Hi, vom schlechten Wetter getrieben, hab ich mich in den letzten Tagen im Haus auf die Suche gemacht und beschlossen (mindestens) eine Doku über Spinnen im Haus zu machen. (Man findet eigentlich immer was und oft auch interessante Szenen)
Manche Spinnenarten leben schon seit Menschengedenken synanthrop, als in menschlichen Behausungen. Sie genießen den Schutz eines festen Gebäudes, wenngleich die Bewohner sie nicht immer gerne sehen.
Das Paradebeispiel unbeliebter Hausspinnen sind die Arten der Gattung Tegenaria, die wir als die typischen „Hausspinnen“ bezeichnen. Sie werden in der Regel sehr groß, sind dunkel und haben lange haarige Beine ( Der Albtraum vieler Hausfrauen und auch -männer).
Tegenaria atrica, die wohl häufigste der drei „Hausspinne“ der Gattung der Trichternetzspinnen wird als Weibchen fast 2cm lang (ohne Beine), die Männchen wirken durch die langen Beine oft noch größer. Sie wandern auch gern im Haus herum um Weibchen zu suchen und sind dann oft in Badewannen anzutreffen. Atrica wirkt wie in Bild 1 zu sehen recht duster und bedrohlich, erst im Portrait (Bild 2) sieht man die „Schönheit“ der Details. Aber das muss ich gerade euch nicht erzählen.
Bild 3 zeigt auch eine sehr häufige, allerdings wesentlich kleinere „Hausspinne“, die Fettspinne Steatoda bipunctata (hier ein Männchen). Die sehr anspruchslose Art gehört zur Familie der Kugelspinnen und ist damit eine weitläufige Verwandte der berüchtigten schwarzen Witwe. Einer Schwesternart Steatoda paykulliana wird eine ebenfalls recht unangenehme Bisswirkung nachgesagt. Die Fettspinne allerdings ist für den Menschen absolut harmlos. Ihr Gift scheint aber für Arthropoden doch recht wirksam zu sein, sodass sie sich auch an größere Insekten heranwagt. Im Bild sieht man eine große Holzschlupfwespe, die sich im Raumnetz der Fettspinne verfangen hat und nun von Steatoda attackiert wird. Nach zehn Minuten war allerdings der Kampf vorbei und die Wespe konnte sich befreien ohne gebissen worden zu sein.
Als letzte Art für heute möchte ich noch einen Neubürger vorstellen, den kürzlich schon ein Forumsuser (ich glaub Holger) gezeigt hat. Deshalb auch nur nochmal kurz das Besondere an der Uloborus plumipes (Wie ich lernen konnte auch Federfußspinne genannt): Sie war ursprünglich rein tropisch, vor einigen Jahrzehnten dann auch im Mittelmeerraum verbreitet. Seit ungefähr 1990/91 breitete sie sich dann auch in Mitteleuropa vor allem in den Beneluxstaaten, dann auch in Deutschland aus. Allerdings kommt sie nur in Gewächshäusern, Wintergärten und Gartencentern vor, sie verbreitet sich wohl äußerst erfolgreich mit Pflanzentransporten. Interessant ist auch die Tatsache, dass die Spinne zu einer der ganz wenigen ungiftigen Spinnenfamilien (Kräuselradnetzspinnen) gehört. Der Name rührt daher, dass sie auf ihre Radnetze keine Leimtröpfchen aufbringen, sonder so ne Art Kräuselwolle, in der sich dann die Insekten verheddern. Bild 4 und 5 zeigt das Weibchen bei der Bewachung seines Kokons, einmal seitlich, einmal frontal.
So das waren nun 3 ganz banale, häufige Arten im Haus, die hier nur leben, weil sie auf Dauer Futter finden. Das sollte jeder bedenken, der „Hausspinne“ rausschmeißt oder tötet. Damit erhöht er automatisch die Häufigkeit von verschiedenen Insekten (Silberfischchen,Fliegen, Mücken) und Asseln.
Ich hoffe, die Bilder sind anschaubar und der Text nicht zu langweilig!
LG Jürgen
Spinnen im Haus Teil 1
- Jürgen Fischer
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Spinnen im Haus Teil 1
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Hallo, Jürgen,
wieder eine tolle und interessante Doku von dir mit sehr gelungenen Bildern.
Ich mag meine Hausspinnen auch sehr, sie haben bei mir ausgedehntes Asylrecht.
Wir haben noch eine Spinnenart bei uns, die sich ziemlich ausgebreitet hat, das ist die
Zitterspinne, die wohl regelmäßig auch die großen Hausspinnen erjagt. Bei Gefahr versetzt
sie sich in sehr schnelle Schwingungen.
Danke für die schöne Dokumentation.
Gabi
wieder eine tolle und interessante Doku von dir mit sehr gelungenen Bildern.
Ich mag meine Hausspinnen auch sehr, sie haben bei mir ausgedehntes Asylrecht.
Wir haben noch eine Spinnenart bei uns, die sich ziemlich ausgebreitet hat, das ist die
Zitterspinne, die wohl regelmäßig auch die großen Hausspinnen erjagt. Bei Gefahr versetzt
sie sich in sehr schnelle Schwingungen.
Danke für die schöne Dokumentation.
Gabi
Liebe Grüße Gabi
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Tolle Doku... danke Jürgen....
Ich wollt schon ein paar Mal die Hausspinnen lassen.... aber leider sind meine Katzen da dagegen.... es dauert nie lange, und sie haben die Beute gefunden.... Allderings finden sie mir auch andere Insekten, so dass es sich aufwiegt...
danke für die Doku!
Ich wollt schon ein paar Mal die Hausspinnen lassen.... aber leider sind meine Katzen da dagegen.... es dauert nie lange, und sie haben die Beute gefunden.... Allderings finden sie mir auch andere Insekten, so dass es sich aufwiegt...
danke für die Doku!
Liebe Grüße, Silke
(Meine Fotos sind meist Naturdokumente, ab und zu beeinflusste Natur, wenn ich den ein oder anderen Halm auf die Seite biege oder abschneide...)
www.seides-naturfotografie.jimdo.com/
*Die Natur ist kein Studio!*
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- Vorname: Werner
Jürgen.
Wirklich klasse Informationen.
Ein toll realisiertes Projekt.
Die Bilder absolut überzeugend.
Werner
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Werner
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Liebe Grüße, passt auf Euch auf und vergesst das Lächeln nicht!
Werner
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ist mein Maximum bei einer Rückmeldung.
Meine Sternebewertung beziehen meine Bewertung immer auf die Gesamtheit der
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