (interessante Infos zur Tracheenatmung), mit der die Larve mit Sauerstoff versorgt wird. Die Larven der Großlibellen verfügen über eine Analpyramide, in der sich Darmkiemen/Rektalkiemen am Außengewebe des Enddarms befinden, durch die ständig Wasser gepumpt wird. Über ein spezielles Gewebe am Enddarm wird dabei dem Wasser der Sauerstoff entnommen (Darmatmung). Die verbrauchte Atemluft wird hinten wieder ausgestoßen und dient den meisten Larven der Großlibellen gleichzeitig zur Fortbewegung im Wasser.
Ich freue mich über euer Interesse und hoffe natürlich darauf euer Interesse zu wecken
Herzliche Grüße Andreas








